„Ohne große Finten“: Werner preist Diomande, „den Deutschen“ 

Großen Anteil am verdienten 3:1-Sieg in Frankfurt, der zugleich eine lange Bundesliga-Negativserie beendete, hatte am Samstagabend Yan Diomande. Mit 19 Jahren macht der Dribbelkünstler einfach nur eines – mächtig Spaß. Auch seinem Trainer.

Leipzig gelingt Premiere und großer Schritt

Auch wenn Antonio Nusa nach Fehler von Eintracht-Keeper Michael Zetterer sowie Joker Conrad Harder den Sieg erst in der dominant geführten zweiten Hälfte auf den Weg brachten, hatte 1:0-Schütze Yan Diomande mit seinem Solo in der 27. Spielminute für das Highlight des Abends gesorgt. Auf dem Weg von der rechten Außenbahn nach innen samt präzisem Abschluss ins rechte Eck hatte der Dribbelkünstler schließlich mindestens mal die zu passiven Aurele Amenda, Robin Koch sowie Hugo Larsson alt aussehen lassen. „Da muss ich noch einmal nachzählen“, sagte RB-Coach Ole Werner im Gespräch mit Sky beim Blick auf die Bilder und erkannte bis zu sieben stehen gelassene Gegenspieler.

Die Freude an seinem Offensivjuwel, das vergangenes Jahr vom spanischen Zweitligisten CD Leganes an Land gezogen worden war, war Werner nach Spielschluss anzumerken: „Wir haben so viele Jungs, die den Unterschied machen können. Yan gehört sicherlich dazu. Er ist einfach extrem spektakulär, extrem klar und im Grunde genommen nicht zu halten.“

Zwölf Treffer und sieben Vorlagen in seinen ersten 29 Bundesliga-Spielen passen perfekt ins Bild. Zumal Diomande laut Werner noch mehr mitbringt: „Das Besondere ist auch, dass er eigentlich ohne große Finten auskommt, sondern einfach nur über dieses Timing, die Ballführung und über die Geschwindigkeit kommt. Er hat mit 19 Jahren ein gutes Fußballverständnis und weiß, wo Räume aufgehen.“ Seine Prophezeiung deshalb: „Das kann noch weit gehen für ihn, wenn er genauso weiter arbeitet wie bisher und sich keinen großen Kopf macht. Er will einfach Fußball spielen und jeden Tag besser werden. Wenn das so bleibt, stehen ihm alle Türen offen.“

Kein freier Tag von Werner

Erst recht, wenn er weiterhin auch pünktlich kommt. Zwischenzeitlich war schließlich durch Werner selbst herausgekommen, dass es der ivorische Nationalspieler in seiner Anfangszeit in Sachsen nicht so sehr mit der Pünktlichkeit gehabt hatte. Dazu offenbarte der Profi selbst am Samstag nach dem 3:1 in Frankfurt: „In Spanien war das anders.“ Dort habe man es nie so genau genommen mit der Pünktlichkeit, „diese andere Kultur“ musste er in Deutschland erst lernen – und habe sich inzwischen auch den Zusatz „der Deutsche“ verdient.

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Was sich Diomande und seine RB-Kollegen trotz des wichtigen Bundesliga-Dreiers – dem ersten auswärts bei der Eintracht im zehnten Versuch – derweil nicht verdient hatten: einen freien Tag in der kommenden Woche. Nach seiner Lobrede ans Team habe offenbar der eine oder andere ein Bonbon in Form eines trainingsfreien Tages verstanden. „Ich glaube, der eine oder andere Spieler hat das falsch gedeutet“, sagte Werner dazu. „Wir spielen ja schon am Freitag (gegen Union; Anm. d. Red.) wieder, von daher haben wir gar keine Möglichkeit dazu, freizugeben.“

Auch wenn er seinem Team eventuell gern ein solches Bonbon nach dieser Vorstellung gegeben hätte: „Wenn meine Mannschaft so eine zweite Halbzeit spielt, die Jungs von der Bank einen guten Job machen und auf dem Feld Spieler mit wenig Rhythmus stehen, da kann ich nur meinen Hut davor ziehen. Welche Energie die Mannschaft heute auf den Platz gebracht hat, ist herausragend.“

Was, wenn Diomande direkt wieder geht? Die Antwort ist die RB-DNA

Zur Wahrheit gehöre aber auch, dass es an den finalen vier Spieltagen noch darum geht, die Königsklasse bei aktuell sehr guter Ausgangslage klarzumachen: „Wir sind in Sachen Champions League voll dabei in diesem Rennen – und positiv ist, dass wir schon einmal zurück in Europa sind zu diesem frühen Zeitpunkt (Europa-Ticket durch den Dreier bei der Eintracht rechnerisch sicher; Anm. d. Red.). Das ist auch nicht selbstverständlich. Alles Weitere kommt in den nächsten Wochen hoffentlich.“

„Am Ende wird immer die Frage sein, wenn ein Spieler geht: Wie kannst du ihn ersetzen?“ (RB-Trainer Ole Werner)

Ob dann final mit einem CL-Ticket in den Händen wieder am Kader geschraubt und eventuell der schon jetzt für Begehren sorgende Diomande ersetzt werden muss, stehe laut Werner auf einer anderen Karte: „Noch ist das nicht das Thema, das jetzt gerade wahnsinnig viel Zeit einnimmt. Allgemein ist das ein Thema, das jeden Verein betrifft – vielleicht kannst du in Deutschland Bayern München rausnehmen. Aber alle anderen Vereine müssen immer wieder auch Transfers machen. Ein Stück weit unserer DNA ist es auch, junge Spieler zu entwickeln und sie vielleicht bereitzumachen für noch größere Vereine. Das ist als Trainer Normalität, dass du nicht immer jede Mannschaft zusammenhalten wirst.“

Das kümmere ihn aber eben momentan nicht groß: „Am Ende wird immer die Frage sein, wenn ein Spieler geht: Wie kannst du ihn ersetzen? Das ist uns in dieser Saison ja auch gut gelungen. Über die Spieler, die gegangen sind (etwa Xavi oder Lois Openda; Anm. d. Red.), wird heute nicht mehr viel geredet. Da haben wir mit dem Scouting gute Arbeit geleistet. Wir sind jetzt erst mal ganz froh, wo wir stehen, und wollen den Schritt machen, dass wir nächste Saison wieder Champions League spielen.“

 Großen Anteil am verdienten 3:1-Sieg in Frankfurt, der zugleich eine lange Bundesliga-Negativserie beendete, hatte am Samstagabend Yan Diomande. Mit 19 Jahren macht der Dribbelkünstler einfach nur eines – mächtig Spaß. Auch seinem Trainer. 

 

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