Neue Unruhe in Frankfurt: Gehen Krösche und die Eintracht getrennte Wege? 

Eintracht Frankfurt erlebt bislang ein äußerst turbulentes Jahr 2026. Nun sorgt ein Bericht über eine mögliche Trennung von Sportvorstand Markus Krösche für neue Unruhe. Der kicker ordnet die Lage bei den Hessen ein.

Präsident Beck äußert sich

Eintracht Frankfurt kommt nicht zur Ruhe. Pünktlich vor Anpfiff des ersten Bundesligaspiels bei Union Berlin titelt die Bild: „Verlässt Krösche Eintracht schon im September?“ Ein möglicher vorzeitiger Abschied des bis zum 30. Juni 2028 unter Vertrag stehenden Sportvorstands schwelt schon länger im Hintergrund.

Die Entlassung von Dino Toppmöller, der Fehlgriff mit Albert Riera, Markus Krösches Gespräche mit der AC Mailand, der ans Tageslicht gekommene Grundstücksdeal in Kroatien, ein schleppender Transfersommer, die viel zitierte Wohlfühloase – so viele heikle Themen in so kurzer Zeit sind für keinen Verein der Welt gesund.

Insofern würde es nur allzu gut ins Bild passen, wenn nun auch noch der Sportvorstand rausfliegt – oder auf eigenen Wunsch seinen Abschied forciert. Vielleicht nach Mailand? Die Diva, wie sie leibt und lebt. Aber so weit ist es noch nicht. Eine mögliche Trennung von Krösche steht nicht auf der Agenda für die turnusmäßige Aufsichtsratssitzung am kommenden Mittwoch.

„Kein Anlass zu spekulieren“

Der Flirt mit Mailand und der aufgeflogene Grundstücksdeal in Kroatien kosteten Krösche zwar auch in den Gremien Vertrauen. Nach kicker-Informationen arbeitete der Hauptausschuss des Aufsichtsrats in den vergangenen Wochen allerdings sehr eng mit Krösche zusammen. Das Miteinander wird in Hintergrundgesprächen als positiv bewertet. Im Anschluss an die 0:7-Klatsche gegen Brentford bekam der Sportvorstand weitere finanzielle Mittel bewilligt, seither schreiten auch die Transferplanungen in einem höheren Tempo voran.

Der Präsident und Aufsichtsratsvorsitzende Mathias Beck erklärt auf kicker-Anfrage: „Die Aufsichtsratssitzung am Mittwoch ist eine lange geplante turnusmäßige Sitzung. Selbstverständlich wird es um alle Themen des Sommers, auch um die sportlichen gehen. Berichte zu Markus Krösche werde ich öffentlich nicht kommentieren. Fakt ist, er hat einen laufenden Vertrag, sich vor zwei Monaten klar zu Eintracht Frankfurt bekannt und befindet sich mit seinem Team auf der Zielgeraden des Transferfensters. Es besteht also kein Anlass über die Zukunft von Markus Krösche zu spekulieren.“

Viel Bewegung auf dem Transfermarkt

Mit Noah Atubolu wurde die Baustelle auf der Torwartposition geschlossen, zudem steht die Eintracht kurz vor der Verpflichtung von Adi Hütters Wunschinnenverteidiger Lilian Brassier (Stade Rennes). Die Ablöse wird sich voraussichtlich auf neun Millionen Euro belaufen.

Zwischen Hütter und Krösche gab es zuletzt zwar durchaus Kontroversen wegen der schleppenden Kaderplanung, doch das ist in diesem Business auch nichts völlig Ungewöhnliches. Die Aufregung könnte sich mit einem erfolgreichen Transfer-Endspurt legen. Michael Zetterer steht vor einem Wechsel zu Leeds United, Arthur Theate vor einer Leihe zum FC Bologna und auch bei Hugo Larsson, Fares Chaibi sowie Jean-Matteo Bahoya könnte es noch zu Abgängen von Ersatzspielern kommen.

Überraschend ist, dass für Larsson offenbar doch noch eine Tür in die Premier League aufgeht, die Eintracht erwartet in Kürze ein erstes Angebot. Der schwedische Mittelfeldspieler wird unter anderem bei Crystal Palace heiß gehandelt. Chaibi ist in Newcastle im Gespräch, auch bei Bahoya kommt langsam Bewegung rein.

Kommt Kalimuendo? Geht Doan?

Gelingt noch der eine oder andere Verkauf, steigt die Chance auf eine Verpflichtung von Stürmer Arnaud Kalimuendo (Nottingham). Die Rückkehr des in der vergangenen Rückrunde ausgeliehenen Angreifers wäre das Happy End einer lange unzufriedenstellenden Transferperiode. Krösche hätte dann doch noch geliefert, die Kritik würde schlagartig verstummen.

Konsens besteht nach kicker-Informationen intern darüber, dass Ritsu Doan nicht verkauft wird, wenn noch nennenswerte Transfererlöse erzielt werden. Dem Japaner liegt ein Angebot aus Saudi-Arabien (Al-Ittihad) vor, als Ablöse sind 17 bis 18 Millionen Euro im Gespräch. Das wäre weniger als die Eintracht vor einem Jahr an Freiburg zahlte (21 Mio.). Um so ein Angebot zu akzeptieren, müsste die Not schon groß sein.

Die Grundstimmung innerhalb und außerhalb des Klubs wird maßgeblich vom sportlichen Abschneiden in den ersten Saisonspielen abhängen. In der Woche nach dem Heimspiel gegen Augsburg ist nach kicker-Informationen ein ausführliches Analysegespräch mit Krösche geplant. Da wird der Kreis kleiner sein als bei der Aufsichtsratssitzung am 2. September.

Es ist nicht auszuschließen, dass am Ende dieser Gespräche eine Trennung steht. Möglich ist aber auch, dass sich die Stimmung bis dahin gedreht hat und vielleicht sogar über eine vorzeitige Vertragsverlängerung gesprochen wird. Auch das wäre typisch für die Diva vom Main – langweilig wird es nie.

 Eintracht Frankfurt erlebt bislang ein äußerst turbulentes Jahr 2026. Nun sorgt ein Bericht über eine mögliche Trennung von Sportvorstand Markus Krösche für neue Unruhe. Der kicker ordnet die Lage bei den Hessen ein. 

 

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