Stegemann: 52 Personal-Bewegungen und ein Gladbach-Spiel, das „nicht passieren darf“ 

Borussia Mönchengladbach hat als einzige Mannschaft in der Bundesliga noch keinen Punkt in dieser Saison gesammelt. Am Freitag bezog CEO Stefan Stegemann Stellung zur aktuellen Lage.

Borussias CEO nimmt Stellung

Mit null Punkten aus vier Spielen und 6:16 Toren steht Borussia Mönchengladbach am Ende der Bundesliga-Tabelle. Alarmierende Zahlen, die auch einen Trainerwechsel nach sich zogen. Ausgerechnet vor dem elektrisierenden Derby gegen den 1. FC Köln unmittelbar nach der Länderspielpause muss Alexander Blessin schnellstmöglich den Bock umstoßen.

„Der Saisonstart in der Bundesliga war nach der gewonnenen Pflichtaufgabe im DFB-Pokal für mich und für alle sehr enttäuschend“, wird Borussia-CEO Stefan Stegemann am Freitag vom Verein zitiert: „Das muss man einfach so klar und deutlich sagen. Eine 3:1-Führung daheim gegen Elversberg hätten wir über die Zeit bringen müssen. Und ein Auftritt wie in Freiburg darf uns nicht passieren.“

Beim jüngsten 3:4 gegen Mainz habe man zwar gespürt, „dass es die Mannschaft besser machen wollte“, aber auch „die Verunsicherung aus den vorangegangenen Spielen“. Ansatzpunkte für den neuen Cheftrainer gibt es genügend.

„Es sind sich wohl alle einig, dass es uns aktuell vor allem an defensiver Stabilität fehlt“, so Stegemann: „Hier gilt es, sich nach dem Trainerwechsel neu zu finden. Dazu bedarf es eines zügigen Anpassungsprozesses und eines Trainers, der diese Stabilität herstellt. Alexander Blessin eilt der Ruf voraus, dass er Mannschaften organisieren und klar strukturieren kann. Und die Gespräche, die wir mit ihm geführt haben, haben uns überzeugt.“

Vor allem die Mannschaft sei nun in der Pflicht. Wie es gehen kann, weiß Stegemann: „Ich bin überzeugt: Harte Arbeit, Disziplin und höchste Einsatzbereitschaft werden im Leben in der Regel belohnt. Also müssen wir alles dafür tun, uns diese Belohnung auch zu verdienen.“

Umbruch nötig: „Die Mannschaft brauchte neue Impulse“

Kalt erwischt wurde Stegemann vom besorgniserregenden Saison-Auftakt allerdings nicht. „Im Sommer wurden rund um die Mannschaft und den Staff viele strukturelle und auch personelle Entscheidungen getroffen. Insgesamt gab es in Kader und Staff 52 Personal-Bewegungen“, rechnet er vor. „Das ist enorm, und bei einem solch großen Wechsel braucht es einfach Zeit, bis alle Rädchen ineinandergreifen. Es braucht Zeit, bis alle in neuen Rollen ihre Stärken ausspielen können – sei es individuell oder im Kollektiv mit den Kollegen.“

Kritiker des Umbruchs fängt Stegemann schnell ein. Dieser sei „notwendig“ gewesen. Denn: „Die Mannschaft brauchte neue Impulse. Aber auch wirtschaftlich ist es nach wie vor eine anspruchsvolle Situation, die sich nun aber wieder Schritt für Schritt in die richtige Richtung bewegt. Um Veränderungen herbeizuführen, braucht es Mut.“

Stegemann lobt den Transferüberschuss, den Sportchef Rouven Schröder erzielte. Dieser habe es möglich gemacht, in „Spieler mit Potenzial“ zu investieren. „Diese Spieler werden sich bei uns gut entwickeln und für Borussia in der Zukunft Mehrwerte schaffen“, ist Stegemann überzeugt. Als interne Beispiele führt der CEO Wael Mohya (17 Jahre) oder Mathieu Nguefack (18) an, von den extern verpflichteten Talenten hätten ihn bis dato auch Hugo Bolin (23) und Jan Leszczynski (19) begeistert. „Das war und ist der Weg von Borussia Mönchengladbach“, stellt Stegemann klar. Und gleichzeitig eine Möglichkeit, die „erforderlichen Gehaltskostensenkungen zu erreichen“.

 Borussia Mönchengladbach hat als einzige Mannschaft in der Bundesliga noch keinen Punkt in dieser Saison gesammelt. Am Freitag bezog CEO Stefan Stegemann Stellung zur aktuellen Lage. 

 

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