Zingler erklärt Unions Paradigmenwechsel: „Sind nicht überrascht, wenn es holprig wird“ 

Auf und neben dem Platz geht Union Berlin neue Wege – und weiß um das damit verbundene Risiko. Präsident Dirk Zingler erklärt, was dahintersteckt.

Wo die Eisernen hinterherhinken

Aus Unions Trainingslager in Irdning (Österreich) berichtet Jannis Klimburg

Ab Ende August geht Union Berlin in seine achte Bundesliga-Saison. Dann werden sich die Eisernen einmal mehr mit Vereinen wie unter anderem Borussia Mönchengladbach, Werder Bremen, dem Hamburger SV oder dem 1. FC Köln messen. „Ich habe mein halbes Leben als Unioner davon geträumt, in Wettbewerb mit diesen Vereinen zu stehen“, betonte Präsident Dirk Zingler in einer Medienrunde.

Die Eisernen investieren eher in Steine als Beine

Der Klub aus dem Südosten Berlins hat in der jüngeren Vergangenheit einen anderen Weg eingeschlagen, eher in Steine als in Beine zu investieren, damit die Köpenicker auch in der Zukunft in der Beletage des deutschen Fußballs konkurrenzfähig bleiben können. „Wir sind Stück für Stück dabei, andere Strukturen zu schaffen“, sagte der 61-Jährige. Damit meint Zingler beispielsweise das Profi-Trainingszentrum, das Ende des Jahres fertiggestellt werden soll. Oder auch den Stadion-Ausbau, der die Kapazität der Alten Försterei vorerst auf 34.500 Plätze erhöhen wird und damit logischerweise mehr Einnahmen generiert.

Gerade in diesem Bereich ist die Konkurrenz den Köpenickern mehrere Schritte voraus. „Wir haben ganz viele Themen, in die wir parallel investieren müssen, in welche unsere Konkurrenz nicht mehr investieren muss. Den infrastrukturellen Nachholbedarf aus den letzten 20, 30 Jahren können wir erst Stück für Stück abbauen. Den Euro, den wir einnehmen, müssen wir in verschiedene Töpfe stecken“, erklärte der Klub-Boss. Aktuell gibt es viele Veränderungen im Verein, so wird auch ein anderer Spielstil angestrebt.

„Die Entscheidung birgt mehr Risiken als Chancen. Am Anfang auf alle Fälle.“ (Dirk Zingler)

Union will weg vom eher defensiven und destruktiven Fußball hin zu einer mutigeren Spielweise, damit auch mehr junge Talente in die Hauptstadt gelotst werden können. Für den Paradigmenwechsel ist der neue Trainer Mauro Lustrinelli zuständig. Erste Erfolge im Laufe der Vorbereitung sind bereits zu erkennen gewesen. „Die Entscheidung, vom Fußball der vergangenen Jahre wegzugehen, ist eine riskante Entscheidung gewesen. Sie birgt mehr Risiken als Chancen. Am Anfang auf alle Fälle. Langfristig sehen wir natürlich die Chancen höher als die Risiken. Das ist ein Prozess, der findet im gesamten Klub statt“, sagte Zingler, der sich dessen bewusst ist, dass es anfangs ein bisschen ruckeln kann. „Wir sind dann nicht überrascht, wenn es am Anfang ein bisschen holprig wird. Da müssen wir alle auch die Nerven behalten.“

Ob es noch große Veränderungen am Kader gibt, wollte Zingler so nicht verraten. Nur so viel: „Um den Kader wirklich zu verbessern, müssten wir in Regale greifen, in die greift der Mittelstand der Liga nicht mehr rein. Wir können fünf Millionen Euro mehr Ablöse für einen Spieler bezahlen, das heißt aber nicht, dass wir sicher sind, dass der Kader dadurch besser wird.“ Vielmehr gehe es darum, „bessere Bedingungen zu schaffen, damit die Leute, die bei uns sind, ihren Beruf besser ausüben können“.

Mit den vielen infrastrukturellen Investitionen, der Verjüngungskur im Kader und dem Wechsel des Spielstils hat Union definitiv den richtigen Weg eingeschlagen. Allerdings wird es vermutlich noch ein wenig dauern, bis diese Veränderungen Früchte tragen und sichtbar werden. Aber darauf scheinen die Verantwortlichen um Klub-Boss Zingler vorbereitet zu sein.

 Auf und neben dem Platz geht Union Berlin neue Wege – und weiß um das damit verbundene Risiko. Präsident Dirk Zingler erklärt, was dahintersteckt. 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Wettanbieter
24Casino

JAHRESUMSATZ: 1.000.000€
BESITZER: Dama N.V.
LIZENZ: Curacao

Viking Luck

JAHRESUMSATZ: 1.000.000€
BESITZER: NovaForge Ltd
LIZENZ: Komoren (Anjouan Gaming)

Wild.io

JAHRESUMSATZ: 1.000.000€
BESITZER: Nonce Gaming B.V.
LIZENZ: Curacao (CIL)

CryptoRush

JAHRESUMSATZ: 1.000.000€
BESITZER: Futura Entertainment B.V.
LIZENZ: Curacao (CIL)

Wolfbet

JAHRESUMSATZ: 1.000.000€
BESITZER: PixelPulse N.V.
LIZENZ: Anjouan