Vidovic und Zeitler lauern: Paderborns Puzzle für die Torgefahr 

Im vorderen Mannschaftsteil hat Ralf Kettemann die Qual der Wahl. Nominell bieten sich vor dem Paderborner Pflichtspielstart derzeit acht Kandidaten für drei Positionen an, allerdings mit unterschiedlichen Aussichten.

Trio empfehlt sich Kettemann

Mit dem einstigen Bayern-Talent Gabriel Vidovic, den der SC Paderborn 07 für die neue vereinsinterne Rekordablöse von knapp drei Millionen Euro frisch bei Dinamo Zagreb loseiste, erhöhen sich die Möglichkeiten für Ralf Kettemann in der Offensive nochmals. Aufgabe des Trainers ist nun, aus beträchtlicher personeller Vielfalt heraus bestmögliche Qualität auf den Platz zu bringen.

Eine knifflige Aufgabe: Vidovic wäre bei aller positionellen Flexibilität von Haus aus ein Mann für den linken Flügel. Dort, wo sich mit Deniz Zeitler ein weiterer Neuzugang jüngst beim 4:3-Testspielsieg gegen Köln Lob von Kettemann verdiente. Die Hoffenheim-Leihgabe könnte nach rechts ausweichen, hätte hier aber im Ex-Magdeburger Albert Millgramm einen Mitbewerber, der sich in der Vorbereitung Schritt für Schritt in den Vordergrund spielte.

Mit Kennedy Okpala und Eigengewächs Lasse Eickel gäbe es weitere zurzeit eher bedingte Alternativen. Dazu mit Oliver Batista Meier jedoch auch eine, die, ebenfalls gegen Köln, mit zwei Torbeteiligungen auf sich aufmerksam machte – und Verständnis für den massiven Konkurrenzkampf im vorderen Mannschaftsteil zeigt. „In der Bundesliga brauchst du einfach viele Spieler vorne. Konkurrenz gehört dazu. Wir brauchen sie als Mannschaft“, sagt der frühere Münsteraner.

Problem Chancenverwertung: „Es darf ruhig mal scheppern“

Im Wettstreit um den Platz in der Angriffsmitte punktete unterdessen zuletzt Steffen Tigges. Ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub Köln empfahl sich der 28-Jährige mit dem schlagkräftigsten Argument eines Stürmers: mit Toren. Gleich drei an der Zahl gelangen ihm und verleiteten Kettemann dazu, respektvoll den Hut vor dieser Leistung zu ziehen. Der Trainer hatte im Vorfeld immer wieder mehr Konsequenz im Torabschluss angemahnt, in Erwartung von Bundesligaspielen, in denen es der Aufsteiger womöglich nicht beliebig oft bis in aussichtsreiche Situationen vor dem gegnerischen Kasten schafft.

„Man hat da einfach nicht so viele Momente“, mahnte der Coach und untermauerte seine Kritik mit einer symptomatischen Szene aus der Anfangsphase gegen Köln, in der Tigges-Rivale Stefano Marino einen Kopfball aus bester Position neben das Tor gesetzt hatte. „Da darf es ruhig einmal scheppern.“ Tigges oder Marino wären momentan die Anwärter für eine Formation zum Start, falls nicht einer der Außenspieler in vorderster Front zum Zuge kommt.

Kettemann steht so oder so ein echtes Personalpuzzle bevor. Solange niemand der genannten Akteure mangels Aussicht auf Spielpraxis verliehen wird (was in Paderborn aber noch geplant ist) muss der 39-Jährige aus acht Akteuren die jeweils drei Richtigen finden. Und hat in absehbarer Zeit in Sven Michel (derzeit mit Adduktorenverletzung) sogar noch einen erfahrenen weiteren Mann in der Hinterhand.

 Im vorderen Mannschaftsteil hat Ralf Kettemann die Qual der Wahl. Nominell bieten sich vor dem Paderborner Pflichtspielstart derzeit acht Kandidaten für drei Positionen an, allerdings mit unterschiedlichen Aussichten. 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert