Wo sich Muslic und Karaman uneinig sind 

Nach dem 0:0 gegen Elversberg waren sich Kapitän Kenan Karaman und Trainer Miron Muslic nicht ganz einig – beim Problem im Schalker Spiel aber schon.

Schalke verpasst Heimsieg

Gefühle sind so eine Sache – und die drifteten nach dem Schalker 0:0 im Aufsteigerduell mit Elversberg etwas auseinander. Einerseits war da S04-Kapitän Kenan Karaman, für den es sich im Spiel „nach mehr angefühlt“ hat. Andererseits sagte Trainer Miron Muslic bei DAZN: „Es hat sich irgendwie nach einem Punkt angefühlt.“ Nun ja, ist ja eigentlich auch egal, wie es sich angefühlt hat. Vielmehr war die Einordnung der Beteiligten interessant. Karaman etwa analysierte das torlose Remis mit seiner gewohnten, angenehmen Ehrlichkeit: „Ich ärgere mich schon über den Punkt.“ Gar fühlte sich der verpasste Heimsieg sogar „wie verlorene Punkte“ an.

Schalke verbuchte die besseren Chancen, hätte im zweiten Durchgang durch Nikola Katic oder Eric Junior Dina Ebimbe in der Nachspielzeit in Führung gehen können – vielleicht sogar müssen? Karaman sah das Problem vielmehr schon einen Schritt früher in der Chancenerarbeitung, denn sonderlich viele Gelegenheiten spielten sich die Knappen nicht heraus. „Teilweise waren wir vorne beim letzten Pass viel zu unsauber“, klagte der Kapitän, wollte aber auch nicht unter den Tisch kehren, dass Königsblau „gut im Spiel“ war.

Muslic fühlte zwar nicht dasselbe wie Karaman, machte dafür aber an derselben Stelle das Problem im Schalker Spiel aus. „Wir hatten Momente, waren aber nicht sauber genug“, spielte der Österreicher ebenfalls auf die Ungenauigkeit im Offensivgang an. Für die Gelsenkirchener war es im zweiten Heimspiel dieser Bundesliga-Saison bereits das zweite 0:0 – nach dem Unentschieden gegen Bayern.

„Es fühlt sich ein bisschen komisch an“, gab Muslic zu – und nahm auch seine eigene Person in die Bringschuld: „Dass uns heute der Punch gefehlt hat, muss ich auch auf meine Kappe nehmen. Die Jungs brauchen Spielrhythmus, das schaffst du nicht im Training, den musst du am Platz sammeln. Für unser Spiel brauchst du Intensität.“

Karaman: „Das hätten wir alle unterschrieben“

Trotz aller Unzufriedenheit, die den Schalker Beteiligten anzumerken war, weil alle natürlich gern drei Punkte gesammelt hätten, stellte Karaman klar, dass die Spielzeit bislang ja gar nicht so schlecht läuft. „Wir stehen jetzt mit fünf Punkten da (nach vier Spielen, Anm. d. Red.), das hätten wir vor der Saison alle unterschrieben.“

Muslic nahm derweil die Emotionen raus und stellte nüchtern fest, dass man „mit dem Punkt etwas anfangen“ kann. „Dass wir es besser können, wissen wir, aber da kommen die Jungs in den nächsten Wochen hin.“ Bis zum nächsten Bundesliga-Spiel am 11. Oktober in Freiburg (17.30 Uhr) sind es ja auch noch drei Wochen. Genug Zeit, um an den Mängeln zu feilen.

 Nach dem 0:0 gegen Elversberg waren sich Kapitän Kenan Karaman und Trainer Miron Muslic nicht ganz einig – beim Problem im Schalker Spiel aber schon. 

 

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