Der Transfer von DFB-Außenverteidiger Nathaniel Brown dürfte zügig über die Bühne gehen. Fraglich ist, wie es mit den Verkäufen weitergeht – vor allem in der Personalie Alexander Nübel.
Bewegung an Bayerns Personalfront
Das neue Geschäftsjahr hat am 1. Juli begonnen. Direkt wurde der Transfer von Ismael Saibari offiziell verkündet. Tags drauf, an diesem Donnerstag, folgte der Medizincheck von Nathaniel Brown. Auch sein Wechsel von Eintracht Frankfurt dürfte zeitnah als fix vermeldet werden. Damit dürften die Ablösesummen, die über die Vertragslaufzeit abgeschrieben werden, die abgelaufene Bilanz nicht mehr beeinträchtigen – und der FC Bayern das Geschäftsjahr mit einem Plus beenden.
Und das, obwohl kein Klub, mit Ausnahme Real Madrid, sich so großzügig zu seinen Profis zeigt wie die Münchner. Sollte Michael Olise seinen bis 2029 laufenden Vertrag in München verlängern, wäre fast eine halbe Startelf mit 20-Millionen-Euro-Plus-Verträgen ausgestattet. Darunter Jamal Musiala und der zumindest an der Grenze liegende Joshua Kimmich, die bei der WM enttäuschten.
Neben den Verträgen von Kimmich, Musiala, Alphonso Davies und Dayot Upamecano fallen jetzt auch die Arbeitspapiere anderer, wie von Alexander Nübel, ins Gewicht. Sportvorstand Max Eberl, der dem Torhüter vor Wochen schon mitgeteilt hat, dass er nicht mehr mit ihm plane, hatte den Kontrakt mit Nübel kurz nach seinem Amtsantritt im April 2024 vorschnell um fünf Jahre und zu nahezu doppeltem Gehalt verlängert. Zehn Monate später verpflichtete der Sportboss dann Jonas Urbig – und Nübel spielte keine Rolle mehr. Als dann Manuel Neuer vorige Saison seinen Vertrag verlängerte, erhielt Nübel allerdings nochmals ein weiteres Jahr bis 2030.
Für Nübel geht es noch um rund 40 Millionen Euro
Dass Eberl jetzt den Leih-Rückkehrer aus Stuttgart durch die Hintertür aussortieren möchte, stößt logischerweise auf Unverständnis beim Spieler. Schließlich geht es für diesen noch um gut 40 Millionen Euro. Also selbst, wenn sich ein Abnehmer finden ließe, könnte es für den FC Bayern noch teuer werden – in Form einer Ausgleichszahlung. Die großen Einnahmen werden sich mit Nübel wohl eher nicht generieren lassen.
Gute Nachrichten gibt es derweil von Lennart Karl. Der Youngster hat nach seinem Muskelbündelriss die ersten Reha-Einheiten absolviert. Bis zum Saisonstart soll der 18-Jährige wieder fit sein. Seine Verletzung an sich aber bleibt weiter Thema bei den Münchnern. Die vielen schweren Muskelverletzungen bei jungen Spielern, die bei den Profis eingesetzt und/oder trainiert haben, beschäftigen die FCB-Verantwortlichen. Die Thematik soll zwar zeitnah aufgearbeitet werden – allerdings verläuft die Fehler-Findungs-Suche komplizierter als gedacht.
Der Transfer von DFB-Außenverteidiger Nathaniel Brown dürfte zügig über die Bühne gehen. Fraglich ist, wie es mit den Verkäufen weitergeht – vor allem in der Personalie Alexander Nübel.
