Bayer-Restart nötig: Was Rolfes verändern will 

Die Partie gegen den HSV bekräftigt die Bosse noch mal in ihrer Erkenntnis, dass es so bei Bayer 04 nicht weitergehen kann. Geschäftsführer Simon Rolfes zeigt sich selbstkritisch – und plant Veränderungen in mehreren Bereichen.

Hjulmand-Aus steht bevor

Es war ein Spiel als Abziehbild einer Saison. In dem Bayer 04 zeigte, dass diese Mannschaft viel besser besetzt ist als viele andere in dieser Liga, dass sie sich reihenweise Torchancen erspielen kann – aber auch, dass sie gegen jeden noch so deutlich unterlegenen Gegner wie den Aufsteiger aus Hamburg die Fähigkeit besitzt, klar dominierte Spiele in unschöner Regelmäßigkeit nicht zu gewinnen. Mit dem 1:1 gegen den HSV hat das Team von Kasper Hjulmand in dieser Saison insgesamt 21 (!) Punkte gegen Mannschaften von Platz 9 an abwärts verspielt.

Rolfes vermisst den „grundsätzlichen Widerstand“

Dass Bayer 04 selbst in der Schlussphase, als Hoffenheim in Gladbach bereits aussichtslos zurücklag und Frankfurt den Anschlusstreffer gegen Stuttgart erzielt hatte, nicht bedingungslos auf den Siegtreffer spielte, war irritierend. Auch für Simon Rolfes. „Die Energie war nicht mehr voll auf Attacke und Angriff. Natürlich ist das zu wenig. Du musst alles versuchen, dieses Spiel noch zu drehen. Wer weiß, was dann passiert“, sagte der Leverkusener Geschäftsführer, der den „grundsätzlichen Widerstand“ beim Gros seiner Profis vermisst.

„Ja, es gibt Momente, in denen es dir schwerer fällt oder es nicht alles so gut läuft. Das ist alles geschenkt. Aber wir müssen eine andere Energie zeigen und eine andere Power“, monierte der 44-Jährige, „die hat mir in den letzten 15 Minuten gefehlt.“ Und eben über die ganze Saison in viel zu vielen Spielen.

„Da muss man ein anderes Commitment zur Gruppe entwickeln.“ (Simon Rolfes)

So bemängelt Rolfes, „dass wir es teilweise zu einfach abgegeben haben, dass wir als Team wachsen müssen oder uns verbessern müssen, auch jeder Einzelne im Verhalten. Das wird die Aufgabe fürs nächste Jahr sein.“ Seine Erwartungen sind eindeutig formuliert: „Wir müssen die Vorbereitung nutzen, dass wir eine andere Power, eine andere Stärke als Team entwickeln. Und da ist jeder Einzelne gefordert.“

Damit Bayer wieder mehr Widerstandskraft zeigt. Die Resilienz aus der Double-Saison 2023/24 ist völlig abhandengekommen. Doch dafür fehlt momentan der Zusammenhalt. Oder wie es Rolfes sagt: „Da muss man ein anderes Commitment zur Gruppe entwickeln. Das sind Verbindungen, die sich natürlich über Zeit auch ein bisschen entwickeln. Aber das ist mir ganz wichtig, auch im Hinblick auf Vorbereitung im Sommer, dass wir da eine andere Power auf den Platz legen.“

Dem 44-Jährigen ist bewusst, dass er an der Entwicklung seinen Anteil besitzt. „Es ist immer wichtig, dass du selbstkritisch genug bist“, sagt Rolfes, „auch ein paar Dinge zu korrigieren, andere Reize im Kader zu setzen, um dann eine schlagkräftige Truppe zu haben.“ Der Kader brauche „vorangehende Typen. Das heißt ja gar nicht vom Alter her, sondern ehrgeizige Typen, die alles raushauen, nicht aufgeben oder sich zurücknehmen, die dagegenhalten und nach vorne pushen.“

Rolfes hinterfragt dabei auch sein Schaffen im vergangenen Sommer. Es stelle sich die Frage, „auf welche Punkte müssen wir wieder schärfer achten, die vielleicht in dem großen Umbruch, den es ja gab, auch ein bisschen vernachlässigt wurden.“ Man müsse „da einfach wieder zurückkehren zu Sachen, dass wir eine größere Stringenz in vielen Dingen haben.“

Den einen Schlüssel, um auf den Erfolgsweg zurückzukehren, sieht Rolfes nicht. Vielmehr spricht er davon, an mehreren Stellschrauben drehen zu müssen. „Es ist meist nicht eine Sache, die alles löst, sondern es ist ja häufig die Summe von vielen Kleinigkeiten. Das ist eine große Gruppe von Spielern, das ist ein großer Staff drumherum. Wir haben schon ein Gefühl dafür, welche kleinen Sachen wir verbessern können, um eine viel größere Wirkung zu erzielen.“

Kleine, aber auch große Sachen: Mehr Führungskräfte. Stärkeres Commitment mit der Gruppe. Neue Spieler. Neuer Trainer. Dass es Letzteren zur neuen Saison geben wird, ist für die beiden Geschäftsführer, Fernando Carro und Rolfes, ausgemachte Sache.

Im Laufe der nächsten Woche wird Hjulmands Aus besiegelt

Nach der Ansprache der beiden Bosse in der Kabine nach dem 1:1 gegen den HSV erklärte Rolfes auf die Frage, ob er der Mannschaft habe sagen können, dass Kasper Hjulmand Trainer von Bayer 04 bleibe: „Ich muss ihnen (den Spielern, Anm. d. Red.) erst mal nichts mitteilen, wenn wir keine andere Entscheidung treffen.“ Erst mal … Im Laufe der bevorstehenden Woche wird das Aus des Dänen trotz bis 2027 laufenden Vertrages besiegelt werden.

 Die Partie gegen den HSV bekräftigt die Bosse noch mal in ihrer Erkenntnis, dass es so bei Bayer 04 nicht weitergehen kann. Geschäftsführer Simon Rolfes zeigt sich selbstkritisch – und plant Veränderungen in mehreren Bereichen. 

 

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