Oben wie unten ist in der Bundesliga unmittelbar vor dem 34. Spieltag noch nichts entschieden. Ein Überblick, welchen Teams welches Szenario hilft – oder droht.
Showdown im Keller
Dass der FC Bayern Deutscher Meister ist, steht schon seit dem 19. April fest. Fast einen Monat später verabschiedet sich die Bundesliga aus der Saison 2025/26, wobei zahlreiche Mannschaften noch keine Planungssicherheit für die kommende Spielzeit haben.
Etwa das Rennen um den vierten Champions-League-Platz kommt mit viel Spannung daher. Während Bayern, Dortmund und Leipzig ihre Teilnahme schon sicher in der Tasche haben, ringen der VfB Stuttgart, Hoffenheim und Leverkusen noch um das letzte Ticket.
Der VfB hat die besten Karten
STUTTGART kommt in die Champions League …
… bei einem Sieg, wenn Hoffenheim nicht mit mindestens fünf Toren Vorsprung mehr als Stuttgart gewinnt und ein besseres Torverhältnis aufweist. Sollten Stuttgart und Hoffenheim die gleiche Tordifferenz aufweisen, käme es auf die mehr geschossenen Tore an. Ist auch die Anzahl der geschossenen Toren gleich, bliebe Stuttgart Vierter, da der VfB im direkten Vergleich mit Hoffenheim die mehr erzielten Auswärtstore aufweist (0:0 H, 3:3 A).
… bei einem Remis, wenn Hoffenheim nicht gewinnt.
… bei einer Niederlage, wenn Leverkusen nicht gewinnt und Hoffenheim verliert. Rein rechnerisch könnte Hoffenheim auch mit einer Niederlage an Stuttgart vorbeiziehen, dafür müssten die Schwaben aber ein richtiges Debakel erleben und im Normalfall mit mindestens sieben Toren Unterschied in Frankfurt verlieren.
HOFFENHEIM kommt in die Champions League …
… bei einem Sieg, wenn Stuttgart nicht gewinnt oder wenn man selbst mit mindestens fünf Toren Vorsprung mehr als Stuttgart gewinnt und das bessere Torverhältnis als Stuttgart aufweist.
… bei einem Remis, wenn Stuttgart verliert.
… bei einer Niederlage ist die Champions League nur rein rechnerisch möglich (siehe oben).
LEVERKUSEN kommt in die Champions League …
… bei einem Sieg, wenn Stuttgart und Hoffenheim verlieren.
Der VfB hat also die besten Karten, auf die zwei „Verlierer“ des Spieltags wartet immerhin der Trostpreis Europa League. Direkt dahinter steht ein weiterer Dreikampf an. Europa-League-Finalist Freiburg, Eintracht Frankfurt und der FC Augsburg streiten sich um die Teilnahme an der Conference League – hier die Szenarien:
Wer erreicht die Conference League?
FREIBURG bleibt auf Platz 7 …
… bei einem Sieg.
… bei einem Remis, wenn Frankfurt und Augsburg nicht gewinnen.
… bei einer Niederlage, wenn Frankfurt verliert und Augsburg ebenfalls verliert oder unentschieden spielt, aber weiterhin das schlechtere Torverhältnis gegenüber Freiburg aufweist. Sollten Freiburg und Augsburg das exakt gleiche Torverhältnis aufweisen, wäre Augsburg Siebter, da der FCA den direkten Vergleich mit Freiburg für sich entschieden hat (3:1 A, 2:2 H).
FRANKFURT landet auf Platz 7 …
… bei einem Sieg, wenn Freiburg nicht gewinnt. Rein rechnerisch könnte Augsburg mit einem sehr hohen Sieg dennoch an Frankfurt vorbeiziehen, diese Möglichkeit ist jedoch nur theoretischer Natur, da Frankfurt das deutlich bessere Torverhältnis (61:66) gegenüber Augsburg (45:57) aufweist.
… bei einem Remis, wenn Freiburg verliert und Augsburg nicht gewinnt.
AUGSBURG landet auf Platz 7…
… bei einem Sieg, wenn Freiburg und Frankfurt nicht gewinnen.
… bei einem Remis, wenn Frankfurt verliert und Freiburg mit mindestens drei Toren Differenz verliert und kein besseres Torverhältnis gegenüber Augsburg aufweist.
In Mainz, Hamburg, Union Berlin, Mönchengladbach, Köln und Bremen geht es bei sechs Teams tabellarisch um nichts mehr. Dahinter bahnt sich ein Abstiegs-Showdown an, wie es ihn schon lange nicht mehr gab. Der VfL Wolfsburg, Heidenheim und der FC St. Pauli gehen punktgleich in den letzten Spieltag – die Wölfe sind zum direkten Duell sogar bei den Kiez-Kickern zu Gast.
Herzschlag-Finale im Tabellenkeller
WOLFSBURG landet auf dem Relegationsplatz …
… bei einem Sieg, wenn Heidenheim nicht mit mindestens drei Toren mehr Vorsprung als Wolfsburg gewinnt und das bessere Torverhältnis als Wolfsburg aufweist. Sollte das Torverhältnis von Wolfsburg und Heidenheim exakt gleich sein, würde Wolfsburg auf dem Relegationsplatz bleiben, da die Wölfe den direkten Vergleich mit Heidenheim für sich entschieden haben (3:1 A, 1:1 H).
… bei einem Remis, wenn Heidenheim nicht gewinnt.
HEIDENHEIM landet auf dem Relegationsplatz …
… bei einem Sieg, wenn
… St. Pauli und Wolfsburg unentschieden spielen.
… oder St. Pauli nicht höher als Heidenheim gewinnt.
… oder Wolfsburg mit mindestens drei Toren weniger Vorsprung gewinnt und das schlechtere Torverhältnis als Heidenheim aufweist.
ST. PAULI landet auf dem Relegationsplatz …
… bei einem Sieg, wenn Heidenheim nicht gewinnt oder St. Paulis Sieg höher als Heidenheims Sieg ausfällt.
Spannung ist garantiert am letzten Bundesliga-Spieltag. Wie gewohnt werden alle Spiele am Samstagnachmittag ab 15.30 Uhr zeitgleich angepfiffen (LIVE! bei kicker).
Oben wie unten ist in der Bundesliga unmittelbar vor dem 34. Spieltag noch nichts entschieden. Ein Überblick, welchen Teams welches Szenario hilft – oder droht.
