Ausgerechnet bei seinem ehemaligen Verein, Union Berlin, schoss Robin Gosens sein erstes Tor für Herzensverein Schalke. Dementsprechend hin- und hergerissen zeigte sich der linke Schienenspieler nach Schlusspfiff.
Erlöste Schalke nach 1203 Tagen
1203 Tage mussten die Schalker auf diesen Moment warten: Am Freitagabend erzielte Robin Gosens das erste Bundesliga-Tor der Königsblauen seit dem 27. Mai 2023 und folgte damit auf Leipzigs Willi Orban, der damals ins eigene Gehäuse getroffen hatte.
Nicht nur für die Königsblauen, sondern auch für den 32-Jährigen selbst war es ein spezielles Tor. Gosens schoss ausgerechnet gegen seinen einzigen Ex-Verein im Bundesliga-Oberhaus, Union Berlin, erstmals ein Tor für seinen Herzensverein. Auf einen Jubel vor der Waldseite hatte er anschließend aus Respekt verzichtet. „Es war sehr besonders für mich. Ich habe sehr viel Respekt vor Union. Auf der anderen Seite war es das erste Tor für Schalke in der Bundesliga. Ich bin Schalke-Fan, Schalke hat mich zum Fußball gebracht. Deswegen waren das komische Gefühle“, verriet der gebürtige Emmericher im Sky-Interview.
Gosens schoss das Tor in einer für ihn typischen Art und Weise
Das 1:0 hatte er derweil in einer für ihn typischen Art und Weise erzielt. Gosens schlich sich bei einer Flanke von Soufiane El-Faouzi am zweiten Pfosten von den Verteidigern weg und schloss überlegt von der linken Fünfmeterecke in die lange Ecke ab. „Immer auf die lange Ecke zielen. So habe ich es auch beigebracht bekommen. Ich glaube, ich habe ein ganz gutes Gefühl, wo der Ball auf den zweiten Pfosten hinkommen kann. Das war über die Jahre immer meine große Stärke, auch in Italien“, analysierte der linke Schienenspieler die Szene.
Gosens sei schlichtweg „sehr froh“, dass er der Mannschaft mit seinem Tor zum ersten Sieg helfen konnte. Beinahe hätten seine Mitspieler diesen noch ohne ihn verspielt, doch durch ihre kämpferische Abwehrleistung brachten die Knappen den Erfolg über die Zeit. „Du brauchst Aufmerksamkeit, Konzentration und Fokus über 95, heute sogar über 100 Minuten. Das haben die Jungs wahnsinnig gut gemacht. Wir haben wenig anbrennen lassen. Dieses Commitment, bis zum Ende durchzuverteidigen, trichtert uns der Trainer in jeder Einheit ein“, lobte der Linksfuß.
Eine solche Leistung benötigen die Königsblauen auch nächste Woche Sonntag gegen das Überraschungsteam aus Elversberg (17.30 Uhr, LIVE! bei kicker). Wenn aber jemand weiß, wie die Saarländer geschlagen werden können, dann sind es die vor Selbstvertrauen strotzenden Schalker. In der Vorsaison gewannen die Knappen 1:0 und 2:1 gegen die SVE.
Ausgerechnet bei seinem ehemaligen Verein, Union Berlin, schoss Robin Gosens sein erstes Tor für Herzensverein Schalke. Dementsprechend hin- und hergerissen zeigte sich der linke Schienenspieler nach Schlusspfiff.
