Die 0:2-Niederlage von RB Leipzig in Leverkusen hat ihre Ursache in Abwehrpatzern, fehlendem Momentum, aber auch mangelnder Durchschlagskraft in der Offensive. Zwei Rückkehrer suchen noch ihre beste Verfassung.
Romulo und Nkunku noch nicht in Bestform
Das 0:2 von Leverkusen fußte unter anderem auf Fehlern in der Defensive. Beim 0:1 patzte Maxime Esteve (der den angeschlagenen Castello Lukeba vertrat), beim 0:2 sein Innenverteidiger-Kollege Willi Orban, Rechtsverteidiger Ridle Baku – und auch ein wenig Keeper Maarten Vandevoordt.
Die zweite Niederlage im vierten Ligaspiel der laufenden Saison hatte ihre Ursachen aber auch im Offensivspiel. Bei zwölf Torabschlüssen sprangen drei Chancen sowie ein xGoals-Wert von 0,85 heraus. Zweifelsohne wirkte die Mannschaft von Trainer Martin Demichelis in der Offensive über weite Strecken zu wenig durchschlagskräftig. Allerdings hatte RB auch das Momentum nicht auf seiner Seite. So stand Romulo nach 34 Minuten bei einem Zuspiel von Antonio Nusa hauchzart im Abseits, sodass seine präzise Vorlage und Christopher Nkunkus Treffer zum vermeintlichen 1:0 keinen Eingang in die Statistik fanden.
Außer dem Abseitstor keine Offensivaktion
Während Nusa noch zwischenzeitlich ein Aktivposten war, konnten Romulo und Nkunku mit Ausnahme ihres am Ende ergebnislosen Zusammenspiels nach 34 Minuten keine Akzente setzen. Romulo war bei seinem Startelf-Debüt in dieser Saison zwar sehr bemüht und fleißig im Anlaufen, aber dem 1,93 Meter langen Brasilianer war die dreiwöchige Pause wegen einer Sehnenreizung im Knie noch anzumerken. Der 24-Jährige behauptete sich in den Zweikämpfen ganz gut und hatte auch manche brauchbare Spielfortsetzung, strahlte aber als Mittelstürmer kaum Torgefahr aus.
Nkunku wiederum ließ auch in Leverkusen sein Können wieder aufblitzen, verwandelte etwa beim annullierten Tor die Vorlage von Romulo technisch gekonnt und verteilte auch die Bälle bisweilen geschickt (85 Prozent Passquote). Doch zwischendurch tauchte der 28 Jahre alte Franzose unter und hatte nach seinem aberkannten Treffer keine auffällige Szene mehr. Nkunku spielt in Leipzig seit seiner Rückkehr insgesamt nicht schlecht, aber den Eindruck eines Ausnahmekönners, als der er sich in der zweiten Hälfte seiner ersten Leipziger Zeit (2019-2023) gezeigt hatte, hat er bisher noch nicht hinterlassen.
Und die Alternativen in der Offensive werden nicht mehr. Christoph Baumgartner (Sehnenverletzung) ist auf dem Weg zurück, Brajan Gruda musste in Leverkusen wegen einer Blessur an der äußeren Bauchmuskulatur nach 26 Minuten vom Platz und Johan Bakayoko fehlte wegen eines im Training erhaltenen Schlages.
Die 0:2-Niederlage von RB Leipzig in Leverkusen hat ihre Ursache in Abwehrpatzern, fehlendem Momentum, aber auch mangelnder Durchschlagskraft in der Offensive. Zwei Rückkehrer suchen noch ihre beste Verfassung.
