Mühsame Meter: Die Eintracht stolpert durchs Saisonfinale 

Wunsch und Wirklichkeit klaffen bei Eintracht Frankfurt auch beim 1:1 in Augsburg weit auseinander. Erneut fehlt Konstanz über 90 Minuten – diesmal war ausnahmsweise die erste Hälfte zum Vergessen. Beim Blick auf das Restprogramm regiert das Prinzip Hoffnung.

Kristensens Comeback gibt Optionen

Wenn ein Punkt beim FC Augsburg für eine gewisse Erleichterung in Frankfurt sorgt, sagt das viel über den aktuellen Zustand der Eintracht aus. Ein Zustand, der viele Rätsel aufgibt und den Klub in die Situation manövriert, dass nicht Leipzig, Dortmund oder Leverkusen, sondern eben Augsburg am 31. Spieltag als direkter Konkurrent gefürchtet werden muss. Und das nach dem 1:1 noch immer, wie der Blick aufs Restprogramm verdeutlicht.

Wer am Freitagnachmittag auf der Pressekonferenz den wie üblich recht selbstbewussten Worten Albert Rieras lauschte, ging mit gesteigerten Erwartungen ins Wochenende. „Das war die beste Trainingswoche, seit ich hier bin“, verkündete der Spanier und gab die Route für den Samstag vor: „Am wichtigsten ist, dass ein Team zu sehen ist, das von der ersten Minute an gewinnen will.“ Guter Plan, schlechte Umsetzung. Dieses Frankfurter Team war in der Augsburger WWK-Arena rund 23 Stunden später nicht anwesend.

Rieras Ansage verpufft

Es bleibt nämlich dabei. Fehlende Konstanz in den Leistungen über 90 Minuten ist eines der großen Probleme der Frankfurter Saison. In den vergangenen Wochen war es meist eine bessere erste Halbzeit, auf die ein Leistungsabfall folgte. Dieses Muster wurde durchbrochen – aber nicht so wie gewollt. Die Halbzeiten wurden nur vertauscht, Rieras Ansage von der ersten Minute fand offenbar kein Gehör.

„In der ersten Halbzeit hatten wir Schwierigkeiten, gegen den tief stehenden Gegner Lösungen zu finden. Umschaltmomente haben wir ein bisschen zu oft zugelassen. Das, was wir eigentlich nicht wollten“, monierte Sportvorstand Markus Krösche. „In der zweiten Halbzeit haben wir deutlich mehr Energie, deutlich mehr Zug zum Tor und auch mehr Möglichkeiten gehabt. Und am Ende steht leider nur ein Punkt da, aber die zweite Halbzeit war ein großer Fortschritt im Vergleich zur ersten Halbzeit.“

Die Leistungssteigerung ist stark mit zwei Personalien verknüpft: Can Uzun und der eingewechselte Torschütze Ritsu Doan machten den Unterschied. Zwei Offensivspieler, deren Stärken sich Riera bisher nicht zu nutzen machen konnte und wahlweise gar nicht oder auf suboptimalen Positionen einsetzte.

Arrhovs Debüt misslingt

Auch an diesem Spieltag überraschten Rieras Personalentscheidungen. Der erst 17-jährige Love Arrhov war bei seinem Startelfdebüt sichtlich überfordert, zur Pause korrigierte der Spanier seine Fehleinschätzung. „Er hat in den letzten Wochen super trainiert und immer wieder auch in Einsätzen gezeigt, dass er uns helfen kann. Jetzt hat er es heute nicht ganz so einfach gehabt in der ersten Halbzeit. Aber er ist auf einem sehr guten Weg“, ordnete Krösche ein.

Im Abwehrzentrum überraschte weniger, dass Arthur Theate aus der Startelf rutschte. Die Zahlen belegen die schlechte Saison des Belgiers schwarz auf weiß. Dass aber nicht der gelernte Innenverteidiger Aurele Amenda ins Zentrum rückte und sich stattdessen weiter als Rechtsverteidiger versuchen muss, erschießt sich nicht so recht. Stattdessen durfte Sechser Ellyes Skiri neben Robin Koch ran und startete gleich mit einem haarsträubenden Ballverlust ins Spiel, der beinahe zur ersten Augsburger Großchance führte. Danach stabilisierte sich der Tunesier deutlich.

Die Rückkehr von Rasmus Kristensen bietet Riera die Möglichkeit, ohne Positionsexperimente fortzufahren. Der Däne gab zwei Monate nach Syndesmosenverletzung sein Comeback als Joker und könnte den Posten des Rechtsverteidigers übernehmen – und Amenda folglich ins Zentrum rücken.

Das Prinzip Hoffnung

Ganz unabhängig von einzelnen Personalien bleibt die Mannschaft ein kollektives Rätsel. Die Mentalität und der unbändige Wille, in den vergangenen Jahren stets die Grundlage aller Erfolge, ist völlig verloren gegangen. Rieras Ansatz im 4-1-4-1 mit mannorientiertem Pressing gegen den Ball wirkt schon nach wenigen Wochen zu berechenbar. Eine Mannschaft ohne klare Identität und ein Trainer, der in erster Linie mit dick aufgetragenen Worten auffällt, schleppen sich durch die letzten Meter der Saison.

Das Prinzip Hoffnung regiert auf der Zielgeraden. Hoffnung, dass es vielleicht noch etwas besser wird. Hoffnung, dass durch einen fünften Champions-League-Platz auch Rang 7 in die Europa League führt. Hoffnung, dass dem SC Freiburg in der Liga die Luft ausgeht. Auf sich selbst kann sich die Eintracht nicht verlassen – erst recht nicht beim harten Restprogramm, bei dem in dieser Verfassung auch drei Niederlagen nicht ausgeschlossen sind.

 Wunsch und Wirklichkeit klaffen bei Eintracht Frankfurt auch beim 1:1 in Augsburg weit auseinander. Erneut fehlt Konstanz über 90 Minuten – diesmal war ausnahmsweise die erste Hälfte zum Vergessen. Beim Blick auf das Restprogramm regiert das Prinzip Hoffnung. 

 

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