Schnelle Einigung? Warum beim Grimaldo-Poker die Zeit für Bayer spielt 

Atletico Madrid möchte Leverkusens Alejandro Grimaldo verpflichten. Eine Annäherung bei der Ablöse gibt es bislang allerdings nicht. Im Poker um diese spielen der Markt und die Zeit für Bayer 04.

Gespräche mit Atletico

Die Causa ist mit einer gewissen Aufregung verbunden. Seitdem das konkrete Interesse von Atletico Madrid an Leverkusens spanischen WM-Teilnehmer Alejandro Grimaldo publik wurde, ploppen immer neue Meldungen über die Verhandlungen und eine Annäherung der beiden Klubs auf. Mit dem Tenor: Es bewegt sich etwas. Und eine schnelle Einigung stehe bevor.

Ein Ablösepaket von 20 Millionen Euro wäre viel zu wenig

So hieß es, Leverkusens CEO Fernando Carro sei zu Verhandlungen nach Madrid gereist. Gleiches wurde über dessen Geschäftsführer-Kollegen Simon Rolfes berichtet. Letzterer reiste am Sonntag tatsächlich nach Spanien, allerdings um auf Mallorca Gast bei einer Hochzeit zu sein und am Montag zurückzukehren. Und der Spanier Carro hat ohnehin einen Wohnsitz in Madrid – ist in die Gespräche mit Atletico aber immerhin aktiv involviert.

Doch diese waren bis Dienstagvormittag nicht wirklich in Bewegung gekommen. Auch wenn die Marca spekuliert, dass die Verhandlungen für eine Ablöse von 20 Millionen Euro inklusive Bonuszahlungen abgeschlossen werden könnten. Wobei hier eher der Wunsch Atleticos der Vater des Gedankens ist.

Leverkusens Botschaft: Zahlen oder bis 2027 warten

So würde sich Bayer 04 mit einem solchen Paket nicht annähernd zufriedengeben. Vielmehr hat der deutsche Europa-League-Teilnehmer den Spaniern seine Vorstellungen eindeutig mitgeteilt, für welche Summe sie den noch bis Sommer 2027 in Leverkusen unter Vertrag stehenden Linksverteidiger abgeben würde.

Nachdem Bayer 04 vergangene Woche seine Schmerzgrenze intern auf 30 Millionen Euro definiert hatte, ist klar, dass sich das Ablösepaket aus Fixsumme und Boni zwischen 25 und 30 Millionen Euro bewegen muss. Die klare Botschaft an Atletico lautet also: Zahlen oder warten – bis Grimaldos Vertrag 2027 ausläuft.

Der Markt und der Faktor Zeit spielen für Bayer 04

Letzteres Szenario ist eines, mit dem die Leverkusener Verantwortlichen gut leben könnten. Weshalb diese die Causa relativ entspannt beobachten können. Anders als Atletico, kam den „Colchoneros“ bei ihrem eigentlichen Wunschkandidaten Marc Cucurella doch Lokal-Rivale Real Madrid dazwischen, das Atletico den spanischen WM-Teilnehmer für 50 Millionen Euro Ablöse an den FC Chelsea vor der Nase wegschnappte.

Die Gesamt-Gemengelage sorgt dafür, dass Leverkusen gute Karten im Poker hält: Die Zahl der hochkarätigen Alternativen für Atletico auf dieser Position ist überschaubar – und ihr Preis eher höher anzusiedeln als der Grimaldos, der im September bereits 31 Jahre alt wird. Der sich verknappende Linksverteidiger-Markt spielt für Bayer und damit auch die Zeit.

Bayer hat zwei französische Talente im Blick

Diese nutzt der Bundesligist, um die Verpflichtung eines notwendigen Grimaldo-Nachfolgers vorzubereiten. Dabei hat der Klub mit Dayann Methali (20) vom Ex-Klub des neuen Bayer-Trainers Carles Martinez, dem FC Toulouse, und Arsene Kouassi (22) vom FC Lorient zwei Akteure aus der Ligue 1 im Blick.

 Atletico Madrid möchte Leverkusens Alejandro Grimaldo verpflichten. Eine Annäherung bei der Ablöse gibt es bislang allerdings nicht. Im Poker um diese spielen der Markt und die Zeit für Bayer 04. 

 

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