Die personelle Not auf der Rechtsverteidigerposition bei der Borussia hat bald ein Ende. Reicht es bei einem Kandidaten schon für das Heimspiel gegen Mainz?
Hoffnungsträger für Borussias künftigen Cheftrainer
Wie schnell sich Transferpläne in Luft auflösen können, haben die Borussen in dieser Saison schon leidvoll erfahren müssen. Betroffen von den vielen Ausfällen unter den Sommereinkäufen ist nicht nur das Mittelfeld durch die Verletzungen von Enzo Leopold (Kreuzbandriss) und Zento Uno (u.a. Sprunggelenk), sondern besonders auch die rechte Abwehrseite.
Mit Yukhym Konoplia, ablösefrei von Schachtar Donezk verpflichtet, fiel der neue Nummer-1-Kandidat für die Außenverteidigerposition gleich am Anfang der Vorbereitung mit einem Innenbandanriss im Knie aus. Am ersten Bundesliga-Spieltag erwischte es dann auch Daiki Hashioka, der nach der Konoplia-Verletzung als Ersatzlösung umgehend von Slavia Prag ausgeliehen wurde; der Japaner zog sich im Auswärtsspiel in Leipzig (0:3) bei einem üblen Crash mit Antonio Nusa eine Nackenstauchung zu.
So kam am Ende doch wieder Joe Scally ins Spiel, der eigentlich keine Rolle mehr in den Planungen eingenommen hatte und mit Blick auf das Vertragsende 2027 verkauft werden sollte. Viel Trouble auf einer Position, die in Gladbach ohnehin schon seit Jahren zu den neuralgischen zählt.
Ziel für das Duo ist das Derby in Köln
Die gute Nachricht für den neuen Cheftrainer, der nach dem Heimspiel gegen Mainz seinen Job antreten soll: Sowohl Hashioka als auch Konoplia stehen in der Länderspielphase wieder komplett zur Verfügung und können für das Derby beim 1. FC Köln (11. Oktober) aufgebaut werden. In dieser Woche nehmen die beiden Rechtsverteidiger nach ihren Verletzungspausen am Mannschaftstraining teil, stecken aber noch in der Teilintegration. Das Mainz-Spiel kommt für Konoplia, der seit Mitte Juli raus ist, zu früh. Womöglich aber reicht die Zeit für Hashioka wegen der kürzeren Pause, um am Samstag zumindest im Kader aufzutauchen.
Auf neue Impulse darf sich der Nachfolger des am Sonntag entlassenen Eugen Polanski schon mal freuen. Gerade an die Rückkehr von Konoplia knüpfen sie bei der Borussia große Hoffnungen. „Yukhym ist ein physisch starker, spiel- und einsatzfreudiger Außenverteidiger. Als Stammspieler beim ukrainischen Meister, durch regelmäßige Länderspiel-Einsätze und Spiele in der Champions League bringt er einiges an Erfahrung und Leadership-Fähigkeiten mit“, sagte Sportchef Rouven Schröder im Zuge von Konoplias Verpflichtung. Und jedes Puzzlestück, das der Wackel-Defensive mehr Stabilität verleiht, kann die Mannschaft gebrauchen.
Die personelle Not auf der Rechtsverteidigerposition bei der Borussia hat bald ein Ende. Reicht es bei einem Kandidaten schon für das Heimspiel gegen Mainz?
