Der 1. FC Heidenheim könnte am Samstag als erster Absteiger feststehen – eine Niederlage gegen den FC St. Pauli vorausgesetzt. Cheftrainer Frank Schmidt sieht sein Team in der Pflicht, auch aus Schuldigkeit der Konkurrenz gegenüber.
FCH plant weitere DKMS-Aktion
An diesem Samstag (15.30 Uhr) empfängt der 1. FC Heidenheim den FC St. Pauli in der Voith-Arena. Die Optimisten unter den FCH-Fans werden sagen, dass sich hier noch einmal die womöglich letzte Chance bietet, am Ende der Saison doch noch auf den Relegationsplatz zu springen, die Pessimisten werden dieser Partie unter Umständen nicht mehr die größte Bedeutung beimessen, schließlich wäre der FCH bei einer Niederlage abgestiegen. Sieben Punkte beträgt der Rückstand der Heidenheimer auf die Hamburger.
Der FCH möchte an die Leistung vom Union-Spiel anknüpfen, als vor zwei Wochen der vierte Saisonsieg geglückt ist. Sollte das glücken, wäre der FCH bis auf vier Punkte ran am Relegationsplatz, bei danach noch drei ausstehenden Partien. Das Hinspiel verlor der FCH trotz langer Zeit in Überzahl. Schmidt erinnert sich danach nicht sehr gerne. „Das war ein Zeitpunkt in der Saison, der die Richtung gedreht hat, uns in eine schwierige Phase gebracht hat. Das ist auch heute noch, vier Tage vor Saisonende, in der Tabelle abzulesen.“ Klar ist aber auch: Verliert der FCH daheim, dann ist er abgestiegen.
Weiterhin ausfallen wird Mikkel Kaufmann, Mathias Honsak und Eren Dinkci sind angeschlagen und folglich fraglich gegen einen Gegner, der sich mit dem Toreschießen schwertut, wie FCH-Trainer Frank Schmidt – der am Freitag seinen Abschied als Trainer Sommer 2027 angekündigte – konstatiert hat, „Pauli hat aber auch deutlich weniger Gegentore weniger als wir bekommen“. Damit habe man dann in der Endabrechnung ein paar mehr Zähler gesammelt.
Mit Spaß gegen den Abstieg kämpfen
Verkrampft sei noch niemand in der Mannschaft, was vielleicht auch daran liegt, dass man schon seit Monaten in derselben Situation steckt. Dennoch dürfe man auch in Heidenheim durchaus Spaß haben im Training, sagt Schmidt. Man werde klar auf Sieg spielen, sagt Schmidt wenig verwunderlich.
Im Stadion wird es wieder eine große Typisierungsaktion geben, für die Schmidt noch einmal Werbung machte. „Da kann man mit wenig Begleiterscheinungen Leben retten“. Bekanntlich hat die Lebensgefährtin von Eren Dinkci eine Krebsdiagnose bekommen. Bereits beim SC Freiburg in der vergangenen Woche hat eine große DKMS-Aktion stattgefunden.
Weiterhin verlange er vollen Einsatz von seinen Spielern und selbst, wenn der Abstieg irgendwann besiegelt sein sollte, verlange er das weiterhin: „Das sind wir ja auch den anderen Vereinen schuldig“, sagt Schmidt. Abstieg oder letzte Chance? Das Spiel in Heidenheim birgt so oder so eine gewisse Spannung. Die Begrifflichkeit „Endspiel“ aber gefällt Schmidt nach wie vor nicht.
Der 1. FC Heidenheim könnte am Samstag als erster Absteiger feststehen – eine Niederlage gegen den FC St. Pauli vorausgesetzt. Cheftrainer Frank Schmidt sieht sein Team in der Pflicht, auch aus Schuldigkeit der Konkurrenz gegenüber.
