Fünf Tage intensives Arbeiten. Zeit für ein Fazit. Stuttgarts Cheftrainer Sebastian Hoeneß spricht über den Leistungsstand, die fehlenden Leweling und El Khannouss sowie über die NLZ-Talente.
Zum Ende des Trainingslagers
Aus dem Stuttgarter Trainingslager in Grassau berichtet George Moissidis
Eine Woche Chiemgau mit Hitze, intensiven Übungseinheiten und einem Teambuilding-Tag liegen hinter dem VfB Stuttgart. Dazu ohne irgendwelche Komplikationen. Cheftrainer Sebastian Hoeneß ist zufrieden und spricht über …
… das Trainingslager allgemein:
Es war ein durchweg gelungenes Trainingslager. Wir haben gute Bedingungen gehabt, die Jungs haben mitgezogen, wir haben keinen großen Ausfall. Wir sind wieder einen Schritt weiter.
… den Leistungsstand der Spieler:
Du siehst natürlich schon noch die Unterschiede zwischen den Jungs, die von Anfang an dabei sind, und denen, die später dazugekommen sind. Verletzungsbedingt oder aufgrund der Nationalmannschaft. Da ist sicher noch ein Unterschied, was die Frische angeht. Aber es ist alles so, wie es sein soll.
„Chris setzt nur fort, was er letztes Jahr bereits gezeigt hat.“ (Hoeneß über Führich)
… Chris Führich, der eine starke Vorbereitung spielt und auch physisch einen sehr guten Eindruck macht:
Er ist in einer sehr guten körperlichen Verfassung. Aber nicht erst seit dieser Vorbereitung. Das war er schon im vergangenen Jahr. Er setzt nur fort, was er letztes Jahr bereits gezeigt hat. Er ist sehr agil, sehr torhungrig, ehrgeizig. Das ist ein gutes Zeichen.
… Atakan Karazor und die Frage, ob er Kapitän bleibt:
Darüber machen wir uns noch keine Gedanken. Die Kapitänswahl machen wir vor dem Pokalspiel in Rostock. Ata war jetzt zwei Jahre Kapitän und hat das Amt aus meiner Sicht sehr gut ausgeübt. Mal schauen, wie sich die Dinge entwickeln.
… die verschärfte Konkurrenzsituation auf der Doppelsechs mit Neuzugang Grischa Prömel:
Es gibt immer Entwicklungen und Spieler, die von Anfang an dabei waren und gefühlt schon einen Schritt vorne liegen aufgrund der körperlichen und mentalen Frische. Aber wir werden drei Wettbewerbe spielen. Wir wollten schon immer den Konkurrenzkampf erhöhen. Ich glaube, dass uns das letztes Jahr schon, gerade in der Endphase, mit Chema gelungen ist. Und jetzt noch einmal mit Grischa. So wie wir das häufig auch auf anderen Positionen gemacht haben.
… den Fitnesszustand von Neuzugang Leo Sauer:
Den Pflichtspielauftakt kann man ausschließen. Das wird schon noch dauern. Er ist erst einmal noch im Aufbau, um dann ans Mannschaftstraining herangeführt zu werden.
… den an einem Infekt erkrankten Jamie Lewling und Bilal El Khannouss, die das Trainingslager verpasst haben:
Bei Jamie werde ich mit Ray (Mannschaftsarzt Dr. Raymond Best, Anm. d. Red.) sprechen, wie schnell er wieder zurückgeführt werden kann. Bei Bilal war es so geplant. Er war nach der WM noch zwei Tage in Amerika, weil nicht klar war, ob die Nationalmannschaft zum König eingeladen wird. Dann hat das nicht dort, sondern mitten in der freien Zeit stattgefunden. Dazu war er auch beim Afrika-Cup. Er hat den Wunsch geäußert, sich mental und körperlich erholen zu können. Ich schätze Billy so ein, dass er in einer sehr guten körperlichen Verfassung zurückkommen und schnell wieder Anschluss finden wird.
„Ich habe den Wunsch, dass wir, anstatt Substanz zu verlieren, Substanz draufpacken.“ (Hoeneß über die Kaderplanung)
… die Zukunft des Marokkaners beim VfB:
Das Ziel eines Trainers muss es immer sein, die besten Spieler zu halten. Billy gehört zweifelsfrei zu unseren besten Spielern. Wir spielen eine Champions-League-Saison. Da geht es darum, dass wir auch in diesem Wettbewerb schlagkräftig an den Start gehen. Deswegen habe ich schon den Wunsch, dass wir, anstatt Substanz zu verlieren, Substanz draufpacken. Am besten Potenzial, das nicht erst noch entwickelt werden muss, sondern das schon freigelegt wurde. Ich hoffe, dass wir noch aktiv werden. Es ist nicht mehr so viel Zeit und schon ein Großteil der Vorbereitung vorbei. Deswegen ist der Wunsch groß, dass wir es schaffen, einen starken Kader an den Start zu kriegen.
… die Entscheidung, ob für den verletzten Dennis Seimen noch ein neuer Keeper kommt:
Es gibt keine Deadline. Wir sind natürlich im Austausch, aber unaufgeregt. Deswegen unaufgeregt, weil wir mit Fabi (Fabian Bredlow, die Nummer 2, Anm. d. Red.) einen haben, auf den wir uns verlassen können. Auch Funky (Keeper Nummer 3, Marius Funk, d. Red.) macht es gut. Aktuell bin ich entspannt und eher mit den Gedanken dabei, dass wir mit den Jungs, die wir jetzt haben, reingehen und hoffen, dass Dennis schnell wieder zurückkommt.
„Er wird uns bereichern.“ (Hoeneß über Prömel)
… die Qualitäten von Grischa Prömel:
Er ist ein Modellathlet, ein unglaublich laufstarker Spieler, der aber auch richtig gut kicken kann. Er hat Präsenz auf dem Platz, ist ein ganz feiner Kerl, ein richtig guter, positiver Mensch und in der Lage, uns als Gruppe noch einmal richtig Energie und fußballerische Qualität zu geben. Er wird uns absolut bereichern.
… die Nachwuchsspieler, die mittrainiert haben:
Alle haben es gut gemacht. Wie schon nach dem Testspiel gegen Paris (2:2, Anm. d. Red.) will ich nach dem Trainingslager Spalty (Yanik Spalt, d. Red.) hervorheben. Ihn sehe ich auf jeden Fall in der Position, uns im einen oder anderen Pflichtspiel helfen zu können. Natürlich ist immer auch die Kaderkonstellation entscheidend für die Wege, die die NLZ-Spieler gehen. Wir wollen generell und unabhängig von den Nachwuchsspielern einen Kader haben, mit dem du gut arbeiten kannst, der kleiner werden und so gebaut sein muss, dass wir nicht zu viele Spieler haben, die eigentlich den Anspruch haben zu spielen und nachher möglicherweise nicht mal auf der Bank sitzen.
Fünf Tage intensives Arbeiten. Zeit für ein Fazit. Stuttgarts Cheftrainer Sebastian Hoeneß spricht über den Leistungsstand, die fehlenden Leweling und El Khannouss sowie über die NLZ-Talente.
