Wie schon beim ersten Test gegen den FC Rottach-Egern läuft Bara Sapoko Ndiaye auch in Jeju für den FC Bayern auf. Dabei steht der Senegalese gar nicht mehr bei den Münchnern unter Vertrag.
„Konstrukt ist nicht so einfach“
Als der FC Bayern um 11.50 Uhr (MESZ) die Aufstellung für das Testspiel beim Jeju SK veröffentlichte, dürften sich einige Fans des Rekordmeisters gewundert haben. Vincent Kompany beorderte mit Bara Sapoko Ndiaye einen Spieler in die Startelf, der nach seiner am 30. Juni abgelaufenen Leihe eigentlich nicht mehr bei den Münchnern unter Vertrag steht.
Zwar ist der Doublesieger gewillt, das Talent fest zu verpflichten, der Prozess dauert aber an. „Wir haben Noel Aseko verkauft, dadurch einen Kaderplatz frei, den soll Bara bekommen. Dieses Konstrukt mit den Gambinos Stars ist nicht ganz so einfach. Es muss noch alles vertraglich abgesichert werden. Wenn das geschehen ist, können wir es offiziell machen“, verriet Sportvorstand Max Eberl bereits vor fünf Tagen. Nach kicker-Informationen zahlt der FCB deutlich unter fünf Millionen Euro für den 18-Jährigen.
Trotz der noch ausstehenden finalen Verkündung flog Ndiaye mit zur Asientour nach Südkorea. Dafür nutzte der Bundesligist eine Ausnahmeregelung. „Er ist hier und hat die Erlaubnis, die Asientour mitzumachen“, so Eberl.
Ndiaye soll von Kimmich, Pavlovic und Bischof lernen
Ndiaye soll beim FC Bayern auf der Sechs Leon Goretzka ersetzen, der nach seinem Vertragsende den Verein verlassen hat. Dabei soll der Youngster von dem etablierten Trio Joshua Kimmich, Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof lernen. Das Vertrauen für diese Rolle verdiente sich der zentrale Mittelfeldspieler während der halbjährigen Leihe in der vergangenen Rückrunde. Trotz einer Kapselverletzung, die ihn zwischenzeitlich zum Zuschauen zwang, stand er in vier Spielen auf dem Platz, zweimal sogar von Beginn an – dabei profitierte er natürlich auch von Kompanys Rotationen.
Durch seine Leistungen eroberte sich Ndiaye sogar noch einen Platz im senegalesischen WM-Kader. Beim Großereignis wechselte der damalige Trainer Pape Thiaw ihn beim 2:3 im Sechzehntelfinale gegen Belgien in der Verlängerung ein.
Wie schon beim ersten Test gegen den FC Rottach-Egern läuft Bara Sapoko Ndiaye auch in Jeju für den FC Bayern auf. Dabei steht der Senegalese gar nicht mehr bei den Münchnern unter Vertrag.
