Um 17 Uhr spielt der HSV am Samstag gegen den FC Everton erstmals während dieser Vorbereitung im heimischen Volkspark und wird von einem neuen Kapitän aufs Feld geführt: Nicolai Remberg tritt offiziell die Nachfolge von Yussuf Poulsen an.
Ex-Kieler beerbt Poulsen
Merlin Polzin hatte vor einem Jahr Yussuf Poulsen als damaligen Neuling zum Spielführer ernannt, nach verletzungsbedingt nur einem Startelf-Einsatz des Dänen in der abgelaufenen Spielzeit aber schon zu Beginn der Vorbereitung durchblicken lassen, dass er diese Position zumindest überdenkt. Am Samstag vor dem Test gegen Premier-League-Klub FC Everton teilte der Trainer des Hamburger SV seinen Entschluss der Mannschaft mit: Nicolai Remberg beerbt Poulsen.
Capaldo und Sambi Lokonga sind die Stellvertreter
Remberg ist der 33. Kapitän des HSV seit der Bundesliga-Gründung 1963, seine Stellvertreter sind der Vorjahres-Vize Nicolas Capaldo und Albert Sambi Lokonga. Ex-Kapitän Poulsen soll dieses Trio als eine Art Mentor unterstützen – der Ex-Leipziger hatte schon während der Vorbereitung, die er bislang komplett absolviert, durchblicken lassen, dass er auch ohne Binde eine Führungsrolle ausfüllen und annehmen werde.
Für Remberg ist die nun auch offizielle Ernennung zum Anführer der bisherige Höhepunkt einer steilen Entwicklung. 2024 war er mit Holstein Kiel zum Bundesliga-Profi aufgestiegen, wechselte im vergangenen Sommer zum HSV und wuchs an der Elbe mehr und mehr in eine Führungsrolle hinein. Seit Vorbereitungsbeginn ist der 26-Jährige noch sichtbarer als zuvor in jeder Übungseinheit vorneweg gegangen. Die Entscheidung erscheint folgerichtig.
„Es ist etwas ganz Besonderes für mich, neuer Kapitän des HSV zu sein“, sagt der frühere Münsteraner. „In meiner Karriere ging es nie steil, aber stetig bergauf, weil ich immer an mir gearbeitet habe – und das werde ich auch als Kapitän weiter vorleben. Ich will als Typ auf und neben dem Platz vorangehen und von unserem Team immer einfordern, die 100 Prozent zu erreichen.“
Polzin begründet seine Entscheidung ebenfalls mit der Einstellung des zentralen Mittelfeldspielers mit dem Spitznamen, der für dessen Spielstil steht: „Rambo hat einen unfassbar hohen Anspruch an sich selbst und versucht täglich seine Grenzen nach oben zu verschieben. Dieser Leistungsgedanke ist etwas, für das unser HSV stehen soll, damit wir alle gemeinsam den nächsten Schritt gehen.“
Poulsen sieht der Trainer durch diesen Schritt keineswegs geschwächt, hat sich mit dem Dänen darüber ausgetauscht und erläutert dessen weiterhin hohen Stellenwert: „Yussi hilft dem Trio um Rambo, Nico und Sambi sowie dem gesamten Team mit seiner unglaublichen internationalen Erfahrung.“ Künftig nur eben ohne das äußere Zeichen der Binde.
Um 17 Uhr spielt der HSV am Samstag gegen den FC Everton erstmals während dieser Vorbereitung im heimischen Volkspark und wird von einem neuen Kapitän aufs Feld geführt: Nicolai Remberg tritt offiziell die Nachfolge von Yussuf Poulsen an.
