Robin Koch wird die Eintracht auch in der neuen Saison als Kapitän aufs Feld führen. Diese Entscheidung hat Trainer Adi Hütter nun getroffen – und im Gespräch mit dem kicker begründet.
„Er hat sich sehr, sehr gut präsentiert“
Im vergangenen Sommer trat Robin Koch die Nachfolge des nach Paris gewechselten Torhüters Kevin Trapp als Kapitän von Eintracht Frankfurt an. Es folgte eine schwierige Saison mit vielen Gegentoren. Auch Koch spielte wie so viele seiner Kollegen unterhalb seiner Möglichkeiten. Der vermeintliche Mangel an Führungskräften auf dem Feld war häufig Thema von Diskussionen.
Der neue Trainer Adi Hütter sieht allerdings keinen Anlass, den Kapitän abzusägen. Am Donnerstag bekräftigte der Coach im Gespräch mit dem kicker: „Ich wüsste keinen Grund, warum ich das ändern sollte. Er ist ein erfahrener Spieler, der selbst weiß, dass die vergangene Saison keine gute war. Aber ich bin nicht dazu da, das zu bewerten. Robin hat sich jetzt wirklich sehr, sehr gut präsentiert. Er ist nicht der ganz große Lautsprecher, aber trotzdem ein Leader für die Mannschaft.“
„Eine riesige Ehre“
Die einzige ernsthafte Alternative für das Kapitänsamt wäre Stürmer Jonathan Burkardt gewesen. Dass Hütter bei der Kapitänsfrage keine überflüssige Baustelle aufmacht, ist nachvollziehbar und logisch. Zumal auch Burkardt kein großer Lautsprecher ist. Koch bekräftigte kürzlich in einem Interview in der FAZ: „Ich kam vor drei Jahren mit dem Anspruch hierher, Führungsspieler zu sein. Dem fühle ich mich wie am ersten Tag verpflichtet. Und mit oder ohne Binde probiere ich, immer abzuliefern. Aber Kapitän bei Eintracht Frankfurt zu sein, ist eine riesige Ehre, und ich bin absolut bereit, das fortzuführen.“
Die mit dem Kapitänsamt einhergehende Verantwortung habe ihn nicht von der eigenen Leistung abgelenkt: „Du spielst dein Spiel, du bist im Tunnel. Die Binde hat für mich keine negativen Auswirkungen auf meine Herangehensweise an die Partien, sondern nur positive. Es gehört dazu, dass du in deiner Karriere auch mal eine Saison hast, in der du nicht top performst. Das hat aber nichts mit der Binde an meinem Arm zu tun.“
Wichtig wird sein, dass die Eintracht im Kollektiv wieder stärker verteidigt, kompakter und mit einer besseren Absicherung. Dann ist es auch Innenverteidiger Koch zuzutrauen, zurück zu alter Stärke zu finden. Das nun ausgesprochene Vertrauen des Trainers dürfte sich allemal motivierend und damit leistungsfördernd auswirken.
Robin Koch wird die Eintracht auch in der neuen Saison als Kapitän aufs Feld führen. Diese Entscheidung hat Trainer Adi Hütter nun getroffen – und im Gespräch mit dem kicker begründet.
