Mit einem Dreier in Freiburg wäre eventuell noch etwas mehr Richtung direkter Rettung gegangen. Nach dem 1:1 richtete etwa Patrick Wimmer den Blick direkt gen Relegation. Dieter Hecking zeigte sich optimistisch.
Eher Relegation statt Rettung laut Wimmer
Mehr Chancen, insgesamt mehr Druck und Spielfluss: Der VfL Wolfsburg handelte am Sonntagabend zum Abschluss des 32. Bundesliga-Spieltags aktiv und wollte die jüngst ordentliche Serie mit vier Punkten aus zwei Partien aufrechterhalten.
Das gelang am Ende, wenngleich nach zwischenzeitlich verdienter Führung nur ein 1:1 in Freiburg zu Buche stand. Alles aber laut Patrick Wimmer kein Hals- und Beinbruch, wie der Österreicher nach Spielschluss gegenüber DAZN benannte: „Wir müssen zufrieden sein, denn wir haben einen Step nach vorn gemacht auf den Platz, wo wir hinwollen.“
In der Tat sprangen die Wölfe durch den einen Zähler am FC St. Pauli vorbei und haben das eigene Relegationsschicksal somit in der eigenen Hand. Denn selbst wenn in einer Woche am Samstagabend (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) gegen den Meister aus München die erwartbare Niederlage folgt, steht am finalen Spieltag eine Woche später (15.30 Uhr) noch das direkte Duell mit den Kiezkickern auf der Agenda.
Wimmer und „das Wichtigste“
Für mehr – so ehrlich zeigte sich Wimmer – reiche es eher nicht mehr bei sechs Punkten Abstand ans rettende Ufer (Bremen auch mit dem besseren Torverhältnis). Natürlich werde man die Resthoffnung nie aufgeben, „doch wir wissen, was jetzt vor der Brust steht. Es kommt mit die beste Mannschaft, die es momentan auf der Welt gibt, zu uns. Aber natürlich werden wir auch gegen die Bayern auf drei Punkte spielen – wenn dann noch was möglich ist, um nach vorn zu rutschen, dann spielen wir natürlich auf das. Am wichtigsten aber ist, dass wir am Ende mindestens 16. werden.“
- Die aktuelle Tabelle
Sein Trainer Dieter Hecking pflichtete seinem Schützling in diesem Punkt bei: „Wir haben jetzt drei Spiele nicht verloren. Man merkt, dass die Dinge, die wir vorantreiben wollen, immer besser greifen. Das stimmt uns zuversichtlich, dass wir das (den Klassenerhalt über die Relegation; Anm. d. Red.) noch schaffen können. Es bleibt aber ein enges Rennen zwischen uns drei – ich nehm Heidenheim da bewusst mit rein. Denn gerade das nächste Wochenende kann uns drei da noch enger zusammenrücken lassen.“
Hecking, der am Sonntag sein 450. Bundesliga-Spiel als Trainer erlebt hatte, gehe aber frohen Mutes die finalen Aufgaben – inklusive der erhofften beiden Extraspiele in der Relegation – an. Seine Argumentation fußte dabei abermals auf den Auftritt seines Teams: „Ich bin mit der Leistung sehr zufrieden. Wenn man auf die 90 Minuten blickt, wäre mehr drin gewesen. Wir sind sehr selten unter Druck geraten, deswegen ist das Gegentor sehr ärgerlich. Von daher sind es ein wenig gemischte Gefühle.“ Was ihn beim hingenommenen 1:1 in Form eines starken Kopfballs von Freiburgs Einwechselspieler Philipp Lienhart genau ärgerte? „Wir müssen noch aggressiver außen raustreten – und dann war zwischen Belocian und Vavro so eine kleine Unstimmigkeit.“
Mit einem Dreier in Freiburg wäre eventuell noch etwas mehr Richtung direkter Rettung gegangen. Nach dem 1:1 richtete etwa Patrick Wimmer den Blick direkt gen Relegation. Dieter Hecking zeigte sich optimistisch.
