Der VfB Stuttgart will seinen Kader im Sommer verkleinern – und Deniz Undav halten. Doch zu welchem Preis? Alexander Wehrle gab am Sonntag Einblicke.
Klubboss verspricht „sehr wertschätzendes Angebot“ für Undav
Nach dem 3:3 bei der TSG Hoffenheim hat der VfB Stuttgart die Champions-League-Qualifikation immer noch in der eigenen Hand, doch weite Teile der Partie waren durchaus besorgniserregend. „Wenn man nach 56 Spielminuten eigentlich 1:4 zurückliegen müsste, dann war das ein Warnschuss“, bilanzierte auch Alexander Wehrle nach dem glücklichen Punktgewinn in Unterzahl.
Der große finanzielle Unterschied zwischen Champions- und Europa-League-Teilnahme wird auch die Personalplanungen für die neue Saison beeinflussen. Doch eine grundsätzliche Entscheidung haben die Bosse bereits getroffen: Der Kader soll signifikant schrumpfen. „Er ist zu groß, es werden uns schon einige Spieler verlassen“, kündigte Vorstandschef Wehrle am Sonntag im Sport1-Doppelpass an. „Allein sechs Leihspieler kommen zurück.“
Das gilt für Torhüter Dennis Seimen (SC Paderborn), Leonidas Stergiou (1. FC Heidenheim), Laurin Ulrich (1. FC Magdeburg), Jovan Milosevic (Werder Bremen), Yannik Keitel (FC Augsburg) und Jarzinho Malanga (SV Elversberg), die größtenteils keine Perspektive mehr in Stuttgart haben dürften. 36 Spieler stünden unter Vertrag, rechnete Wehrle vor, „ich denke, da sollte eine Zwei davor stehen“.
„Guter Dialog“ mit Undav
Einig sind sich beim VfB alle darüber, dass Deniz Undav nicht zur Schar der Abgänge gehören soll. „Wir wollen die Leistungsträger zusammenhalten“, betonte Wehrle und meinte mit Blick auf den 29-jährigen Nationalstürmer, mit dem Gespräche über eine Verlängerung des nur noch bis 2027 gültigen Arbeitspapiers laufen: „Man muss beide Perspektiven sehen. Es ist wahrscheinlich sein letzter großer Vertrag. Er könnte rein theoretisch auch sagen: ‚Wir müssen gar nicht sprechen, ich kann im Januar ja dann irgendwo anders unterschreiben und kriege eine ordentliche Summe an Handgeld.‘ Das ist aber nicht der Fall. Er weiß schon, was er an uns hat, und er fühlt sich wohl.“
Wehrles Versprechen: „Wir werden den Beratern auf alle Fälle ein sehr wertschätzendes Angebot übermitteln. Aber wir haben auch die Gesamtverantwortung für den Klub, da werden wir nichts völlig Verrücktes machen können. Ich bin aber schon der Meinung, dass wir in einem guten Dialog sind. Wir werden es nach der Saison intensivieren.“
Doch selbst wenn sich die Parteien nicht einig werden sollten, wäre damit Wehrle zufolge ein Abschied noch in diesem Sommer nicht garantiert, entsprechend cool blickt er auf das heiße Thema Undav: „Ich sehe das gar nicht so dramatisch.“
Der VfB Stuttgart will seinen Kader im Sommer verkleinern – und Deniz Undav halten. Doch zu welchem Preis? Alexander Wehrle gab am Sonntag Einblicke.
