Nach dieser Saison wird Kasper Hjulmand als Trainer von Bayer 04 Geschichte sein. Die Anforderungen an seinen Nachfolger sind klar. Drei der Kandidaten, die im Raum stehen, erfüllen die Kriterien unterschiedlich.
Bayer auf Trainer-Suche
Noch ist es nicht besiegelt. Doch wenn die Bayer-Bosse nach dem letzten Spieltag zur großen Saisonanalyse schreiten, wird an deren Ende der Entschluss stehen, dass sich die Wege von Bayer 04 und Kasper Hjulmand trennen werden.
Die sportliche Entwicklung unter dem Dänen, der nach Bayers Fehlstart nach dem 2. Spieltag den Job von Erik ten Hag übernommen und den Werksklub bis zur Winterpause auf Platz 3 geführt hatte, hat sich seit Jahresbeginn nicht als nachhaltig erwiesen. Als Siebter der Rückrunden-Tabelle ist das Gegenteil der Fall.
Zudem ist der Anteil der unter Hjulmand frustrierten Profis (darunter Groß-Transfers wie Eliesse Ben Seghir, Loic Badé und Malik Tillman) zu groß. Da zudem viele Spieler das Leistungsprinzip teilweise außer Kraft gesetzt sehen und Aufstellungen so vorhersehbar wurden, fehlt die Grundlage für eine fruchtbare Zusammenarbeit.
Ein Trio mit „Feuer“
Als Nachfolger stehen aktuell in erster Linie drei Kandidaten im Raum: Ex-Atletico und Chelsea-Profi Filipe Luis, der zuletzt Flamengo trainierte und zu dem Geschäftsführer Simon Rolfes einen guten Draht hat. Allerdings wäre der 40-jährige Brasilianer, der Portugiesisch, Spanisch und Englisch spricht, ohne jede Europa-Erfahrung als Trainer eine zumindest riskante Lösung.
Wie Luis war auch der Spanier Michel vom FC Girona, der auch bei Ajax Amsterdam ein heißer Kandidat ist, bereits im vergangenen Sommer in der Diskussion. Sportlich hoch eingeschätzt, hatte dieser aber das Handicap, nur schlecht Englisch zu sprechen. Grundsätzlich ein K.-o.-Kriterium. Allerdings soll der 50-Jährige an seinen Sprachkenntnissen gearbeitet haben.
Die Frage ist, mit wie großem Erfolg? Der offensive Spielansatz spricht für Michel, der zudem in Leverkusen mit Aleix Garcia auf den Schlüsselspieler seiner erfolgreichsten Saison in Spanien treffen würde. Wie Luis wäre Michel, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, ablösefrei.
Gleiches gilt für Oliver Glasner (51), der Crystal Palace verlassen wird. Der bereits in Wolfsburg und Frankfurt erfolgreiche Österreicher möchte am liebsten weiter in England arbeiten, weshalb er zwischenzeitlich kein Thema mehr war. Doch da sich in der Premier League für Glasner keine Tür bei einem Top-Klub öffnen dürfte, gehört er nun zum potenziellen Kandidatenkreis.
Klar ist: Der neue Trainer soll neben dem ballbesitz-orientierten Ansatz auch „Feuer“ mitbringen. Was auf das gesamte Trio zutrifft. Und er soll so schnell wie möglich kommen, um die Kader-Planung zeitnah konkret voranzutreiben.
Nach dieser Saison wird Kasper Hjulmand als Trainer von Bayer 04 Geschichte sein. Die Anforderungen an seinen Nachfolger sind klar. Drei der Kandidaten, die im Raum stehen, erfüllen die Kriterien unterschiedlich.
