Wer an Trainer-Urgesteine in der Bundesliga denkt, der kommt nicht an Frank Schmidt vorbei. Seit nunmehr fast 20 Jahren wirkt der Coach in Heidenheim. Jetzt kündigte er aber seinen Abschied an.
2027 soll Schluss sein
Im September 2007 übernahm Frank Schmidt den 1. FC Heidenheim, zunächst interimsweise, kurz darauf wurde er fest verpflichtet. Unter Schmidt erlebten die Schwaben ihre fußballerisch erfolgreichsten Zeiten: Er führte den Klub aus der Fünftklassigkeit in die Bundesliga – und sogar in den Europapokal. 2024/25 erreichte man die Play-offs der Conference League und schied dort gegen Kopenhagen aus.
Seit dem 17. September 2023 ist Schmidt der dienstälteste Trainer der Bundesliga, damals löste er die Freiburger Trainerlegende Volker Finke ab. Seitdem kamen noch einige Jahre und zahlreiche Spiele hinzu, mittlerweile ist Schmidt 19 Jahre im Amt – und sprach nun erstmals von seinem Abschied.
„Mutmaßlich mein letztes Jahr als Trainer in Heidenheim“
„Ich werde bald in meiner 20. Saison am Stück beim FCH sein, was mein mutmaßlich letztes Jahr als Trainer in Heidenheim ist“, sagte der 52-Jährige dem Hamburger Abendblatt vor dem Kellerduell mit dem FC St. Pauli am Samstag (LIVE! ab 15.30 Uhr bei kicker). Schmidts Vertrag läuft bis Sommer 2027, dann wären es genau 20 Jahre, die er beim FCH gewirkt hätte.
Ob es tatsächlich so kommen wird oder ob sich Schmidt eventuell doch noch umstimmen lässt, bleibt freilich noch abzuwarten, dafür wird schlicht noch viel Wasser die Brenz hinunterfließen. Die Wahrscheinlichkeit aber steigt. „In der Vergangenheit habe ich meinen Vertrag immer frühzeitig langfristig verlängert. So habe ich mich jetzt aber nicht gefühlt“, verrät Schmidt und meinte: „Es wäre nicht fair von mir gewesen, das Angebot anzunehmen und mir persönlich Sicherheit zu verschaffen.“
Sportlich könnte am Samstag indes der Abstieg in die 2. Liga besiegelt werden, das wäre im Falle einer Niederlage gegen St. Pauli der Fall. Es wäre das i-Tüpfelchen auf eine sportlich extrem enttäuschende Saison. Ein vorzeitiger Abschied des Trainers kommt aber deshalb nicht infrage – weder für den 52-Jährigen, noch für den Klub.
„Natürlich habe ich auch mal darüber nachgedacht, aufzuhören. Wenn die sportlichen Ergebnisse fehlen, wäre es komisch, sich nicht selbst zu hinterfragen“, gestand Schmidt: „Wenn die Unterstützung aber vorhanden ist, bin ich keiner, der wegläuft. Weder im Erfolgsfall – was ich hätte tun können, um den nächsten Schritt zu gehen – noch in der aktuellen Situation. Ich habe den Antrieb, kommende Saison in meinem 20. und letzten Vertragsjahr etwas Gutes zu schaffen – was auch immer das dann sein mag.“
Wer an Trainer-Urgesteine in der Bundesliga denkt, der kommt nicht an Frank Schmidt vorbei. Seit nunmehr fast 20 Jahren wirkt der Coach in Heidenheim. Jetzt kündigte er aber seinen Abschied an.
