Süle-Elfmeter für Kovac „nicht im Sinne des Fußballs“ – Siebert erklärt Entscheidungen 

Zum zweiten Mal in Folge gab es für Borussia Dortmund eine Niederlage in der Bundesliga. Nach dem 1:2 bei der TSG Hoffenheim standen vor allem die Elfmeter-Entscheidungen im Mittelpunkt.

BVB-Coach hadert mit Handspielregel

Am 29. Spieltag hatte Borussia Dortmund gegen Bayer Leverkusen erst die dritte Saisonniederlage hinnehmen müssen. Der ersten, die nicht gegen den FC Bayern war, folgte am Samstagabend im Kraichgau gleich die nächste. Weil Andrej Kramarics Doppelpack jeweils vom Elfmeterpunkt und nach VAR-Eingriff erfolgt war, gab es nach der Partie Gesprächsbedarf.

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Die erste Szene war aus Dortmunder Sicht doppelt bitter, denn sie mündete nicht nur in den Rückstand, auch Niklas Süle verletzte sich unglücklich. Der Verteidiger, der erstmals seit zwei Monaten wieder in der Startelf stand, rutschte vor Kramarics Abschluss aus, ging zu Boden und blockte den Schuss mit dem nach oben abgespreizten Arm. Während der 30-Jährige behandelt wurde, entschied Schiedsrichter Daniel Siebert nach Hinweis von VAR Benjamin Cortus auf strafbares Handspiel und Elfmeter Nummer eins für die TSG.

Sieberts Erklärungen

„Erst mal hoffe ich, dass Süle nicht schwer verletzt ist“, begann Siebert nach der Partie bei Sky seine Rückschau auf die Situation und erklärte, dass „die reine Handposition als strafbar zu werten ist“. Für ihn ging es in der Review Area aber auch darum, „ob die Körperlage, in der er (Süle, Anm. d. Red.) sich befunden hat, irgendwie eine Rolle spielt“, denn: „Wir haben natürlich alle gesehen, dass er ausrutscht und sich unglücklich verletzt.“

Sieberts Ergebnis nach dem Studium der Bilder: „Ich sehe es nicht so, weil er auf dem Boden liegt und dann führt er seine Hand nach oben in die Schussbahn des Balles.“ Dies sei ein „relativ starkes Argument für Elfmeter, weil die Hand in die Schussbahn des Balles geht und nur die Hand hält den Torschuss auf, also ein Handspiel mit großer Wirkung“. Dementsprechend für Siebert „ein strafbares Handspiel“.

Diesen Elfmeter fand der Referee gar „klarer“, als den zweiten tief in der Nachspielzeit, „weil es ein Torschuss ist, beim zweiten war es nur eine Flanke“. Dort hatte Julian Ryerson im Wegdrehen den linken Arm vom Körper gestreckt und eine Hereingabe von Alexander Prass berührt. Für Siebert war diese Aktion „auf dem Feld schwer wahrnehmbar, weil ich sehe jetzt irgendwie auch keine Richtungsänderung nach der Handberührung“.

Vielmehr hatte sich der Fokus des 41-Jährigen „den Fokus schon auf die Mitte“ gerichtet, „dort, wo ich den Ball erwarte“. Und wo Max Moerstedt ein Offensivfoul beging. Weil sich aber der VAR erneut meldete, gab es statt Freistoß für den BVB Elfmeter für die TSG. „Auch hier ist es so, dass Ryerson Fokus auf den Ball hat. Er sieht, wo der Ball herkommt“, erklärte Siebert. Hinzu komme: „Die Handposition, die nicht eng am Körper ist, sondern abgewinkelt auf Schulterhöhe, macht die Sache auch unterm Strich strafbar“, erklärte Siebert.

Kovac hadert mit Süle-Elfmeter

Über den zweiten Elfmeter wollte Niko Kovac unmittelbar nach der Partie bei DAZN nicht lange reden: „Da denke ich, okay, klar, er dreht sich weg, er kriegt den Ball an die Hand.“ Der erste Strafstoß war für den 54-Jährigen dagegen „nicht im Sinne des Fußballs“. Süle falle schließlich zu Boden und stütze sich mit einer Hand ab. „Die andere muss ja aufgrund der Schwerkraft irgendwann runterkommen. Dass dann der Ball an die Hand geht, ist für mich Pech.“ Allerdings lenkte Kovac auch ein: „Laut Regeln ist es ein Elfmeter.“

Auch auf der Pressekonferenz stellte Kovac noch einmal klar: „Ich möchte nicht über die Elfmeter diskutieren, laut Regel sind sie klar.“ Allerdings betonte der Coach auch, dass nicht der VAR das Problem sei, sondern die Handspielregel. Diese bezeichnete Kovac gar als „absurd“ und stellte sich die Frage, ob Elfmeter in seiner aktiven Zeit mehr Spiele entschieden haben als heutzutage: „Ich persönlich glaube, dass es heutzutage sehr viel mehr ist.“

  • Knackpunkt VAR: Wie der Handelfmeter an Bedeutung gewinnt

Kovacs Forderung für den Endspurt

Mehr muss es auch wieder beim BVB werden. „Wir haben zu wenig Torchancen kreiert, haben nicht die richtigen Lösungen gefunden, nicht die richtigen Leute in der Box gehabt“, hatte Kovac nach dem Schlusspfiff bei DAZN moniert. „Das müssen wir uns vorwerfen, das werden wir analysieren und versuchen, es in den nächsten Spielen besser zu machen.“

Trotz der Niederlage ist das Polster auf den Europa-League-Platz aber immer noch komfortabel. Zehn Punkte Vorsprung hat der BVB vor dem neuen Fünften aus Hoffenheim. Durch die Niederlage könnte allerdings nun schon am Sonntag die erste Entscheidung der Saison fallen: Dem FC Bayern reicht gegen den VfB Stuttgart ein Unentschieden zur Meisterschaft.

 Zum zweiten Mal in Folge gab es für Borussia Dortmund eine Niederlage in der Bundesliga. Nach dem 1:2 bei der TSG Hoffenheim standen vor allem die Elfmeter-Entscheidungen im Mittelpunkt. 

 

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