„In keinster Weise interessant“: Paderborn blockt Angebote für Top-Spieler ab 

Drei Leistungsträger hat Aufsteiger Paderborn in diesem Sommer bereits verloren, um weitere buhlen andere Klubs. Bisher erfolglos, weil den Ostwestfalen die Offerten nicht gut genug waren. Das gilt allerdings auch umgekehrt im Werben um Verstärkungen, wie der Geschäftsführer Sport des Klubs verrät …

Sportchef Lange erklärt Verhalten auf dem Transfermarkt

Der Aderlass beim SC Paderborn 07 war in diesem Sommer nicht unerheblich. In Torhüter Dennis Seimen, den der VfB Stuttgart nach einjähriger Leihe zurückbeorderte, und Verteidiger Calvin Brackelmann, den es ablösefrei nach Augsburg zog, hatte der Aufsteiger unmittelbar nach dem Coup in der Relegation gegen Wolfsburg zwei Leistungsträger verloren. In Torjäger Filip Bilbija (15 Treffer in der abgelaufenen Zweitligasaison), der sich nach ausgelaufenem Vertrag Englands Zweitligist Derby County anschloss, kam in der vergangenen Woche ein dritter Aufstiegsheld hinzu.

Weitere Einschnitte soll es nach dem Wunsch der Paderborner Verantwortlichen nicht geben. Im Unterschied zu den Vorjahren, als Transfereinnahmen die Gesamtbilanz des Geschäftsjahres nicht nur ausgleichen mussten, sondern beim Abbau von Verbindlichkeiten halfen, sitzt man nun deutlich selbstbewusster an den Verhandlungstischen. „Wir arbeiten nicht mehr defizitär, werden das Bundesligajahr, so ist es das Ziel, mit einem Gewinn abschließen und sind dabei aber nicht auf Erlöse angewiesen, so wie in der 2. Liga“, sagt Sebastian Lange.

Offerten für „vier bis fünf“ Akteure – darunter Curda und Baur

Der Sportchef wurde dabei jüngst schon auf die eine oder andere Probe gestellt, denn das Buhlen anderer Klubs um Paderborner Leistungsträger geht weiter. „Es gab in dieser Transferperiode schon Angebote für Spieler, aktuell gibt es keine“, so Lange. „Weil wir alle abgelehnt haben.“ Der Aufsteiger blockte nach seiner Darstellung die Anfragen ab. „Alles, was bisher kam, ist für uns in keinster Weise wirtschaftlich interessant.“

Zu gleich „vier bis fünf“ Akteuren des Kaders seien Offerten eingegangen, so Lange. Namen nennt er nicht. Doch bekannt wurde in den vergangenen Tagen, dass in Laurin Curda (Interesse von Mainz 05) und Mika Baur (Celtic Glasgow) zwei Paderborner ganz oben auf der Liste stehen. Pikant ausgerechnet bei diesen Top-Spielern: Ihre Verträge laufen zum Saisonende aus.

Jetzt, spätestens aber in der nächsten Wintertransferperiode wäre letztmals mit ihnen Geld zu verdienen. Lange: „Am Ende entscheiden wir, was für uns wirtschaftlich interessant ist.“ Heißt: Es müssten schon deutlich höhere Summen als die bisher kolportierten drei bis fünf Millionen Euro für die jeweiligen Spieler geboten werden. „Die Finanzseite könnte einmal sagen, dass etwas für den SC Paderborn interessant ist. So lange das aber nicht passiert, brauchen wir darüber nicht zu reden.“

Für den Verein steht derzeit über allem, eine erfolgreiche Saison zu spielen und diese möglichst mit dem Klassenerhalt abzuschließen. Dafür will man sich nicht weiter sportlich schwächen. Man bewerte dabei jeden Fall unterschiedlich, so Lange. „Wir haben einen Kaderwert, den wir selbst intern nach einem Schlüssel ermitteln. Es gibt einen sportlichen und einen wirtschaftlichen Wert, der sich bei jedem Spieler unterscheidet und von dem abhängig, wie wichtig der Spieler für uns ist.“

