Teil des Freiburger Erfolgsrezepts: Wo sich Schuster sonst „abnutzen“ würde 

Das größte Spiel der Vereinsgeschichte im Kopf, aber ein kleines Finale vor der Brust: Julian Schuster ist sich sicher, dass er mit dem SC Freiburg wie schon in der ganzen Saison „den passenden Mix findet“. Bemerkenswertes gibt es derweil aus der medizinischen Abteilung zu vermelden.

Trotz des Finales voller Fokus auf Leipzig

Vor drei Wochen platzte ein Freiburger Traum. Der Traum, nach 2022 erneut ins DFB-Pokalfinale einzuziehen – und es dann auch zu gewinnen. Doch in der 119. Minute holte der Siegtreffer des VfB Stuttgart den ganzen Breisgau zurück in die Realität. Jetzt, Mitte Mai, soll dieses Erlebnis ein Schlüsselfaktor auf dem Weg zu einem größeren Titel werden.

„Wir hatten eine Leistung gezeigt, die uns berechtigt hätte, ein Finale zu spielen. Aber es hat etwas gefehlt. Dessen müssen wir uns bewusst sein. Das hat uns jetzt auch gegen Braga schon geholfen und das wird uns auch für das Finale helfen. Wir werden die Qualität zu spüren bekommen. Die Frage ist: Was passiert dann? Wie gehst du damit um? Dafür hilft uns jedes große Spiel“, erklärte Julian Schuster am Donnerstag, sechs Tage vor dem großen Finale, zwei Tage vor dem kleinen.

Freiburg kann Sicherheitsnetz spinnen

Denn bevor es am 20. Mai in Istanbul um die Trophäe der Europa League geht, steht das letzte Bundesligaspiel auf dem Programm. Mit einem Sieg über RB Leipzig kann sich der Sport-Club unabhängig von der Konkurrenz aus Frankfurt und Augsburg Platz 7 sichern und damit ein Sicherheitsnetz spannen, sollte das große Finale verloren gehen. Die Teilnahme an der Conference League wäre in diesem Fall gesichert.

Doch wie viel Kraft kann und sollte der SC am Samstag um 15.30 Uhr aufwenden? Abwehrchef Matthias Ginter hatte schon unlängst betont, dass das Finale in der Europa League für ihn Priorität genießt. So klar zugunsten der Partie Richtung Istanbul wollte sich Schuster erwartungsgemäß nicht positionieren: „Wir haben schon das ganze Jahr über den richtigen Mix gefunden, unter der Woche zu spielen, aber auch das Bewusstsein für die Bundesliga zu haben. Wir wollen den 7. Platz, und dafür werden wir auch alles tun. Hier gibt es nichts anderes als das Spiel am Samstag.“

„Das hat uns ausgezeichnet“

Auch wenn das große Finale allen Beteiligten in den Köpfen schwirrt, hat Schuster nicht das Gefühl, er müsste vor dem Heimspiel am Samstag in der Kabine klarmachen, was auf dem Spiel steht. „Überhaupt nicht. Wenn man das Verhalten der Jungs nach dem Braga-Spiel sieht, wie da schon wieder die Ausrichtung, der Fokus da war. Das ist schon etwas, wofür ich sehr dankbar bin, diese Charaktere zu haben, mit diesem Ehrgeiz auch. Ich glaube, das hat uns diese Saison auch wieder ausgezeichnet, genau diese Konkurrenzsituation zu haben, dieser Kampf um die Plätze und einfach investieren zu müssen. Das ist etwas, was du als Trainer gar nicht immer einfordern kannst, weil dann nutzt du dich ab“, schwärmte der 41-Jährige von der Mannschaft.

Und im Grunde auch von der Arbeit der Verantwortlichen im sportlichen Bereich um Jochen Saier und Klemens Hartenbach: „Das sind ideale Voraussetzungen, die der Verein geschaffen hat, dass diese Qualität an Spielern zur Verfügung steht. Das ist eine Riesengrundlage, um sich gemeinsam zu entwickeln.“

Schuster hat die Qual der Wahl

Bemerkenswerte Arbeit macht im Breisgau in dieser Saison auch der athletische und medizinische Bereich. 52 Pflichtspiele stecken den Spielern in Muskeln und Knochen. 54 Spiele werden es am Saisonende in sechs Tagen sein. Und auch wenn der ein oder andere selbstverständlich nicht mehr die Frische des Saisonstarts auf den Platz bekommt, hat Schuster fast die volle Auswahl.

„Ein großes Kompliment an alle, die in Blau dazu beigetragen haben, dass am 14. Mai außer Yuito Suzuki alle Spieler auf dem Trainingsplatz standen. Das ist keine Selbstverständlichkeit bei der Anzahl an Spielen mit den vielen englischen Wochen. Das zeigt auch wirklich die Professionalität der Jungs“, betonte Schuster und setzte fort: „Ein großes Dankeschön wirklich auch an Athletiktrainer, Reha-Trainer, Ärzte, Physios. Ich hoffe, ich habe keinen vergessen. Einfach an alle, die dazu beigetragen haben. Das ist eben auch eine Qualität, abrufbar zu sein und dafür zu sorgen, Qualität auf den Platz zu bringen.“

Das bedeutet, dass auch Patrick Osterhage nach seiner Anfang April durchgeführten Knie-Operation wieder dabei ist. Wenngleich ein Einsatz nach Wochen ohne Spielpraxis angesichts der sportlichen Brisanz eher unwahrscheinlich sein dürfte. Um auch Suzuki fit zubekommen, hätte es magische Kräfte benötigt. Der Japaner hat sich vor nicht mal zwei Wochen eine Fraktur des rechten Schlüsselbeines zugezogen.

Diese Grundlage bietet Schuster vor den zwei Finalspielen diverse Möglichkeiten. Nach seinen Aussagen ist nicht zu prognostizieren, in welchem Rahmen er Spieler für das Europa-League-Finale schonen möchte – oder ob sich die 1-A-Elf zumindest 60 Minuten weiter einspielen soll. Wenn es das nach 52 Pflichtspielen in einer Saison überhaupt noch braucht …

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