St. Pauli: Vorletzter – und wie ein Absteiger 

Bis zum Sonntag war der mit patzende Konkurrent VfL Wolfsburg St. Paulis Rettungsanker. Seit dem 1:1 der Niedersachsen in Freiburg und der eigenen, streckenweise alarmierenden Vorstellung beim 1:2 gegen Mainz ist der Vorjahres-Aufsteiger Vorletzter – und präsentiert sich auch wie ein Absteiger.

Seit acht Spielen sieglos und merkwürdig energielos

Der Spielfilm war wie so häufig zuletzt, die Reaktionen der Fans in der Schärfe vom Sonntag neu. Wie in Heidenheim kassierte St. Pauli auch gegen Mainz ein frühes Gegentor und damit einen zwischenzeitlichen Knockout. Anders als am Millerntor üblich, gab es diesmal dafür wütende Pfiffe. Für die Mannschaft nach dem Halbzeitpfiff – und deutlich identifizierbar für Alexander Blessin, als der deutlich später als seine Profis Richtung Kabine ging.

Pfiffe für Blessin, aber keine Diskussion bei den Bossen

Seit acht Spielen ist St. Pauli sieglos, holte in diesem Zeitraum nur mickrige drei Punkte, wirkt von Woche zu Woche energieloser. In Heidenheim hatte das frühe erste Gegentor nach drei Minuten den Stecker gezogen, am Sonntag nun war nach sechs Minuten der Strom weg.

Nach leidenschaftlichem Beginn und einem Doppelfehler von Hauke Wahl und Eric Smith brach St. Pauli in sich zusammen, war nicht mehr fähig zu einer Reaktion. „Das 0:1 ist mein Fehler“, nimmt Wahl die Schuld auf sich, „danach war ein Bruch im Spiel.“ Auch der Trainer sagt: „Wir verteilen wieder ein frühes Geschenk, das killt uns. Danach mussten wir uns schütteln, und dieses Schütteln hat zu lange gedauert.“

St. Paulis Protagonisten befinden, das Schütteln habe bis zur Halbzeitpause gedauert, sie sind bemüht, Hoffnungsschimmer aus dem zweiten Durchgang zu ziehen. „Da haben wir Energie reingebracht“, erklärt Blessin. Zur Wahrheit gehört: Einzig Mainzer Nachlässigkeiten und mehrfach Nikola Vasilj hielten St. Pauli am Leben und machten das 1:2 und eine Schlussphase möglich, die einen engen Fight suggerierte, den es in Wirklichkeit nicht gab.

Sieglos, energielos – und hoffnungslos?

St. Pauli bleibt sieglos, wirkt energielos – und ist hoffnungslos? Einzig die Konstellation mit dem Heimspiel gegen den Konkurrenten VfL Wolfsburg am letzten Spieltag lässt seit Wochen die Chance auf den Relegationsplatz leben. Die existiert auf dem Papier weiterhin, durch das Wolfsburger 1:1 in Freiburg aber hat sich die Ausgangslage zugespitzt, St. Pauli ist nun der Jäger.

Sportliche belastbare Anhaltspunkte, die Hoffnung auf eine Rettung machen, gibt es augenblicklich zudem nur wenige – und die Reaktionen der Zuschauer machen deutlich, dass auch auf den Rängen die Zuversicht schwindet.

Blessin ist nicht entgangen, dass die Pfiffe beim Gang in die Kabine von Teilen des Publikums deutlich vernehmbar waren und ihm gegolten haben. „Das geht nicht spurlos an einem vorbei“, sagt der gebürtige Stuttgarter, „aber ich muss mich dem stellen. Wenn die Fans meinen, sie müssen das an mir auslassen, dann ist das okay.“

Bei den Bossen steht Blessin nicht zur Diskussion, die Spieler führen ebenfalls keine öffentliche Debatte. „Jetzt ist der Zeitpunkt, zusammenzuhalten“, beschwört Kapitän Jackson Irvine abermals einen Zusammenhalt, der während der Spiele zu selten sichtbar wird, und Wahl entgegnet: „Wir sind zwei Spiele vor Schluss, da werden wir nicht anfangen, über den Trainer zu reden.“

Ist in zwei Spielen, wie Wahl mit Verweis auf das reguläre Saisonende sagt, wirklich Schluss, würde dies den Direktabstieg bedeuten. Spätestens seit Sonntag ist klar, dass der Weg über noch insgesamt vier Spiele, also über die Relegation, ans Ziel führen kann. In der aktuellen Verfassung aber erscheint selbst dieser Weg überaus steinig für eine Mannschaft, die nach Rückschlägen regelmäßig einbricht.

 Bis zum Sonntag war der mit patzende Konkurrent VfL Wolfsburg St. Paulis Rettungsanker. Seit dem 1:1 der Niedersachsen in Freiburg und der eigenen, streckenweise alarmierenden Vorstellung beim 1:2 gegen Mainz ist der Vorjahres-Aufsteiger Vorletzter – und präsentiert sich auch wie ein Absteiger. 

 

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