Schiedsrichter Burda und Hempel vor Aufstieg in die Bundesliga 

Der Kader der Bundesliga-Schiedsrichter verliert durch ein Quartett um Deniz Aytekin viel Qualität und Erfahrung, soll aber künftig kleiner bleiben. Ein Aufsteiger durfte schon zweimal oben pfeifen, der andere wurde jüngst von Aytekin gelobt.

Kader der Referees soll kleiner werden

Deniz Aytekin in München, Tobias Welz in Frankfurt, Frank Willenborg in Mönchengladbach und Patrick Ittrich in Berlin – am 34. Bundesligaspieltag der Saison 2025/26 gaben gleich vier erfahrene Schiedsrichter ihre Abschiedsvorstellung. In Summe sind das 618 geleitete Partien im deutschen Oberhaus. Die geballte Erfahrung des Quartetts, aus dem Aytekin mit 255 Einsätzen und als auf breiter Basis anerkannte Spitzenkraft heraussticht, wird im Kader der Bundesliga-Referees eine große Lücke reißen.

„Natürlich ist das ein Verlust“, sagt Schiedsrichter-Chef Knut Kircher auf kicker-Nachfrage über diese „vier gestandenen, erfahrenen und beliebten Schiedsrichter“, und berichtet von „guten Gesprächen, um ihr Wissen und ihre Fähigkeiten gewinnbringend für die Zukunft einzubauen“. Viel wichtiger aber wird sein, ob die Qualitätslücke auf dem Platz auch kurzfristig geschlossen werden kann.

Kircher sagt, ohne die Namen möglicher Aufsteiger zu kommentieren oder zu nennen, „voller Optimismus“: „Angesichts der vielen Talente in der 2. Bundesliga und der 3. Liga muss uns um die Zukunft nicht bange sein. Wir sind für die kommende Saison bestens gerüstet!“ Was zu beweisen wäre. Die drei Aufsteiger aus der jüngsten Vergangenheit brauchen nämlich ganz offenbar noch Zeit, um das erforderliche Niveau konstant leisten zu können.

Burda klopfte bereits im Sommer 2025 an

Robin Braun, der im Sommer 2025 befördert wurde, rangiert in dieser Saison mit einem kicker-Notenschnitt von 3,72 in neun Erstliga-Einsätzen am Ende des Rankings der 24 Erstliga-Schiedsrichter. Einen Platz davor befindet sich Timo Gerach (3,56/9 Einsätze), der 2023 in den Erstliga-Kader aufgestiegen ist, und Rang 21 belegt Florian Exner (3,38/13), der 2024 hochgezogen wurde.

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Nach kicker-Informationen stehen die Zweitliga-Schiedsrichter Max Burda und Richard Hempel nun vor dem Aufstieg ins Erstliga-Aufgebot der DFB Schiri GmbH. Burda steht mit einer Durchschnittsnote von 3,29 in 14 Zweitligaeinsätzen der abgelaufenen Spielzeit in der zweiten Hälfte des großen Schiri-Rankings der 2. Liga, weil dort auch regelmäßig Erstliga-Referees zum Einsatz kommen. In der Saison 2024/25 durfte Burda allerdings bereits zwei Testeinsätze in der Bundesliga absolvieren, leitete Bochum gegen Wolfsburg (Note 3,5) und Freiburg gegen Bremen (2,5) ohne größere Probleme.

Schon im Sommer 2025 klopfte Burda daher bereits an in der Bundesliga, letztlich wurde aber nur Braun befördert und nahm den Platz des zweimaligen Weltschiedsrichter Felix Brych ein. „Wir standen vor der Frage: Lassen wir gar keinen aufsteigen, einen oder zwei? Mit 23 statt 24 Schiedsrichtern wären wir vielleicht ein bisschen unflexibler gewesen, wenn es wieder so viele Verletzte gäbe wie teilweise in der abgelaufenen Saison, wobei wir da am Anfang auch mit 21 Schiris gezeigt haben, dass wir es stemmen können“, erklärte Kircher dazu im Juni 2025 im kicker-Interview: „Am Ende waren wir von Robin Braun sehr überzeugt und von Max Burda nicht ganz so überzeugt, um eine Aufstockung des Kaders auf 25 zu rechtfertigen, was für alle weniger Einsätze bedeutet hätte. Wir sind uns aber sicher, dass uns Max Burda mit seinen Qualitäten als Typ und Schiedsrichter zu einem anderen Zeitpunkt guttun könnte.“

Hempel wurde jüngst von Aytekin gelobt

Jetzt wird es für Burda so weit sein und auch für Hempel, mit einem Notenschnitt von 2,9 in zehn Zeitligaeinsätzen 2025/26 vom kicker besser bewertet wurde. Und den Deniz Aytekin jüngst in seinem großen kicker-Abschiedsinterview ungefragt lobte: „Wie schon erwähnt, viele Kollegen sind viel weiter als ich in ihrem Alter, siehe Felix Bickel oder Richard Hempel in der 2. Bundesliga, diese beiden sind aber wirklich nur zwei Beispiele.“

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Der von Aytekin auch erwähnte Bickel gilt als aufstrebendes Talent, hat aber gerade erst seine erste Zweitliga-Saison hinter sich, in der er sich in seinen zwölf Einsätzen aber eine gute Durchschnittsnote von 2,79 erarbeitete und Eindruck hinterließ. Der 30 Jahre alte Bickel wird wohl noch etwas warten müssen auf den Bundesliga-Aufstieg. Nach kicker-Informationen wollen Kircher und Co. den Kader künftig kleiner halten und bei 22 Referees belassen, inklusive Burda und Hempel.

Die Verkleinerung hat sicher auch damit zu tun, dass insbesondere Aytekin, Welz und Ittrich bei aller Erfahrung und Qualität zuletzt häufiger mit Verletzungen zu kämpfen hatten. Der DFB will seine personellen Veränderungen offiziell am 29. Mai bekannt geben.

 Der Kader der Bundesliga-Schiedsrichter verliert durch ein Quartett um Deniz Aytekin viel Qualität und Erfahrung, soll aber künftig kleiner bleiben. Ein Aufsteiger durfte schon zweimal oben pfeifen, der andere wurde jüngst von Aytekin gelobt. 

 

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