Blaswich hält fast alles – und die Klappe 

Beim 2:1-Sieg im Derby beim 1. FC Köln ist Janis Blaswich der herausragende Leverkusener und zeigt sich danach als Teamplayer, indem er keinerlei Ansprüche auf die Nummer 1 anmeldet.

Teamplayer mit kühlem Kopf

Janis Blaswich ist ein Teamplayer. Selbst neben dem Platz. Dort hält sich der 34-Jährige merklich zurück – gerade wenn es um seine eigene Person geht. Und so winkte der in den 90 Minuten zuvor im Derby so stark haltende Keeper auch ab, als er von den wartenden Journalisten per Zuruf in die Mixed Zone gebeten wurde. „Ich weiß ja, welche Fragen kommen …“, erwiderte Blaswich und suchte den direkten Weg in die Kabine.

Mit mehreren guten Paraden hatte der im Sommer aus Leipzig gekommene Torhüter, der aufgrund von Mark Flekkens Wadenproblemen in die Startelf gerutscht war, Bayer 04 im Spiel gegen den Aufsteiger im Spiel und am Ende den Sieg festgehalten. Und natürlich wäre die Frage gestellt worden, ob er sich nach der erneut starken Leistung Hoffnungen auf einen festen Platz im Tor mache.

Blaswich weicht der Nummer-1-Frage aus – und gibt das auch zu

Eine Diskussion, die Blaswich nicht befeuern möchte, wie er zuvor am Sky-Mikrofon verdeutlichte. Ob er aus seinen starken Leistungen einen Anspruch auf die Nummer 1 ableite, wurde er da gefragt. „Wir haben als Mannschaft Ziele zu erreichen“, antwortete Blaswich, der auf den Einwand, dass er damit der Frage ausgewichen sei, offen einräumte: „Ja, das ist aber Fakt. Wichtiger ist, dass die drei Punkte hinten stehen. Und das ist es.“

Für den Routinier wäre es leicht gewesen, seine Top-Leistung dafür zu nutzen, um die Werbetrommel für sich zu rühren. Hatte er doch schon bis in die zweite März-Hälfte solide und am Ende sogar stark gehalten, als er nach dem 0:2 beim FC Arsenal in der Champions League seinen Platz für den nach acht Wochen Ausfallzeit genesenen Flekken hatte räumen müssen. Bei den Gunners hatte sich Blaswich die kicker-Note 1,5 verdient wie auch am Samstag in Köln.

Nachdem Flekken dann nach seiner Rückkehr zumindest unglücklich agierte, war die Diskussion über den Platz zwischen den Pfosten eröffnet. Nicht nur viele Bayer-Fans sahen das Leistungsprinzip außer Kraft gesetzt. Und jetzt lieferte Blaswich mit acht Paraden im Derby erneut herausragend.

Lässt die Torwart-Frage Bayer also nicht los? „Nein, Marc hat ja eine Top-Partie am Mittwoch gemacht“, bremste Simon Rolfes mit Blick auf Flekkens starken Auftritt im Pokal-Halbfinale gegen die Bayern (0:2) das Thema aus und fügte lobend an: „Und Janis heute auch. Wir haben zwei gute Torhüter.“

Blaswichs wichtigste Aktion? Laut Rolfes keine Parade

Wobei der Manager nicht mit Anerkennung für Blaswich sparte und dabei eine Szene hervorhob, in der dieser nicht klären konnte. Nämlich als Said El Mala, der danach nur den Pfosten des leeren Tors traf, den herauseilenden Torhüter nach einem fatalen Fehlpass von Jarell Quansah umkurvte, und Blaswich nicht zur Notbremse griff.

„Selbst wenn es dann 0:1 steht, aber du bist weiter mit elf Mann auf dem Platz. Das war eine ganz wichtige Situation, weil du hast ja die Tendenz, dann was retten zu wollen, was du vielleicht nicht mehr retten kannst“, erklärte Rolfes, der urteilte: „Janis hat eine Top-Partie gemacht. Neben dem, dass er gut gehalten hat, war es für mich die wichtigste Aktion, dass er in der Aktion kühlen Kopf bewahrt hat.“

„Wenn alle Fußballer solche Teamplayer wären, dann wäre es sehr leicht, ein Trainer zu sein.“ (Kasper Hjulmand)

Und da Teamplayer Blaswich diesen auch in der Mixed Zone bewies, stellt sich Trainer Kasper Hjulmand zumindest nicht das Problem, durch öffentliche Äußerungen seiner Nummer 2 bei seiner Entscheidung unter Druck gesetzt zu werden. „Ich muss es wieder sagen: Janis ist ein Top-Spieler und ein Top-Mensch. Er stellt immer die Mannschaft vor seine eigene Person“, betonte der Trainer, der die komplette Torhüter-Gruppe, zu der zudem Jonas Omlin und Niklas Lomb gehören, mit einbezog, „wenn alle Fußballspieler solche Teamplayer wären, dann wäre es sehr leicht, ein Trainer zu sein.“

Dennoch muss er für das Spiel am Samstag gegen Blaswichs Ex-Klub aus Leipzig wieder eine Entscheidung treffen, falls Flekken bis dahin wieder fit ist. Dass diese auf Flekken fallen wird, den Keeper mit dem größeren spielerischen Potenzial, gilt als sicher. Und das nicht nur, weil Hjulmand auf die Feststellung, dass Bayers Torwart in Köln der beste Leverkusener gewesen sei, locker konterte: „Ja, und so war der Torwart auch am Mittwoch der Beste.“

An dieser Rollenverteilung dürfte auch nichts ändern, dass sich der Däne noch nicht festlegen wollte, wer gegen RB im Tor steht. Was in diesem Fall nachvollziehbar ist, weil er davon ausgehen muss, dass Flekken weiter ausfallen könnte. Und so urteilte Hjulmand: „Ein großes Lob für Janis, noch ein gutes Spiel von ihm. Wir sind sehr, sehr froh mit unseren Torhütern – und wir sehen nächste Woche, was passiert.“ Was einzig von Flekkens Genesung abhängen dürfte.

 Beim 2:1-Sieg im Derby beim 1. FC Köln ist Janis Blaswich der herausragende Leverkusener und zeigt sich danach als Teamplayer, indem er keinerlei Ansprüche auf die Nummer 1 anmeldet. 

 

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