Wenn der HSV-Tross am Freitag zum Saisonauftakt nach Dortmund aufbricht, wird Fabio Vieira noch nicht mit dabei sein. Parallel zu den Vorbereitungen auf das Topspiel aber tun alle Beteiligten alles dafür, dass der Portugiese bis zum Transferschluss zurückkehrt.
Intensiver Kampf um den Wunsch-Spieler
Merlin Polzin strahlte Optimismus und Zuversicht aus während der Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag im ersten Stock des Volksparkstadions. Ein Grund ist die sich entspannende Personallage. Miro Muheim arbeitet wegen muskulärer Probleme zwar weiterhin nur individuell und wird den Saisonstart verpassen, dafür aber ist Jordan Torunarigha ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und startklar.
Torunarigha ist zurück im Training und startklar
Der Innenverteidiger hatte am Montag im Pokal beim SC Verl (3:0) kurzfristig wegen muskulärer Probleme passen müssen und wurde vom 19-jährigen Eigengewächs Safiq Nandja vertreten. „Jordan“, gibt Polzin Entwarnung, „hat zuletzt individuell und jetzt auch wieder mit der Mannschaft trainiert. Er steht zur Verfügung.“ Das bedeutet: Die Dreierkette bilden der Ex-Herthaner, der neue Abwehr-Chef Sebastiaan Bornauw und Nicolas Capaldo – und auf der linken Schienenposition darf statt des angeschlagenen WM-Fahrers Muheim tatsächlich der 16-jährige Vorbereitungsgewinner Louis Lemke ran.
Auch die Besetzung des Mittelfeldzentrums steht. Wie während der gesamten Vorbereitung werden sich Albert Grönbaek und Neuling Martin Adeline die Regie untereinander aufteilen – der Franzose aber könnte seinen Platz halbrechts ab der kommenden Woche noch verlieren – wenn der Wunschtransfer dieses Sommers klappt: Fabio Vieira.
Am Dienstag war Sportdirektor Claus Costa in London, um mit dem noch bis 2027 an den FC Arsenal gebundenen Spielmacher zu sprechen, ihm zu signalisieren, wie ernst es dem HSV ist, obwohl er nur die Hälfte der von den Briten geforderten 18 Millionen Euro bieten kann. „Der Besuch von Claus war ein Zeichen der Wertschätzung“, sagt Polzin und verrät: „Ich selbst bin mit Fabio permanent im Austausch.“ Das heißt: Auch der Coach kämpft mit.
„Für viele tolle Momente gesorgt“
„Fabio hat bei uns in der vergangenen Saison für viele tolle Momente gesorgt“, erklärt Polzin, „er ist ein hervorragender Spieler, dazu aber auch noch ein Typ, der hervorragend in unsere Mannschaft gepasst hat. Er wäre ein Riesen-Gewinn für uns.“ Und für diesen Riesen-Gewinn tut der HSV alles. Polzin stellt klar: „Nach dem, was Fabio bei uns gezeigt hat, ist es unsere Pflicht, alles zu geben und das machen wir. Mal sehen, was bis Dienstag noch passiert.“
Hamburgs große Hoffnung ist es seit dem Ende des Leih-Deals und dem Verstreichen der festgeschriebenen Kaufoption in Höhe von 22 Millionen Euro, dass der 26-jährige Wunsch-Spieler bis zum letzten Tag des Transferfensters auf dem Markt bleibt, und Arsenal am Ende lieber das Angebot des HSV annimmt, anstatt einen Profi ohne Perspektive auf der Gehaltsliste zu behalten. Klar scheint: An der intensiven Charme-Offensive von Polzin, Costa und Co. wird der Deal am Ende nicht scheitern.
Wenn der HSV-Tross am Freitag zum Saisonauftakt nach Dortmund aufbricht, wird Fabio Vieira noch nicht mit dabei sein. Parallel zu den Vorbereitungen auf das Topspiel aber tun alle Beteiligten alles dafür, dass der Portugiese bis zum Transferschluss zurückkehrt.
