Freiburgs erster Gradmesser: Backhaus über das Wiedersehen mit Atubolu 

Trotz des Freiburger Traumstarts hat die Saison für Mio Backhaus nicht optimal begonnen. Nach einem Patzer im Europacup hat der neue Torwart zuletzt aber zweimal die Null gehalten und mit den Fans schon ein Ritual. Beim Spiel in Frankfurt, der bisher schwierigsten Aufgabe für den SC, trifft der 22-Jährige auf Ex-Kollege Noah Atubolu.

Kuriose Parallele beim Spiel in Frankfurt

„Ja, schon wieder?“, entgegnet Mio Backhaus mit einem erstaunten Lächeln, als er davon erfährt, dass Noah Atubolu beim Frankfurter 3:1-Sieg in Mainz seinen sechsten Bundesliga-Elfmeter in Serie gehalten und damit seinen Bundesliga-Rekord ausgebaut hat.

Backhaus hat mit Atubolu erst kürzlich noch einige Wochen die Kabine und teilweise den Trainingsplatz geteilt. Keine einfache Zeit. Backhaus wurde schon Ende Mai als Atubolu-Nachfolger für die neue Freiburger Rekordablöse von zwölf Millionen Euro aus Bremen geholt. Doch für Atubolu tat sich nach katastrophalem Transferprozess erst kurz vor knapp der Ausweg nach Frankfurt auf, der endlich auch bei Backhaus und dem SC für geordnete Verhältnisse gesorgt hat.

Die Beziehung der beiden Torhüter – Backhaus folgte Atubolu auch im U-21-Nationalteam nach – scheint trotz dieser speziellen Wochen erstaunlich intakt. „Ich freue mich total für ihn“, sagt Backhaus über Atubolus erneuten Elfer-Coup: „Er hat sich in unserer gemeinsamen Zeit total fair und professionell verhalten und mir auch versucht zu helfen, wenn mal eine Situation im Training nicht so geklappt. Dafür bin ich ihm dankbar. Trotzdem muss er gegen uns keinen Elfer halten.“

Kurioses Déjà-vu in Frankfurt

Für Backhaus kommt es am Samstag zu einem Déjà-vu: „In Frankfurt treffe ich kurioserweise immer meine Ex-Kollegen, letztes Jahr schon Zetti.“ Michael Zetterer war erst im August 2025 aus Bremen zur Eintracht gewechselt, hatte damit den Weg für Backhaus‘ erste Bundesliga-Saison freigemacht, im direkten Duell am ersten Spieltag dann mit der SGE 4:1 gewonnen. Das soll diesmal natürlich ganz anders laufen.

Zumindest die Voraussetzungen sind deutlich besser als mit Werder damals. Der SC reist als Tabellenführer mit sechs Pflichtspielsiegen und 22:4 Toren an. Zwei dieser Gegentore muss sich jedoch auch Backhaus ankreiden, der nicht optimal gestartet ist. Beim 4:1 gegen Motherwell im Europacup ließ er einen Distanzschuss ins Netz flutschen, beim 4:1 gegen Werder bekam er bei einem Kopfball aus kurzer Distanz die Arme nicht schnell genug hoch.

Lob von Eggestein für Backhaus‘ Steigerung

Zuletzt hat sich Backhaus jedoch gesteigert, überzeugte besonders beim 1:0 in Paderborn (Note 2,5) und strahlte gegen Gladbach bei null Gegner-Torchancen Souveränität aus. „Mittlerweile ist er im Spielfluss deutlich besser drin, da hat es am Anfang ein bisschen gehakt, was aber auch normal ist“, lobt Maximilian Eggestein den Deutsch-Japaner.

Backhaus ist längst gut angekommen und hat mit seinem japanischen Gruß auf die Tribüne schon ein Ritual mit den SC-Fans etabliert. Mit denen will er den ersten Sieg gegen Frankfurt seit April 2022 feiern. Für den SC ist es der erste echte Gradmesser der Saison.

 Trotz des Freiburger Traumstarts hat die Saison für Mio Backhaus nicht optimal begonnen. Nach einem Patzer im Europacup hat der neue Torwart zuletzt aber zweimal die Null gehalten und mit den Fans schon ein Ritual. Beim Spiel in Frankfurt, der bisher schwierigsten Aufgabe für den SC, trifft der 22-Jährige auf Ex-Kollege Noah Atubolu. 

 

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