Hat der FC Bayern bald den amtierenden Ballon-d’Or-Gewinner in seinen Reihen? Für Uli Hoeneß kann es nur einen Sieger geben – und das ist ganz sicher nicht Lionel Messi.
Plädoyer für Kane
Lamine Yamal hat sich in eigener Sache schon offensiv positioniert, Kylian Mbappé ebenfalls. Nur Harry Kane, ohnehin kein Mann großer oder gar selbstverliebter Worte, schweigt lieber zur Frage, wer den Ballon d’Or 2026 verdient hat. Beim FC Bayern jedoch zweifelt niemand am rechtmäßigen Sieger in diesem Jahr.
„Er hätte es extrem verdient“, unterstrich nun auch Uli Hoeneß in der AZ mit Blick auf Kane. „Und ich hoffe auch, dass er ihn kriegt.“ Bayerns Ehrenpräsident bescheinigt dem Gewinner des Golden Shoe und der kicker-Torjägerkanone anders als dessen Konkurrenten eine „überragende Saison über alle Wettbewerbe“ und fragt rhetorisch: „Wenn er es dieses Jahr nicht verdient, wann dann?“
Mbappé „nicht mal spanischer Meister geworden“
Zu Kanes größten Rivalen zählen in diesem Jahr Lamine Yamal (FC Barcelona), Mbappé (Real Madrid) und auch Ballon-d’Or-Rekordsieger Lionel Messi (Inter Miami). Hoeneß‘ klare Meinung: „Messi den Ballon d’Or zum fünften Mal zu geben“ – in Wahrheit gewann der Argentinier bereits achtmal – „halte ich für Schwachsinn“.
Mbappé wurde mit 15 Treffern knapp vor Kane (14) Champions-League-Torschützenkönig und war auch bei der WM 2026 mit zehn Toren bester Knipser (Messi/8, Kane/6). Doch der Franzose sei mit Real „nicht mal spanischer Meister geworden“, gibt Hoeneß zu bedenken. „Die haben gar keinen Titel gewonnen – und wir zwei.“
Bei den Buchmachern hat Kane aktuell die beste Quote, aber das muss nichts heißen, wenn am 26. Oktober in London das Votum von 100 Journalisten enthüllt und der Sieger gekürt wird. Im vergangenen Jahr triumphierte Ousmane Dembelé, der mit Paris Saint-Germain auch in der abgelaufenen Saison wieder Champions-League-Sieger wurde.
Kane kann unter anderem wettbewerbsübergreifend 73 Pflichtspieltore vorweisen, dazu das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal. In der Königsklasse und bei der WM schaffte er es mit Bayern respektive England jeweils ins Halbfinale.
Hat der FC Bayern bald den amtierenden Ballon-d’Or-Gewinner in seinen Reihen? Für Uli Hoeneß kann es nur einen Sieger geben – und das ist ganz sicher nicht Lionel Messi.
