Schuster appelliert an den DFB: „Da müssen wir eine klare Regelung finden“ 

Vor dem Frankfurter Treffer zum 2:1 gegen den SC Freiburg wurde Matthias Ginter vermeintlich von Elias Baum gefoult. Schiedsrichter Sören Storks entschied sich gegen einen Pfiff, was laut Julian Schuster nicht mit der kommunizierten Regelauslegung einhergeht. Der SC-Trainer richtet einen Appell an den DFB.

SC-Trainer verärgert über Auslegung

Es war erst wenige Augenblicke her, dass der SC Freiburg Mitte der ersten Halbzeit in Frankfurt den Ausgleich erzielt hatte, da klingelte es hinten schon wieder. Nach einer Ecke beförderte Jonathan Burkardt den Ball ins SC-Tor. Im Vorfeld war Matthias Ginter im Zweikampf mit Elias Baum zu Boden gegangen, auf den ersten Blick war das aber eher zu wenig für ein Foul. Ginter beschwerte sich trotzdem vehement beim Schiedsrichter, Torhüter Mio Backhaus holte sich sogar die Gelbe Karte ab und Trainer Julian Schuster ging in die Diskussion mit dem Vierten Offiziellen.

Doch warum waren die Freiburger so ertzürnt über die Entscheidung von Schiedsrichter Sören Storks, wenn doch der Zweikampf zwischen Baum und Ginter eher handelsüblich war? Es hatte damit zu tun, dass der Frankfurter in der Aktion überhaupt nicht zum Ball orientiert war: „Die Schiedsrichter sagen in diesen Situationen: Schaut bitte zum Ball. Wenn man Baum einfach nur beobachtet, schaut der alles andere als zum Ball. Der hat nur eins vor, nämlich den Ginter zu blocken“, sagte Schuster bei Sky.

Hohe Eingriffsschwelle verhindert die VAR-Intervention

Vor der Saison wurden die Trainer und Spieler genau zu solchen Situationen gebrieft – derartige Blocks sollten als Foul gewertet werden. Deshalb hätte sich die SGE auch nicht beschweren dürfen, wenn Schiedsrichter Storks den Treffer zurückgepfiffen oder vorher abgepfiffen hätte. Eine Sache für den VAR war es aber trotzdem eher nicht: Die hohe Eingriffsschwelle stand einer Korrektur durch den Videoassistenten im Weg. So blieb am Ende für Freiburg das Gefühl, dass die Schiedsrichter sich nicht an ihre eigenen Vorgaben halten: „Da müssen wir eine klare Regelung finden. Das wurde schon öfter von uns Trainern angebracht“, befand Schuster.

Für Ginter ist die Sache eindeutig

Eine Erklärung dafür, warum der Pfiff ausblieb, lieferte der Unparteiische noch während der Partie an den in dieser Situation benachteiligten Ginter: Storks habe sich gegen den Pfiff entschieden, weil Ginter nicht mehr hätte eingreifen können. Der Innenverteidiger brachte daraufhin aber mit wenigen Worten auf den Punkt, was viele Freiburger vermutlich dachten: „Da hat er wahrscheinlich recht, aber Foul ist Foul.“ Ganz so einfach war es jedoch in dieser Situation nicht.

Schuster wünscht sich deshalb vor allem eine andere Kommunikation des DFB: „Wir hatten diesen Dialog ja schon vor der Saison und wenn die Schiedsrichter das immer wieder ansprechen, dann weiß ich nicht, warum es nicht gepfiffen wird.“ Schiedsrichter Storks selbst äußerte sich direkt nach der Partie nicht.

 Vor dem Frankfurter Treffer zum 2:1 gegen den SC Freiburg wurde Matthias Ginter vermeintlich von Elias Baum gefoult. Schiedsrichter Sören Storks entschied sich gegen einen Pfiff, was laut Julian Schuster nicht mit der kommunizierten Regelauslegung einhergeht. Der SC-Trainer richtet einen Appell an den DFB. 

 

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