Das Verletzungspech bleibt Stuttgarts Zagadou treu 

Nach stabilen Leistungen in der bisherigen Vorbereitung schlägt das Verletzungspech bei Dan-Axel Zagadou erneut zu. Allerdings scheint es diesmal nicht ganz so schlimm zu sein, wie man anfangs befürchten konnte.

Abwehrhühne muss wieder pausieren

Es ist dieser gequälte Blick und dieser Griff ans Knie, der bei allen im Fußball Tätigen eine gewisse Schockstarre einsetzen lässt. Kopfkino mit den schlimmsten Verletzungen, die man sich nur vorstellen kann. Wie bei den Stuttgartern im Testspiel gegen den FC Everton (3:1). Beim Versuch, eine scharfe Hereingabe des Premier-League-Klubs im Strafraum abzublocken, legt Dan-Axel Zagadou eine ungelenke Landung hin und greift sich sofort ans rechte Gelenk.

Die Ungewissheit sorgt für Sorgen

Schlimme Gedanken kommen sofort auf, nachdem der Franzose seit Jahren immer wieder mit schweren Knieverletzungen zu tun hat. Oft so schwer, dass man um die Fortsetzung der Karriere des Zwei-Meter-Hünen bangen muss. Jetzt hat es Zagadou erneut erwischt. Nach rund 25 Minuten passiert die Malaise, nach 32 ist Schluss, der Franzose geht vom Platz, sein Knie wird dick bandagiert. Besonders die Kniekehle, was eine Ferndiagnose für die 43.000 Zuschauer im Stadion schwermacht.

Ist es wieder das Knie? Oder vielleicht doch „nur“ der hintere Oberschenkelmuskel? Trainer und Sportvorstand verteilen erst einmal eine Portion Beruhigungsmittel. „Es ist muskulär“, sagt Sebastian Hoeneß, der hofft, „dass es nicht so schlimm ist. Das muss man aber abwarten“. Was den Cheftrainer optimistisch macht: „Er wollte weiterspielen. Es war eher eine Vorsichtsmaßnahme, ihn rauszunehmen. Bei ihm ist Vorsicht geboten.“

Sein Körper ist sein größter Gegenspieler

Fabian Wohlgemuth stößt ins gleiche Horn. „Dass es Daxo erwischt hat, der schon in den vergangenen Jahre mit längeren Leidenszeiten zu kämpfen hatte, tut mir natürlich besonders leid. Aber ich glaube, dass es am Ende nicht allzu schlimm sein wird.“ Am heutigen Sonntag sollen genauere Untersuchungen Aufschluss über die Schwere der Blessur geben. Bisher ohne bekannt zu werden. „Wir rechnen mit einer schnellen Diagnose“, so der Sportvorstand, der vor wenigen Wochen den Vertrag des Innenverteidigers verlängert hat, der zu den herausragenden Abwehrspielern der Liga gehören würde – wenn sein Körper dies nicht verhindern würde.

Der auslaufende Kontrakt Zagadous wurde bis Juni 2027 ausgedehnt. Zu stark leistungsbezogenen Konditionen. Einem niedrigen Grundgehalt und hohen Prämien. Gerade aus Sorge vor solchen Momenten, wie am Samstag.

 Nach stabilen Leistungen in der bisherigen Vorbereitung schlägt das Verletzungspech bei Dan-Axel Zagadou erneut zu. Allerdings scheint es diesmal nicht ganz so schlimm zu sein, wie man anfangs befürchten konnte. 

 

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