Konkrete Bemühungen, mit den begehrten Spielern neue Verträge abzuschließen, ruhten derzeit in der Vorbereitung zwar. Man sei aber fortwährend in lockeren Gesprächen. „Alle Spieler, die hier sind, sind vollumfänglich motiviert, hier Bundesliga zu spielen. Die Jungs haben sicherlich Ziele und Träume. Aber wenn einer einen Arbeitsvertrag hat und wir vor einer Highlight-Saison stehen, dann entscheiden wir, was passiert.“

Rekordsummen für Proschwitz und Stöger werden wohl überboten

Dass abgebende Vereine hohe Preise aufrufen, erfährt Lange umgekehrt auch bei der Suche nach weiteren Verstärkungen, die vor allem für die Offensive des Teams von Ralf Kettemann noch kommen sollen. Beim japanischen Flügelspieler Daisuke Yokota prallte man dem Vernehmen nach mit den zunächst gebotenen 2,5 Millionen Euro bei Hannover 96 ab.

„Es gibt ein ganz normales Ausloten der Preise“, stellt Lange losgelöst von dieser Personalie fest. „Fragen stellen kostet nichts, und da kriegt man auch Antworten, die einem nicht immer gefallen.“ Deutlich siebenstellige Summen können aber demnächst auch aus Paderborn fließen. „Dazu sind wir in der Lage, ja. Ob wir es machen, ist etwas anderes. Es muss schon passen.“ So oder so gilt als sicher, dass die bisherigen Rekordverpflichtungen der Ostwestfalen, jeweils eine Million Euro für Nick Proschwitz (2011, FC Luzern) und Kevin Stöger (2015, VfB Stuttgart), wohl deutlich überboten werden.

„Wir sind komplett handlungsfähig. Es muss aber auch sportlich Sinn machen. Daran arbeiten wir“, betont Lange. Bisher habe man in diesem Sommer nach altbekanntem Beuteschema Spieler zu sehr guten Preisen bekommen, „aufgrund von Ausstiegsklauseln oder der einen oder anderen Marktinfo, die wir recht früh hatten“.

Nun bestehe die Kunst auch darin, Ruhe zu bewahren und den richtigen Moment abzuwarten, bis das Wechselkarussell richtig Fahrt aufnimmt. „Weil es auch Spieler gibt, die am 1.6. für acht Millionen Euro zu haben sind und am 1.8. nur noch für vier.“ Eine lange und intensive Zeit stehe bis zum Schließen des Transferfensters noch bevor. „Aber“, so Lange, „man muss auf seine Chance warten.“

 Drei Leistungsträger hat Aufsteiger Paderborn in diesem Sommer bereits verloren, um weitere buhlen andere Klubs. Bisher erfolglos, weil den Ostwestfalen die Offerten nicht gut genug waren. Das gilt allerdings auch umgekehrt im Werben um Verstärkungen, wie der Geschäftsführer Sport des Klubs verrät … 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Wettanbieter
24Casino

JAHRESUMSATZ: 1.000.000€
BESITZER: Dama N.V.
LIZENZ: Curacao

Viking Luck

JAHRESUMSATZ: 1.000.000€
BESITZER: NovaForge Ltd
LIZENZ: Komoren (Anjouan Gaming)

Wild.io

JAHRESUMSATZ: 1.000.000€
BESITZER: Nonce Gaming B.V.
LIZENZ: Curacao (CIL)

CryptoRush

JAHRESUMSATZ: 1.000.000€
BESITZER: Futura Entertainment B.V.
LIZENZ: Curacao (CIL)

Wolfbet

JAHRESUMSATZ: 1.000.000€
BESITZER: PixelPulse N.V.
LIZENZ: Anjouan