HSV: Polzins Wunsch, Costas Kandidaten 

Am Dienstag hatte Merlin Polzin angekündigt, dass der HSV „auf jeden Fall noch etwas machen werde“. Der Trainer benötigt Verstärkung in der Innenverteidigung, auf der rechten Außenbahn und im Angriff. Zumindest während des Trainingslagers wird kein Neuling mehr hinzustoßen.

Sportdirektor rechnet nicht mit schnellen Lösungen

Aus Hamburgs Trainingslager in Herzogenaurach berichtet Sebastian Wolff

Wegen der Hitze hatte Merlin Polzin die morgendliche Einheit wie schon am Dienstag auf 10 Uhr vorverlegt, und wie am Vortag stand intensives Umschaltverhalten auf dem Plan des Coaches. Eine weitere Parallele: Claus Costa verfolgte die schweißtreibende Einheit abermals zumeist mit dem Handy am Ohr. Der Sportdirektor ist noch lange nicht fertig mit seiner Kaderplanung, zumindest kurzfristig aber erwartet er keinen Zuwachs während der Trainingslagertage im Home Ground in Herzogenaurach.

Bornauw und Moffi eint, dass beide in einer Delle sind

Während des letzten Trainingslagers im österreichischen Längenfeld hatte der HSV gleich zwei Mal Zimmer nachbuchen müssen. Zunächst war Angreifer Patson Daka, später auch noch Bilal Nadir nachgereist. Ein Szenario, das sich in diesen Tagen in Franken nicht wiederholen wird, obwohl Polzin abermals wiederholt hatte: „Ich werde natürlich weiter Druck machen. Es hilft uns, so früh wie möglich, die Mannschaft zusammen zu haben, um die Verbindungen aufzubauen.“ Der 35-Jährige hat aber auch abermals betont: „Es geht nicht um die schnellsten, sondern um die besten Lösungen.“

Am Mittwoch hatte das Hamburger Abendblatt zwei Kandidaten genannt: Innenverteidiger Sebastiaan Bornauw und Angreifer Terem Moffi. Costa bestätigt auf Nachfrage: „Uns sind beide Spieler bekannt, sie gehören zu einer Liste von Spielern, mit denen wir uns beschäftigen.“ Er sagt aber auch, dass sie nicht die Einzigen seien für die jeweiligen Positionen, und: „Es ist nicht so, dass ein Abschluss unmittelbar bevorsteht.“

Moffi passt zumindest ins Profil des „Zielspielers“, das Polzin am Dienstag umrissen hatte. Der 27-jährige Nigerianer war OGC Nizza 2023 noch 22 Millionen Euro wert, nach Verletzungsproblemen aber geriet die Karriere des dynamischen Angreifers ins Stocken, zuletzt war er an den FC Porto verliehen, kam in der Rückrunde aber lediglich auf neun Jokereinsätze und erzielte einen Treffer.

Eine Delle hat auch die Laufbahn des Belgiers Bornauw. Der 28-jährige Innenverteidiger erlebte 2019 nach seinem Wechsel zum 1. FC Köln einen steilen Aufstieg, wechselte nach zwei Jahren zum VfL Wolfsburg und ist aktuell bei Leeds United unter Vertrag, trotz eines Arbeitspapieres bis 2029 aber ohne echte Perspektive. Jetzt gehört er zu jenen Kandidaten, die der HSV sichtet, um den Abgang von Luka Vuskovic zu kompensieren.

 Am Dienstag hatte Merlin Polzin angekündigt, dass der HSV „auf jeden Fall noch etwas machen werde“. Der Trainer benötigt Verstärkung in der Innenverteidigung, auf der rechten Außenbahn und im Angriff. Zumindest während des Trainingslagers wird kein Neuling mehr hinzustoßen. 

 

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