Kölns Geißbockheim-Ausbau: Politischer Durchbruch nach zwölf Jahren 

Seit 2014 kämpft der 1. FC Köln um neue Plätze und ein neues Leistungszentrum rund ums Geißbockheim. Nun ist ein Ende in Sicht – vorbehaltlich einer Prüfung der Stadtverwaltung.

Satellitenplätze für den FC

Am Mittwochabend präsentierte der 1. FC Köln mit Luka Lochoshvili seinen ersten Neuzugang der Saison. Quasi parallel flatterte aber noch eine weitere positive Nachricht für die Geißböcke ins Haus: Der Kölner Stadtrat hat mehrheitlich einem Antrag zugestimmt, der dem FC die Ertüchtigung von drei Satellitenplätzen nahe des Geißbockheims in Aussicht stellt. Vor dem endgültigen Startschuss steht allerdings noch eine Prüfung der Stadtverwaltung aus.

Dennoch ist es ein entscheidender Schritt für die Kölner, denen es schon jetzt an Trainingsmöglichkeiten mangelt. Zuletzt entschied man sich sogar aufgrund fehlender Kapazitäten gegen eine Teilnahme an der neu gegründeten U-21-Liga. Die drei angedachten Plätze an der Gleueler Wiese wurden erst Anfang Juni erneut blockiert, am 14. August ist ein neuer Termin vor dem Oberverwaltungsgericht angesetzt, zudem fehlt dem FC noch die politische Mehrheit für einen benötigten Pachtvertrag.

Anfang 2027 sollen die Bagger rollen

Doch statt sich zu ergeben, blieben die FC-Verantwortlichen diesmal auf dem Gaspedal, erhöhten den Druck und machten klar, trotz allem Anfang 2027 mit dem Ausbau des Geißbockheims beginnen zu wollen, der einen weiteren Trainingsplatz kosten wird. Ein Vorhaben, das mit den nun in Aussicht gestellten Satellitenplätzen realisiert werden kann.

„Nach jahrelanger Blockade hat der Rat heute ein starkes Signal gesendet und ganz klar für den Sport in Köln gestimmt – und zwar ausdrücklich für den Spitzen- wie für den Breitensport gleichermaßen“, erklärt Philipp Türoff als Sprecher der Geschäftsführung zufrieden. „Nach diesem eindeutigen politischen Auftrag ist nun die Stadtverwaltung gefordert. Sobald die Genehmigungen vorliegen, starten wir umgehend mit der Umsetzung.“

„Wirklich etwas zu feiern gibt es aber erst, wenn wir zur Tat schreiten können.“ (Philipp Türoff)

Diese beinhaltet zum einen den Umbau von „Platz 2“ am Geißbockheim zu einem Hybridrasen mit Flutlicht. Außerdem soll der Ascheplatz an der Eichenkreuzanlage des SC Blau-Weiß 06 Köln zu einem Kunstrasenplatz inklusive saniertem Flutlicht werden. Aus der bereits angemieteten „Kampfbahn“ nördlich der Eichenkreuzanlage soll ein Hybridrasen mit Flutlicht werden.

Sämtliche Kosten trägt dabei der FC, der zudem auch einen Großteil der Modernisierungen des Kabinengebäudes auf dem Fort Deckstein, an dem die beiden letztgenannten Plätze liegen, trägt. Die Stadt zahlt die Dachsanierung. Außerhalb der Nutzungszeiten der Geißböcke sollen die Plätze dem Breitensport zur Verfügung gestellt werden, ebenso wie die modernisierten Kabinen.

„Das war ein guter Tag“, betont Türoff zwar, allerdings weiß auch er: „Wirklich etwas zu feiern gibt es aber erst, wenn wir zur Tat schreiten können.“ Dann, wenn die Stadtverwaltung ihr grünes Licht gibt und der Kampf des 1. FC Köln für neue Trainingsplätze nach zwölf Jahren endlich ein Ende nimmt.

 Seit 2014 kämpft der 1. FC Köln um neue Plätze und ein neues Leistungszentrum rund ums Geißbockheim. Nun ist ein Ende in Sicht – vorbehaltlich einer Prüfung der Stadtverwaltung. 

 

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