Gegen Köln bestreitet der FC Bayern sein letztes Ligaspiel und die Generalprobe fürs Pokalfinale. Vincent Kompany will keine Geschenke verteilen.
Bayern-Trainer vor dem letzten Ligaspiel der Saison
Gefeiert wurde und wird gerade viel beim FC Bayern, der sich ja immerhin seit Wochen schon wieder Deutscher Meister nennen darf. Am Montag zum Beispiel erhielt Michael Olise in Paris die Auszeichnung zum besten französischen Spieler im Ausland, am Mittwoch lud Leon Goretzka die Mannschaft vor seinem letzten Heimspiel zu einer Abschiedsparty ganz in weißer Kleidung ein.
Und am Samstag, nach jenem Heimspiel gegen Köln, gibt es für Harry Kane vor den unvermeidlichen Meister-Bierduschen die dritte kicker-Torjägerkanone im dritten Jahr.
Wie die Partie zuvor gegen den FC ausgeht, ist nicht von essenzieller Bedeutung für die Bayern-Saison, ganz zu vernachlässigen ist sie dann aber doch nicht. Immerhin geht es nach dem Königsklassen-Halbfinal-Aus gegen PSG und dem darauffolgenden, streckenweise holprigen 1:0 in Wolfsburg um Rhythmus und Schärfe, um sich fürs Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart einzustimmen.
„Wenn wir nur eins von beiden Spielen gewinnen, dann lieber Stuttgart“, sagt Trainer Vincent Kompany, allerdings mit dem nicht so unwichtigen Zusatz, dass er beim FC Bayern sowieso jedes Spiel gewinnen müsse. „Bei uns gibt es das Gefühl nicht, dass es vielleicht ein freies Spiel ist, nein. Wir wollen gewinnen, morgen sind wieder 75.000 Leute, die kommen, mit Kindern. Die werden sich den ganzen Tag freuen und dahinfahren. Es muss alles passen.“
Weil ja auch der Gegner noch ein Wörtchen mitzureden hat an der Grundstimmung des späteren Nachmittags und vor allem Abends, wenn die Mannschaft auf dem Nockherberg erneut die Meisterschaft feiert. Ehe es dann am Sonntag traditionell auf den Rathaus-Balkon geht. Als „konterstark“ bezeichnet Kompany die Kölner, als „emotionalen Verein“ noch dazu.
Goretzka bekommt sein Abschiedsspiel gegen Köln
Emotionen hätte er jedoch gerne auch bei seiner Mannschaft, die teilweise schon steht. Manuel Neuer wird das Tor hüten, und im Mittelfeld startet der scheidende Leon Goretzka. „Das ist aber kein Geschenk“, erklärt Kompany. „Das ist etwas, das er sich über viele Jahre verdient hat. Das ändert nichts am Ziel. Es ist auch ein schönes Zeichen für die Gruppe: Was, wenn jemand anderes mal in die Situation kommt? Ich finde es wichtig, dass er dann seine Bühne verdient. Es wird schön sein, hoffentlich.“
Auch wenn mit Goretzka laut Aussage des Trainers schon besprochen ist, dass er auf einen Extra-Applaus verzichten müsste, wenn die Mannschaft kurz vor Schluss in Rückstand liegen sollte und es bei der Auswechslung schneller gehen muss. Auch dann gäbe es bei allem Konjunktiv nach dem Spielende eine Bierdusche. Oder mehrere.
Gegen Köln bestreitet der FC Bayern sein letztes Ligaspiel und die Generalprobe fürs Pokalfinale. Vincent Kompany will keine Geschenke verteilen.
