„Das Maximale herausholen“: Hoffenheim noch nicht satt nach Sieg-Rekord und Europacup-Ticket 

Mit dem 17. Dreier hat die TSG Hoffenheim ihren bisherigen Bundesliga-Vereinsrekord gebrochen und die allerletzten Zweifel am fünften Europacup-Start beseitigt. Nun soll auch der ganz große Wurf gelingen.

Prömel umgeht sein „Problemspiel“

Hoffenheim hat nach dem 2:1-Erfolg zuletzt gegen Dortmund auch auswärts beim Hamburger SV nachgelegt. Mit dem nächsten 2:1-Sieg fuhren die Kraichgauer nunmehr ihren 17. Dreier in der laufenden Saison ein und stellten damit einen neuen Vereinsrekord auf.

Nun hat die Mannschaft von Erfolgstrainer Christian Ilzer auch noch den Punkterekord im Visier, in der Spielzeit 2016/17 hatte Hoffenheim unter dem heutigen Bundestrainer Julian Nagelsmann 62 Zähler verbucht. Drei Runden vor Schluss ist das bei bislang 57 Punkten durchaus machbar.

Baumann: „Wir wollen das Maximale“

Zumal die Hoffenheimer nun wieder Lunte gerochen haben und die Qualifikation zur Champions League anstreben. Die vierte Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb ist 1899 ohnehin nicht mehr zu nehmen. Jetzt soll zum zweiten Mal die Königsklasse her. „Ja, wird sich zeigen, aber wir wollen das Maximale herausholen“, versicherte Kapitän Oliver Baumann nach seinem 520 Bundesliga-Spiel. „Der Traum ist da.“

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Zumindest schob sich die TSG vor den Sonntagsspielen auf Rang 4 vor und setzte den ärgsten Konkurrenten Stuttgart unter Erfolgsdruck, der VfB ist erst am Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) gegen Bremen gefordert. Und am kommenden Spieltag kommt es in Sinsheim zum vorentscheidenden direkten Duell zwischen Hoffenheim und Stuttgart.

Schicker: „Oft regeln sich die Dinge von alleine“

Das wäre ganz besonders für Grischa Prömel eine hochbrisante Partie geworden, schließlich gilt es längst als offenes Geheimnis, dass der gebürtige Stuttgarter nach dieser Saison ablösefrei von der TSG zum VfB wechseln wird (der kicker berichtete). Doch in Hamburg kassierte Prömel kurz nach seiner Einwechslung seine 5. Gelbe Karte und fehlt damit in diesem richtungsweisenden Derby gesperrt. Immerhin hätte sich Prömel mit einer guten Leistung, womöglich sogar einem Treffer die eigene Champions-League-Perspektive mit Stuttgart verspielen können. „Es war auch eine harte Gelbe Karte muss man sagen, aber oft regeln sich die Dinge von alleine“, ordnete Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker die persönliche Entspannung für Prömel ein.

Direktes Duell mit Stuttgart um Rang vier

„Wir haben uns nicht ablenken lassen vor diesem extrem tollen und lauten Stadion und wir sind auch gleich nach dem Gegentor wieder zurückgekommen“, lobte Baumann die Haltung seiner Mannschaft. „Wir sind einfach zusammengeblieben, haben zusammengehalten und den Kampf angenommen.“ Auch die Situation rund um den Strafstoß für Hamburg ordnete der Nationaltorhüter realistisch ein. Nach einem verunglückten Rückpass von Ozan Kabak war Robert Glatzel alleine auf Baumann zugelaufen und hatte das zum Ball ausgefahrene Bein des Keepers dankend zum Fall angenommen. „Er hätte auch weiterlaufen können“, schilderte Baumann nachvollziehbar seine Sicht. Schiedsrichter Robert Schröder sah das anders, pfiff Strafstoß und zeigte Baumann Gelb, auch der VAR griff nicht mehr regulativ ein.

Aber die TSG fing sich schnell wieder. Noch vor der Pause markierte Tim Lemperle sein 8. Saisontor, und auch seine Serie hielt: Immer wenn Lemperle bislang getroffen hat, hat Hoffenheim gewonnen. Die Kraichgauer können nun erst einmal das sonntägliche Stuttgart-Spiel gegen Werder verfolgen – in der Hoffnung, der Konkurrent möge Federn lassen. Und am kommenden Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) dann steigt das Duell um Rang 4. So oder so würde Hoffenheim mit einem Heimspieg am VfB vorbeiziehen.

 Mit dem 17. Dreier hat die TSG Hoffenheim ihren bisherigen Bundesliga-Vereinsrekord gebrochen und die allerletzten Zweifel am fünften Europacup-Start beseitigt. Nun soll auch der ganz große Wurf gelingen. 

 

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