Beim Stuttgarter Gastspiel in Frankfurt zum Saisonfinale wurden im Deutsche-Bank-Park zahlreiche Feuerwerkskörper gezündet. Weil es auch Verletzte gab, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft.
Drei Personen wurden verletzt
Eintracht Frankfurt kam beim Saisonfinale nicht über ein 2:2 hinaus und verpasste damit auch die Qualifikation für das internationale Geschäft. Die Partie beschäftigt nun aber auch die Ermittlungsbehörden, denn es wurde ein Verfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung in drei Fällen eingeleitet.
Dies bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf dpa-Anfrage, zuvor hatte der Hessische Rundfunk darüber berichtet. Vor und während der Partie am 16. Mai waren auf den Rängen der Frankfurter Arena zahlreiche Feuerwerkskörper gezündet worden. Und das blieb diesmal nicht ohne Folgen.
So erlitt während des Pyro-Eklats eine Frau im Frankfurter Fanblock durch eine brennende Fackel schwere Verbrennungen und musste auch operiert werden. Eine weitere Frau zog sich nach den Behördenangaben Gesichtsverletzungen zu, nachdem sie von einem Feuerwerkskörper am Kopf getroffen worden war. Bei einem dritten Geschädigten seien Art und Schwere der Verletzungen bislang unbekannt, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Unmittelbar nach dem Spiel war noch von zwei Verletzten die Rede gewesen.
Ermittlungen laufen
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es nicht ein Täter war, sondern drei verschiedene. Darüber hinaus wurden auch weitere Ermittlungen gegen eine bislang nicht bekannte Anzahl von Personen wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet. Die Maßnahmen zur Ermittlung und Identifizierung der Täter dauern nach Polizeianbagen noch weiter an.
Bei der Eintracht hatte man direkt nach dem Spiel gar kein Verständnis, verurteilte die Vorkommnisse aufs Schärfste. „Diese Aktion ist ein Wahnsinn, nicht nachzuvollziehen und vollkommen inakzeptabel. Wer in so einem Ausmaß Raketen unters Dach schießt, in der eigenen Kurve, hat ein Stück weit den Verstand verloren“, hatte etwa Frankfurts Vorstandsmitglied Philipp Reschke die Geschehnisse verurteilt.
Beim Stuttgarter Gastspiel in Frankfurt zum Saisonfinale wurden im Deutsche-Bank-Park zahlreiche Feuerwerkskörper gezündet. Weil es auch Verletzte gab, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft.
