Zehn Millionen Euro Ablöse: Freiburg legt mit Japaner Goto nach 

Einmal mehr überrascht der SC Freiburg mit einem japanischen Neuzugang aus Belgien: Keisuke Goto kommt vom RSC Anderlecht und soll zusammen mit Igor Matanovic die Position des Mittelstürmers abdecken.

„Draufgängerische Spielweise“

Ende Mai kam die Meldung vom Wechsel von Rihito Yamamoto aus dem Nichts. Vom belgischen Erstligisten VV St. Truiden hatte der SC Freiburg den japanischen Mittelfeldspieler verpflichtet.

An diesem Donnerstag machten die Breisgauer mit diesem bewährten Muster weiter. Ohne dass medial zuvor etwas durchgesickert war, präsentierten sie am späten Vormittag Keisuke Goto als ihren dritten Sommer-Neuzugang – nach Yamamoto und Torwart Mio Backhaus (Werder Bremen). Goto spielte zuletzt leihweise ebenfalls für St. Truiden und traf zehnmal, gehörte aber dem RSC Anderlecht.

„Mit Keisuke konnten wir einen spannenden Spieler mit interessanten Anlagen für uns gewinnen. Seine draufgängerische Spielweise wird uns guttun“, sagt SC-Vorstand Jochen Saier. „Er sucht gerne die Tiefe, hat ein gutes Raumgefühl und zudem das Gespür, wie er sich im Strafraum verhalten muss. Eine gewisse Zeit für Integration und Weiterentwicklung wird er sicherlich brauchen – und sie auch bekommen.“

10 Millionen Euro überweist der Sport-Club für Goto nach Belgien, wodurch schon jetzt insgesamt 29 Millionen Euro auf der Ausgabenseite in diesem Sommer stehen. Wie im vergangenen Jahr haben die Freiburger Verantwortlichen ihre Transferziele sehr früh abgearbeitet – und hatten die Millionenausgaben schon vorfinanziert.

Nach starkem zurückliegendem Halbjahr ist Igor Matanovic, der zurzeit mit Kroatien bei der Weltmeisterschaft weilt, fest als Anker vorn drin eingeplant. Zwölf Tore schoss der 23-Jährige allein seit Januar in Bundesliga und Europa League, sodass der 1,91 Meter lange Goto sich hinter ihm erst eingewöhnen kann.

Freiburg wollte Goto schon vor Monaten holen

Lucas Höler, der ebenfalls in vorderster Spitze auflaufen kann, ist auch als Back-up von Yuito Suzuki, dem dritten Japaner im Kader, auf der Zehnerposition eingeplant. Deshalb war es das Ziel von Saier und Sportdirektor Klemens Hartenbach, noch einen Mittelstürmer zu holen.

„Der SC Freiburg war schon vor ein paar Monaten sehr interessiert an mir“, sagt Goto selbst: „Ich habe von Anfang an gespürt, dass mich die Verantwortlichen wirklich wollen, das war einer der Hauptgründe, warum ich mich für Freiburg entschieden habe. Ich habe auch einige Spiele in der Europa League gesehen.“

Für die linke Seite hat Trainer Julian Schuster das bewährte Pärchen Vincenzo Grifo und Derry Scherhant, rechts duellieren sich Niklas Beste und Cyriaque Irié. Damit hat der SC alle vier Offensivpositionen für die kommende Saison doppelt besetzt.

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