Mit dem Verteidiger Arthur Chaves steht auch Hoffenheims letzter Abgangskandidat unmittelbar vor dem Absprung. Doch trotz des Deadline Days hierzulande besteht bei dem Brasilianer kein Grund zur Hektik.
Verteidiger zieht es in die Heimat
Nach Dennis Geiger (ablösefrei nach Nijmegen) steht nun auch der letzte verbliebene Abgabe-Kandidat der TSG Hoffenheim vor einem Wechsel. Auch bei Arthur Chaves hatten die Verantwortlichen dem Spieler und dem Markt frühzeitig die grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, den Verteidiger abzugeben, nun bahnt sich auf der Zielgeraden dieser Transferperiode eine Lösung an.
Sao Paulo oder ein Klub aus Rio?
Und die ist unabhängig vom heutigen Deadline Day hierzulande. Zwar hatten sich zuletzt wohl auch noch Interessenten aus Deutschland gemeldet, doch bei Chaves kommen Märkte ins Spiel, die noch etwas länger geöffnet haben. So sollen sich zuletzt etwa türkische Klubs für den Abwehrspieler interessiert haben, dorthin sind noch bis Freitag Transfers möglich. Doch nach kicker-Informationen zieht es den Brasilianer in die Heimat zurück. Dort schließt das Fenster erst am 11. September, kein Grund also, in hektische Betriebsamkeit zu verfallen.
Der 25-Jährige war vor zwei Jahren für stattliche sechs Millionen Euro vom damaligen portugiesischen Zweitligisten und Partnerklub der TSG, Academico Viseu, in den Kraichgau gewechselt und hatte schneller als erwartet dort als Stammkraft auch Fuß gefasst. Das änderte sich allerdings im zweiten Jahr gewaltig. Als Konsequenz ließ sich Chaves in der Rückrunde der Vorsaison zum Ligakonkurrenten FC Augsburg ausleihen, wo er immerhin elf Einsätze verbuchte. Doch eine neue Perspektive ergab sich dadurch weder in Hoffenheim noch bei einem anderen für Chaves interessanten Klub.
Hoffenheims 23. Abgang seit der Vorsaison steht an
Bereits 2022 hatte Chaves, der auch deutsche Vorfahren hat, seine Heimat verlassen und sich in Portugal Viseu angeschlossen. Offenbar nagen die Zweifel an der großen Karriere in Europa nun zu stark an ihm, deshalb strebt Chaves eine Rückkehr an. Welcher Verein unter welchen Bedingungen am Ende den Zuschlag erhält, scheint noch offen. Zuletzt waren drei Interessenten gehandelt worden: Der FC Sao Paulo sowie die beiden Klubs aus Rio de Janeiro, Botafogo und Vasco da Gama.
Hoffenheim strebt einen Verkauf an und dürfte die einst investierten Millionen sicherlich gerne wiedersehen. Ob es einen unmittelbaren Verkauf oder eine Leihe mit Kaufverpflichtung werden wird, muss man noch abwarten. Dem Vernehmen nach wollen aber alle Parteien das Transferfenster nicht über Gebühr ausreizen, sondern eine zügige Lösung anstreben.
Mit Chaves steht nun allein in diesem Sommer bereits die 23. Transferaktivität auf der Hoffenheimer Abgangsseite bevor, allesamt Spieler, die final verkauft oder weiterverliehen wurden. Erneut eine erstaunliche Quote, mit der der im vergangenen Sommer eingeleitete Generalumbruch nun weitestgehend abgeschlossen ist.
Mit dem Verteidiger Arthur Chaves steht auch Hoffenheims letzter Abgangskandidat unmittelbar vor dem Absprung. Doch trotz des Deadline Days hierzulande besteht bei dem Brasilianer kein Grund zur Hektik.
