Goretzka: „Haben uns in der Halbzeit ordentlich den Kopf waschen lassen“ 

0:3 lag der FC Bayern zur Pause in Mainz zurück. Dass die Münchner nach dem 31. Spieltag auswärts weiter ungeschlagen sind, lag aber nicht nur an den Jokern, wie Leon Goretzka verriet. Auf einem guten Weg ist indes Jamal Musiala.

Kompanys Pausenansprache wirkt

Mit einer Serie von 24 ungeschlagenen Auswärtsspielen in Serie war der FC Bayern nach Mainz gereist. An den Ort, an dem die Münchner letztmals in der Fremde verloren hatten. Beinahe hätte sich die Geschichte vom 14. Dezember 2024 – der 1:2-Niederlage gegen den FSV – wiederholt, denn zur Pause führten die Rheinhessen mit 3:0 gegen den Favoriten.

Es folgte eine denkwürdige zweite Hälfte, in der die Münchner die Partie noch umbogen. Dass drei der vier Treffer Joker-Tore waren, bedeutete nur einen von vielen neuen Bundesliga-Rekorden.

Kompanys Ansprache wirkt

Zunächst hatte aber nicht viel auf die Fortsetzung der Auswärtsserie und die weitere Rekordjagd hingedeutet. Nach insgesamt acht Startelf-Änderungen taten sich die Bayern zunächst offensiv schwer und leisteten sich immer wieder Ballverluste, die die Mainzer zu Chancen einluden. Leon Goretzka, der den FCB erstmals als Kapitän aufs Feld geführt hatte, gab nach der Partie am Sky-Mikrofon zu, man habe in der ersten Hälfte „vieles vermissen lassen“.

Die Wende läuteten dann die Einwechslungen von Harry Kane und Michael Olise ein. So wirkte es zumindest, doch Goretzka verriet, dass auch die Pausenansprache von Vincent Kompany die gewünschte Wirkung erzielt hatte: „Da haben wir uns in der Halbzeit ordentlich den Kopf waschen lassen und gezeigt, warum wir diese Saison so stark sind.“

Ins Detail wollte der 31-Jährige zwar nicht gehen, „aber man kann sich vorstellen, dass der Trainer nicht so ganz zufrieden war in der ersten Halbzeit“.

„Es war auch viel Lob dabei“

Auch Kompany selbst verriet keine Einzelheiten, sondern lächelte nur und sagte: „Es war auch viel Lob dabei.“ Ehe er doch weiter ausführte, dass er in seiner Karriere „auch schon diese Momente“ erlebt habe. Momente, in denen ein Comeback ausgeschlossen scheint. „Dann musst du die Reaktion haben“, beschrieb der 40-Jährige, auf was es in solchen Situationen ankomme. „Keine Angst, keine Gedanken, einfach Vollgas gehen und dieses Tor und diese Verteidigung unter Druck setzen.“

Doch wie kitzelt man nun die gewünschte Reaktion aus den Spielern heraus? „Die bekommst du nicht nur mit Taktik, da ist viel Emotion dabei.“

Für Goretzka war der Sieg aufgrund des Comebacks „ein bisschen geiler, als wenn wir das Spiel 3:0 gewonnen hätten“. Für die Münchner war es zudem erst das dritte Mal in ihrer Bundesliga-Historie, dass sie nach einem Pausenrückstand von drei oder mehr Toren noch punkten konnten. In den anderen 15 Partien klappte keine Aufholjagd mehr.

Gutes Gefühl vor Paris

Und auch vor dem anstehenden Halbfinal-Schlager am Dienstag bei Paris St. Germain kein unwichtiges Erlebnis, wie Jamal Musiala unterstrich: „Mit so einem Gefühl reinzugehen, tut schon gut.“

Und auch er selbst komme immer besser in Fahrt: „Es fühlt sich langsam wieder an, wie vor meiner Verletzung“. Das wichtige 3:3 erzielte der 23-Jährige selbst, den Siegtreffer erzwang er mit seinem Schuss in die Mitte, den FSV-Keeper Daniel Batz nur nach vorne abwehren konnte. Fähigkeiten, die gegen das starke Pariser Zentrum und nach den Ausfällen von Serge Gnabry und Lennart Karl auch am Dienstag gefragt sein werden.

 0:3 lag der FC Bayern zur Pause in Mainz zurück. Dass die Münchner nach dem 31. Spieltag auswärts weiter ungeschlagen sind, lag aber nicht nur an den Jokern, wie Leon Goretzka verriet. Auf einem guten Weg ist indes Jamal Musiala. 

 

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