Die Außenverteidigersuche des SV Werder Bremen hat längst Priorität, mit einem nun veränderten Fokus: Moussa Ndiaye gilt als Top-Kandidat – für die linke Seite.
Nach Abgang von Linksfuß Coulibaly
Die Flügel-Positionen beim SV Werder Bremen sind aktuell alles andere als klar vergeben – aus sportlichen wie personellen Gründen. Insbesondere die Suche nach einem neuen Außenverteidiger läuft bereits seit Wochen. Dementsprechend wurden auch so einige Kandidaten mit dem SV Werder Bremen in Verbindung gebracht.
Und nachdem lange nach einem Rechtsverteidiger, der auch in der Innenverteidigung einsetzbar wäre, gefahndet wurde, haben die Bremer diesen Transferplan inzwischen angepasst – weil den Klub mit Karim Coulibaly noch ein Linksfuß in der Defensive verlassen hat, der ebenfalls eine Option als Linksverteidiger darstellte. Laut Deichstube ist nun Moussa Ndiaye vom RSC Anderlecht der Wunschspieler für diese Position, die Personalie ist nach kicker-Informationen tatsächlich eine heiße Spur.
Der 24-jährige Senegalese ist indes kein Unbekannter in Deutschland; in der abgelaufenen Saison hatte Ndiaye in der Rückrunde 14 Zweitligaspiele für den FC Schalke 04 absolviert, der ihn in der Wintertransferperiode vom belgischen Topklub ausgeliehen hatte. Auch bei einer Rückkehr nach Deutschland und dem Wechsel nach Bremen würde es sich demnach um eine Leihe handeln – mit Kaufoption.
Ndiaye als Konkurrent für Deman
Unmittelbar bevorstehen soll ein Wechsel aktuell noch nicht – eine Umsetzung hängt einmal mehr von den begrenzten wirtschaftlichen Mitteln ab, die maßgeblich sind. Auch andere Profile werden noch verfolgt. Ndiaye steht in Anderlecht jedenfalls noch bis 2028 unter Vertrag. An den ersten beiden Spieltagen der Jupiler Pro League kam er lediglich zu Joker-Einsätzen; als Linksverteidiger in der Startelf stand übrigens der Ex-Bremer Ludwig Augustinsson.
Im aktuellen Werder-Kader würde Ndiaye in Konkurrenz zu Olivier Deman treten, dem seit Wochen einzig spielfähigen Außenverteidiger. Der Belgier wurde in der Vorsaison nach schwierigen Jahren in Bremen doch noch zur Positiverscheinung und zu einem Profi, mit dem der Klub fest plant.
Weiser und Agu auf einem guten Weg
Trotzdem könnte seine durchwachsene Vorbereitung auch zu der Erkenntnis geführt haben, dass man links nicht nur aus quantitativer Sicht mehr Nachbesserungsbedarf hat als rechts, wo Mitchell Weiser wieder vorgesehen ist – ebenso wie Felix Agu, der indes auf beiden Flügeln zum Einsatz kommen kann.
Fakt ist zwar, dass Weiser rund 14 Monate nach seinem Kreuzbandriss noch in keinem Spiel seit Vorbereitungsbeginn auf dem Platz stand und auch Agu nach wochenlanger Pause wegen einer Muskelverletzung im Bereich der Wade nicht voll belastungsfähig ist – doch beide seien auf einem guten Weg, heißt es hinsichtlich ihrer Rückkehr.
Kommt noch ein Mittelfeldspieler?
Wer bis dahin als Rechtsverteidiger bei Werder auflaufen wird? Zuletzt sprang dort Mick Schmetgens ein – und auch Marco Grüll wurde als Alternative von Trainer Daniel Thioune ins Spiel gebracht. Um mehr als Aushilfslösungen handelt es sich dabei aber wohl nicht.
Und dann wird auch noch ein Neuzugang für mehr Breite im Mittelfeld gehandelt, beispielsweise Ex-Leihspieler Cameron Puertas oder Bayerns Leih-Kandidat Arijon Ibrahimovic – doch dafür müssten den Klub zunächst weitere Profis verlassen, um Platz in der Kaderhierarchie und im Gehaltsbudget freizumachen.
Die Außenverteidigersuche des SV Werder Bremen hat längst Priorität, mit einem nun veränderten Fokus: Moussa Ndiaye gilt als Top-Kandidat – für die linke Seite.
