HSV-Mäzen Kühne verstorben 

Klaus-Michael Kühne ist gestorben, das bestätigte sein Unternehmen Kühne + Nagel. Der Milliardär und HSV-Mäzen wurde 89 Jahre alt.

Im Alter von 89 Jahren

Der Logistik-Milliardär und Großaktionär von Lufthansa Klaus-Michael Kühne ist im Alter von 89 Jahren verstorben. Der gebürtige Hamburger hatte jahrelang den HSV finanziell unterstützt.

„Mit dem Tod von Klaus-Michael haben wir einen Visionär, einen großartigen Unternehmer und eine außergewöhnliche Persönlichkeit verloren. Unsere Gedanken sind bei seiner Witwe Christine Kühne. Der Vorstand und das gesamte Unternehmen werden das Andenken an Klaus-Michael Kühne mit größtem Respekt und Dankbarkeit in Ehren halten“, erklärte Jörg Wolle, Vorstandsvorsitzender der Kühne+Nagel International AG. Kühne sei in der Nacht zu Montag in Schindellegi/Schweiz verstorben.

Kühne galt laut Handelsblatt mit einem geschätzten Vermögen von 36 Milliarden Euro hinter Kaufland-Gründer Dieter Schwarz als zweitreichster Deutscher. Schon in jungen Jahren wurde er der Vorstandsvorsitzende des Logistik- und Familien-Unternehmens Kühne + Nagel. Über seine Kühne Holding hielt er zahlreiche Beteiligungen an Unternehmen. Nach seinem Tod soll sein Vermögen an die von ihm gegründete Kühne-Stiftung übergehen, Kühne war kinderlos geblieben.

Ein Mäzen, der sich einmischte

Dem Hamburger SV half er mit dreistelligen Millionensummen regelmäßig aus dem finanziellen Schlamassel. Zeitweise hielt er über 20 Prozent an der ausgegliederten HSV Fußball AG. Zuletzt erwarb Kühne auch die Namensrechte am HSV-Stadion, so dass die Arena wieder Volksparkstadion heißen konnte.

Für seine finanziellen Zuwendungen nahm er allerdings auch mehrmals Einfluss in die sportlichen Belange des Traditionsklubs, dadurch machte sich Kühne bei den handelnden Personen im Klub und bei den Fans nicht nur Freunde.

Zuletzt wurde es beim HSV aber ruhiger um Kühne, auch aus finanzieller Sicht. Als „völlig missglücktes Abenteuer als Investor“ bezeichnet er im Jahr 2021 sein Engagement beim HSV. Er habe sich vom Verein mittlerweile sogar „innerlich verabschiedet“: „Ich bin noch Aktionär, aber es macht keinen Spaß mehr.“

„“KMK“ war für den HSV stets da, wenn dieser ihn brauchte.“ (Aus dem Nachruf des Hamburger SV)

Wie der Hamburger SV inzwischen in einem Nachruf auf der vereinseigenen Website verriet, verfolgte Kühne allerdings auch nach den „schmerzlichsten Pleiten jedes nächste HSV-Spiel voller Leidenschaft, mit Daumendrücken und Siegeshoffnung“. Der Kauf des Stadionnamensrechts sei ein „Imagebooster der besonderen Art“ gewesen. „Ausgerechnet er gab der mehrfach umbenannten Heimspielstätte ihren ursprünglichen Namen zurück: Volksparkstadion. Er ermöglichte diesen Schritt. „KMK“ war für den HSV stets da, wenn dieser ihn brauchte.“

Im Stadion selbst war Kühne zuletzt vor elf Jahren gewesen. „Der HSV wird Klaus-Michael Kühne in Ehren behalten. Unser Beileid und Mitgefühl gelten seiner Ehefrau Christine. Ruhe in Frieden, KMK.“

 Klaus-Michael Kühne ist gestorben, das bestätigte sein Unternehmen Kühne + Nagel. Der Milliardär und HSV-Mäzen wurde 89 Jahre alt. 

 

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