Mit Ilyes Hamache, Martin Wasinski, Steve Noode und Mauro Zalazar hatte der FC Schalke 04 zuletzt vier Spieler bei anderen Vereinen geparkt, erst recht nach dem Aufstieg müssen nun für alle neue Lösungen her.
Kein Bedarf an den Leih-Rückkehrern
Anders als in vielen Sommertransferphasen der vergangenen Jahre steuert Schalke 04 diesmal nicht auf einen XXL-Umbruch zu. Das Gerüst um Führungsspieler wie Kapitän Kenan Karaman, Abwehrboss Nikola Katic und Keeper Loris Karius steht. Wie der kicker bereits Anfang vergangener Woche berichtete, wird Karius seinen bis 2027 gültigen Vertrag vorzeitig verlängern und ins Schalker Spitzenverdiener-Segment vorstoßen.
Hinsichtlich der Kadergröße wollen sich die Königsblauen nicht auf eine definitive Zahl festlegen. Ihre Rechnung sieht so aus: Idealerweise soll jede Position doppelt besetzt sein, hinzu kommen drei bis fünf Spieler. Die Kadergröße würde sich dann um die 26 bewegen. Prognostizieren kann Sportvorstand Frank Baumann schon jetzt, dass es in den kommenden Wochen „mehr Abgänge als Zugänge geben“ wird. Die bisher Verliehenen sollen nicht zu den Zugängen gehören.
Konkret handelt es sich um vier Spieler: Mauro Zalazar (SC Braga U 23), Martin Wasinski (RFC Lüttich), Steve Noode (Titus Petingen) und Ilyes Hamache (SC Amiens). Sie alle haben nicht zuletzt nach dem Aufstieg der Gelsenkirchener einen schweren Stand im Pott. Keiner von ihnen gilt nach Lage der Dinge als Kandidat für den Profikader.
Das Quartett hat zumindest zum Teil keine schlechten Saisons hinter sich, wodurch die Spieler, darauf hofft zumindest der FC Schalke 04, nun besser vermittelbar sein könnten.
Hamache mit dem größten Potenzial
Hamache wäre am ehesten zuzutrauen, dass er sich doch noch einen Platz im Ensemble von Miron Muslic erkämpft. Der Franzose verfügt durchaus über Potenzial als kreativer Ankerpunkt im Mittelfeld. Am ersten Spieltag der Meistersaison, als der FC Schalke mit 2:1 gegen Hertha BSC gewann, konnte man nach einer guten Sommervorbereitung mit Hamache in der Startelf rechnen, letztendlich erhielt aber Peter Remmert den Vorzug. Kurz darauf erfolgte das Leihgeschäft mit dem französischen Zweitligisten SC Amiens. Die Vereine vereinbarten eine Kaufoption, allerdings nur für den Fall des Klassenerhalts.
Amiens stieg als abgeschlagenes Schlusslicht ab (zwölf Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz). Hamache wurde 2025/26 zwar 28-mal eingesetzt und erzielte drei Tore, durchspielen durfte er aber nur selten. Sein S04-Vertrag gilt bis 2028, denkbar ist eine erneute Leihe, aufgrund der mangelnden Perspektive aber natürlich auch ein Verkauf.
Das gilt ebenso für Wasinski, der mit Lüttich in den Play-offs zum Aufstieg in die 1. belgische Liga scheiterte. Er kam 32-mal als Rechtsverteidiger zum Einsatz, sein Vertrag auf Schalke gilt wie bei Mittelfeldspieler Zalazar bis 2028. Innenverteidiger Noode (Vertrag bis 2029) stieg derweil mit Petingen als Vorletzter aus der 1. luxemburgischen Liga ab.
Mit Ilyes Hamache, Martin Wasinski, Steve Noode und Mauro Zalazar hatte der FC Schalke 04 zuletzt vier Spieler bei anderen Vereinen geparkt, erst recht nach dem Aufstieg müssen nun für alle neue Lösungen her.
