Ratloser Maina kritisiert: „Keiner wusste so richtig, was zu tun ist“ 

Erst ging der 1. FC Köln gegen Werder Bremen in Führung, doch dann gaben die Geißböcke das Spiel aus der Hand. Torschütze Linton Maina formulierte anschließend einen eindringlichen Hilferuf.

Köln gibt Sieg aus der Hand

Je näher man am verpassten Erfolg ist, desto ärgerlicher ist es ihn zu verpassen. Mehr als verständlich war es deshalb, wie sehr das 1:1 des 1. FC Köln gegen Werder Bremen den Torschützen Linton Maina wurmte.

„Wir waren richtig gut im Spiel und haben den Gegner dann wie so oft wieder kommen lassen“, monierte der 27-Jährige. Auch dank seines Führungstreffers nach einem guten Ballgewinn von Tom Krauß waren die Kölner vielversprechend in die Partie gestartet, hatten die Norddeutschen im Griff und hätten ob des von Thijs Dallinga verschossenen Handelfmeters sogar einen weiteren Treffer auf dem Konto haben können. Doch dann verfiel der FC in bekannte und ungeliebte Muster.

Der FC bleibt wankelmütig

„Wir haben es in der Kabine angesprochen“, verriet Maina über die zunehmende Passivität des FC nach seinem Tor. Das Team von Trainer René Wagner ließ Werder immer weiter aufkommen, gab Raum auf dem Feld preis und brachte den Gegner zurück ins Spiel. „Wir müssen schnell eine Lösung finden, dass wir daran ganz schnell etwas ändern“, forderte Maina. Mit Blick auf die Schwächephase wurde er deutlich: „Jeder war mit sich selbst beschäftigt und wusste nicht genau, was der Grund oder der Fehler dafür ist.“

Schon beim 3:2 gegen die TSG Hoffenheim und dem 1:4 beim VfB Stuttgart hatte der FC Auftritte mit Licht und Schatten gezeigt. „Wir haben immer wieder Phasen, das ist völlig normal“, beschrieb Maina das Auf und Ab. „Das haben auch die großen Mannschaften, die aber fünf oder zehn schlechte Minuten überbrücken können. Bei uns ist es immer ein ziemlich langer Zeitraum.“

Lange genug für Werder, um ausgleichen zu können. Erst nach dem 1:1 kämpfte sich der FC langsam zurück – und ließ Maina trotzdem ratlos zurück: „Die Sachen, die nicht gut waren, waren kommunikativ, dass keiner so richtig wusste was jetzt zu tun ist. Da müssen wir es schaffen, dass es nicht so dahinplätschert.“

Wagner bleibt positiv

Deutliche Worte, für die Wagner Verständnis zeigte. „Ich kann verstehen, dass jeder Spieler enttäuscht ist nach so einem Spiel“, sagte der 38-Jährige. Auch er habe in der zweiten Hälfte „das Gefühl gehabt, dass man für 20 Minuten nicht mehr so richtig hinten rauskommt. Ich glaube, das gibt jedem ein schlechtes Gefühl“.

Wagner gewann dem Samstagabend trotzdem etwas Positives ab. „Es ist wichtig für uns, die Spiele nicht zu verlieren“, betonte er und resümierte durchaus zu Recht: „Das war ein gerechtes Unentschieden.“ Maina klang da direkt nach dem Spiel weniger milde. „Es ist auf jeden Fall zu wenig. Vor allem gegen Bremen, bei denen es vielleicht ähnlich aussieht wie bei uns. Da wäre es wichtig, zu Hause drei Punkte zu holen. Deswegen fühlt es sich an wie eine Niederlage.“

 Erst ging der 1. FC Köln gegen Werder Bremen in Führung, doch dann gaben die Geißböcke das Spiel aus der Hand. Torschütze Linton Maina formulierte anschließend einen eindringlichen Hilferuf. 

 

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