Der langjährige Trainer und Manager Hans-Dieter Schmidt ist verstorben. Er hinterließ seine Fußspuren beim FC Bayern, aber auch in der großen weiten Welt.
Erfolge auch als Heynckes-Assistent
Das Highlight seiner Trainerkarriere erlebte Hans-Dieter Schmidt, dem eine schwere Verletzung die Zeit als Spieler abkürzte, wahrscheinlich am 3. August 1982 in Meppen. Zum 70. Vereinsjubiläum empfing der SVM durch eine glückliche Fügung den großen FC Barcelona mit seinem schillernden Neuzugang Diego Maradona, der ausgerechnet in einem Freundschaftsspiel im Emsland erstmals für die Katalanen auf dem Platz stand.
Meppen stand kopf und bewunderte den argentinischen Ausnahmefußballer, der offenbar Mensch geblieben war. Zu den schönsten Geschichten dieses besonderen Tages zählt nämlich, wie der damals 21-Jährige, der beim 5:0-Sieg Barcelonas sein Premierentor schoss, nach dem Spiel am Bratwurststand mit SVM-Trainer Schmidt plauderte. Während sich Co-Star Bernd Schuster Augenzeugenberichten zufolge weniger nahbar gab.
Sechs Jahre später sollte sein Weg Schmidt zum großen FC Bayern führen, als Chef jedoch „nur“ zur zweiten Mannschaft. Während er dort allerdings etwa Sven Scheuer, Thomas Kastenmaier oder Eigengewächs Max Eberl trainierte, assistierte Schmidt in Bayerns erster Mannschaft Jupp Heynckes. In zwei Jahren, 1988/89 und 1989/90, stand der Rekordmeister am Ende jeweils ganz oben.
Ein solches Kunststück gelang dem gebürtigen Hannoveraner auch mit 96: Schmidt war dort Manager, als der damalige Zweitligist 1991/92 sensationell den DFB-Pokal gewann. Ab 1994 trainierte Schmidt neben dem 1. FC Magdeburg etliche Klubs im auch weiter entfernten Ausland – im Iran, in Ghana, in Südafrika, in Ägypten, in Kuwait, in Saudi-Arabien.
Nun ist Schmidt, wie unter anderem der FC Bayern vermeldet, im Alter von 78 Jahren „nach langer schwerer Krankheit friedlich verstorben“.
Der langjährige Trainer und Manager Hans-Dieter Schmidt ist verstorben. Er hinterließ seine Fußspuren beim FC Bayern, aber auch in der großen weiten Welt.
