Nach acht Jahren bei Bayern: Goretzka unterschreibt bei Aston Villa 

Nach acht Jahren beendete Leon Goretzka Ende Juni sein Kapitel beim FC Bayern. Nun steht fest: Den Mittelfeldspieler zieht es ablösefrei zu Aston Villa.

Erste Auslandsstation

Die vergangene Winter-Transferperiode war längst nicht die erste, in der sich Wechselgerüchte um Leon Goretzka rankten. Von einem sofortigen Abschied war die Rede, was Sportdirektor Christoph Freund allerdings schnell ins rechte Licht rückte: „Im Sommer wird die Zeit für Leon Goretzka vorbei sein.“

Nach der WM tat sich allerdings lange nichts. Goretzka ließ sich bei der Vereinssuche nicht in die Karten schauen. Ende August ist nun aber endgültig klar, wohin es den gebürtigen Bochumer zieht. Nach acht Jahren beim FC Bayern wechselt Goretzka ablösefrei zu Aston Villa.

Ungewohnt offen hatte der 73-malige deutsche Nationalspieler, der bei der WM eine kleinere Rolle als zunächst erwartet innehatte, in einem Interview mit der Zeit im Januar erklärt: „Ich finde es spannend, im Verlauf meiner Karriere ins Ausland zu gehen. Es gibt sehr viele Leute, die der Meinung sind, dass ich mit meiner Art von Fußball sehr gut nach England passen würde.“

Vor allem Angebote aus Italien (Milan galt als stark interessiert) oder Spanien soll es zunächst gegeben haben, nun zieht er aber doch tatsächlich das englische Regenwetter der südeuropäischen Sonne vor. Eine Vertragslaufzeit wurde vorerst nicht genannt.

Stets durchgebissen

Die Münchner Bosse hatten im vergangenen Winter bewusst die letzte Gelegenheit verstreichen lassen, mit der Personalie noch einmal Einnahmen zu generieren. Der Vertrag des nicht immer unumstrittenen Mittelfeld-Antreibers, der 2018 als Confed-Cup-Sieger vom FC Schalke gekommen war, lief dementsprechend zum 30. Juni aus. Was ihn für die vielen Bewerber nur attraktiver machte.

Goretzka galt in München häufiger als Verkaufskandidat, er biss sich aber stets durch und kam auf insgesamt 312 Pflichtspiele für den Rekordmeister. Sieben Deutsche Meisterschaften, drei DFB-Pokal-Triumphe und ein Champions-League-Sieg 2020 stehen in seiner Vita. Ein massiver Faktor, warum ihn die Bayern gerne bereits früher abgegeben hätten, war Goretzkas Salär. Der Box-to-Box-Spieler gehörte schließlich zu den Top-Verdienern im FCB-Kader.

Ein Trumpf in der Königsklasse?

Den Schritt ins Ausland hatte Goretzka schon öffentlich als einen „raus aus der Komfortzone“ beschrieben, der auch „für meine Persönlichkeitsentwicklung“ von zentraler Bedeutung sei. Im Winter wollte Atletico Madrid den physisch starken Antreiber aus München weglocken, doch die Bayern-Verantwortlichen legten ihr Veto ein. Nun zieht es ihn also nach Birmingham zum amtierenden Europa-League-Sieger, der sich vor Goretzka auch intensiver mit Joao Palhinha fürs Mittelfeld beschäftigt hatte.

Unter Trainer Unai Emery soll Goretzka mit seiner Erfahrung weiterhelfen – womöglich auch in der Champions League, für die sich der Vorjahresvierte nicht nur durch den Europa-League-Triumph qualifizierte. In der Königsklasse absolvierte Goretzka bis dato bereits 73 Spiele (sechs Tore).

 Nach acht Jahren beendete Leon Goretzka Ende Juni sein Kapitel beim FC Bayern. Nun steht fest: Den Mittelfeldspieler zieht es ablösefrei zu Aston Villa. 

 

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