Die Saison bei Eintracht Frankfurt durfte Coach Albert Riera noch zu Ende bringen, nun muss der Spanier schon wieder gehen. Das steht seit Sonntagabend fest – und kommt alles andere als überraschend.
Schon nach wenigen Monaten
Die Amtszeit von Albert Riera bei Eintracht Frankfurt ist seit spätem Sonntagabend vorbei. Das teilte die SGE offiziell mit. Auch die Co-Trainer Pablo Remon Arteta und Lorenzo Dolcetti müssen gehen.
„Nach intensiven Gesprächen sind wir gemeinsam zu der Entscheidung gekommen, die Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung zu beenden“, wurde Sportvorstand Markus Krösche diesbzeüglich in der Vereinsmitteilung zitiert. „Albert Riera hat die Mannschaft in einer schwierigen Phase übernommen und sich mit großem Fleiß und hohem Engagement in den Dienst von Eintracht Frankfurt gestellt.“ Krösche bedankte sich für „wertvolle Impulse“ und setzte nach: „Gleichzeitig sind wir nach einer offenen und ehrlichen Analyse der sportlichen Entwicklung zu dem Schluss gekommen, dass wir zur kommenden Saison einen anderen Weg einschlagen möchten.“
Sportliche Enttäuschungen und zweifelhafte PK
Der Spanier war erst im Februar zur Eintracht gekommen und hatte diese nicht nur spielerisch verbessern, sondern auch nach Europa führen sollen. Sportlich tat sich die SGE aber schwer, fast schon besorgniserregend war der Auftritt beim 1:2 gegen den HSV, als die Adlerträger äußerst bieder aufgetreten waren und spielerisch auf ganzer Linie enttäuscht hatten. Nach dem 2:3 in Dortmund im vorletzten Saisonspiel war die Teilnahme am Europapokal 2026/27 schon unsicherer denn je.
Am finalen Spieltag wurde der 7. Platz durch das 2:2 nach 0:2 gegen den VfB Stuttgart endgültig verpasst.
Riera hatte Anfang Mai obendrein mit seinem zweifelhaften Auftritt auf der Pressekonferenz einen unnötigen Nebenschauplatz eröffnet und sich dadurch auf einer weiteren Ebene angreifbar gemacht. Nach 14 Bundesliga-Spielen mit vier Siegen sowie je fünf Unentschieden und Niederlagen ist für den temperamentvollen Riera in der Bankenmetropole nun also schon wieder Schluss.
„Ich übernehme als Trainer die Verantwortung für die sportlichen Ergebnisse, und mein einziger Fokus lag in dieser Zeit darauf, die Mannschaft zu verbessern und erfolgreich zu machen“, ließ sich Riera von der SGE zitieren. „Ich hatte das Gefühl, den Klub und die Spieler schützen zu müssen, und ich würde jederzeit wieder genauso handeln. Denn ich war überzeugt, dass dies notwendig war, um den Fokus ganz auf den sportlichen Erfolg zu richten. Persönliche Interessen spielten für mich dabei keine Rolle.“
Die Saison bei Eintracht Frankfurt durfte Coach Albert Riera noch zu Ende bringen, nun muss der Spanier schon wieder gehen. Das steht seit Sonntagabend fest – und kommt alles andere als überraschend.
