Ende gut, alles gut? Nach dem überraschenden Aus von Mainz 05 in der Conference League erwartet Trainer Urs Fischer in Gladbach eine Reaktion von seiner Mannschaft. Was die Finanzen und das Image betrifft, hat sich die Europareise der Rheinhessen jedoch voll und ganz ausgezahlt.
Finanziell erfolgreich
„Ich würde die Stimmung als gedämpft beschreiben. Das Spiel hat auch seine Spuren hinterlassen. Ich glaube, wir waren für vieles selber verantwortlich, was schiefgelaufen ist“, sagte Trainer Urs Fischer vor der Partie bei Borussia Mönchengladbach (19.30 Uhr, LIVE! bei kicker). „Es gilt, eine Reaktion zu zeigen“, so Fischer. In der Bundesliga fehlen den Rheinhessen mit 33 Punkten noch die letzten Zähler, um den Klassenverbleib perfekt zu machen.
Davon wird es abhängen, ob es nach dem Aus in der Conference League wirklich eine weiche Landung am Saisonende gibt. Das Abenteuer Europa ist nach der überraschenden 0:4-Niederlage bei Racing Straßburg seit Donnerstagabend beendet. Obwohl sich Mainz im Hinspiel mit einem 2:0 eine gute Ausgangsposition geschaffen hatte, war das Team im Rückspiel chancenlos. Im Endeffekt kann sich Sportvorstand Christian Heidel jedoch über einen positiven Effekt für das Portemonnaie und das Renommee freuen.
Noch nie zuvor ist es einer Bundesliga-Mannschaft gelungen, bis ins Viertelfinale der 2021 eingeführten Conference League vorzustoßen. Mit einem Zuschauerschnitt von 31.000 ist Mainz der klare Zuschauer-Krösus mit deutlichem Abstand vor dem Zweitplatzierten Straßburg (26.111). Bei den Auswärtsspielen wurde der FSV jeweils von mindestens 1000 Fans begleitet. In Straßburg waren es etwa 3000. „Es war eine unglaubliche Reise, wir hätten sie mit unseren Fans gerne fortgesetzt“, betonte Kapitän Silvan Widmer.
16 Millionen Einnahmen, 10 Millionen Gewinn
Die hervorragende Resonanz brachte den „kleinen“ Mainzern großes Lob ein. Auch finanziell hat sich die Europareise des Tabellensechsten der Bundesliga-Saison 2024/25 gelohnt. Nach Informationen des kicker summieren sich die Einnahmen aus zehn Conference-League- und zwei Quali-Spielen auf 16 Millionen Euro. Der FSV erwartet einen Gewinn von zehn Millionen Euro.
Die Einnahmen setzen sich zur Hälfte aus Marketing-Erlösen und Ticketverkäufen und zur anderen Hälfte aus UEFA-Prämien zusammen. Unter den vier Halbfinalisten werden nun weitere 21 Millionen Euro aufgeteilt. Davon gehen 9,5 Millionen Euro an den Gewinner des Endspiels, das am 27. Mai in Leipzig stattfindet und nun ohne Mainz ausgetragen wird.
Ende gut, alles gut? Nach dem überraschenden Aus von Mainz 05 in der Conference League erwartet Trainer Urs Fischer in Gladbach eine Reaktion von seiner Mannschaft. Was die Finanzen und das Image betrifft, hat sich die Europareise der Rheinhessen jedoch voll und ganz ausgezahlt.
